Agenda
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Agenda

In der folgenden Tabelle finden Sie die Agenda für die Konferenztage (Montag/Dienstag/Mittwoch) mit Speed Präsentationen, Fachvorträgen sowie Workshops.

Die näheren Informationen zu den anschließenden zweitägigen Spezial-Workshops CARS (Certified Agile Requirements Specialist) und PSPO (Professional Scrum Product Owner) am Donnerstag und Freitag (inkl. Zertifizierungscode) finden Sie hier.

  • Ballsaal
  • Forum 1
  • Forum 2
  • Forum 3
08:00

Registrierung und Besuch der Ausstellung

09:00

Eröffnung der REConf 2020

09:15

Keynote: Breaking down the silos!
Markus Sontheimer

Keynote: Breaking down the silos!

In der Logistik stehen den neuen Chancen und Umsätzen durch Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle allerdings auch Barrieren gegenüber. Als Unternehmen mit einer über 140-jährigen Geschichte sind wir nicht frei von Bürokratie und Silostrukturen zwischen und innerhalb der einzelnen Geschäftsbereiche. Diese Strukturen haben sich auch in der bestehenden IT-Landschaft niedergeschlagen. Die teilweise monolithisch ausgerichtete Softwarelandschaft verhinderte eine schnelle Anpassung unserer Prozesse an die neuartigen Anforderungen einer digitalisierten Welt. Insbesondere bei der Entwicklung unserer Connect 4.0 Produkte mussten wir mit traditionellen Arbeitsweisen brechen. Für Connect 4.0 haben wir daher frühzeitig auf agile Methoden und interdisziplinäre Teams Wert gelegt. Durch die neuen Strukturen und Prozesse können wir Produkte schneller in den Markt bringen und die Anforderungen der Kunden berücksichtigen.

 

Markus Sontheimer, Member of the Board of Management (CIO/CDO) wurde 1968 in Friedrichshafen geboren. Er hatte nach seinem Abschluss als Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) an der Fachhochschule Esslingen verschiedene Führungspositionen im In- und Ausland im IT-Bereich bei der Daimler AG (1994 bis 2010) inne; zuletzt als CIO Daimler Financial Services und Vertrieb, Marketing und Aftersales Mercedes Benz. Danach hat er fünf Jahre als CIO Group Finance der Deutschen Bank die globale IT von Group Finance restrukturiert und das wichtige regulatorische Projektportfolio implementiert.
Zum 1. Dezember 2015 wurde Markus Sontheimer als Chief Information Officer in den Vorstand der Schenker AG, Essen, berufen. Am 22. Juni 2016 wurde er außerdem vom Aufsichtsrat zum Chief Digital Officer (CDO) ernannt und leitet die Ressorts IT und Digitalisierung.

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10:15

Ausführliche Begrüßung zur REConf 2020

10:30

Speed Presentations

11:00

Pause & Die Rotkäppchen-Show

Tools, Methoden & Verfahren
Raum Alois
KI & Digitalisierung
Raum Franz&Leo
Agiles RE
Nemetschek Haus
Sponsoren
Raum Ludwig
11:40

#trace – Leichtgewichtige semiformale Anforderungen

Boris Holzer
itemis AG

Dr. Joachim Fox
ZF Group

#trace – Leichtgewichtige semiformale Anforderungen

Level: Fortgeschrittene

Es ist schwierig, gute Anforderungen zu schreiben. Das gilt umso mehr im Bereich sicherheitskritischer Systeme, wo Standards wie ISO 26262 oder Automotive SPICE semi-formale Notation und den Nachweis von Vollständigkeit, Konsistenz und Korrektheit einfordern. Erschwerend kommen unterschiedliche Informationsbedarfe der Projektbeteiligten hinzu; so erwartet ein Tester etwa ein anderes Abstraktionsniveau als ein Entwickler.

Die Unterstützung durch gängige Anforderungsmanagement-Werkzeuge ist ausbaufähig. Zwar können Formalismen durch Templates erzwungen werden, aber dies erleichtert oft weder die Editierbarkeit noch die Lesbarkeit. Funktionen wie eine formale Prüfung der Anforderungen oder eine intuitive Navigation entlang der Anforderungen und Ihrer Verknüpfungen – idealerweise sogar in nachgelagerte Werkzeuge hinein – sind allenfalls rudimentär vorhanden.

ZF in Koblenz hat daher nach Wegen gesucht, das Schreiben und Bearbeiten von formalen Anforderungen leicht zugänglich zu gestalten, und dennoch semi-formale Analysen zu ermöglichen. Der Ansatz greift auf die in Social Media weitverbreiteten Hashtags zurück. Die vorhandenen Formalismen für Hashtags wurden dabei so erweitert, dass sowohl die Erfordernisse hinsichtlich Standardkonformität als auch etwa rollenspezifische Sichten umgesetzt werden können. Die werkzeugtechnische Unterstützung wurde durch eine dedizierte Erweiterung des Tools YAKINDU Traceability sichergestellt.


Boris Holzer ist Niederlassungsleiter bei der itemis AG in Lünen und dort verantwortlich für das Produkt YAKINDU Traceability. Seine Leidenschaft liegt sowohl in der Verbesserung des Entwicklungsprozesses als auch der entwickelten Software. Nach seinem Studium der Wirtschaftsmathematik hilft er seinen Kunden seit über 20 Jahren dabei, Software besser zu machen.

 

Dr.-Ing. Joachim Fox ist Global Engineering Sr. Manager bei ZF am Standort Koblenz im Bereich Bremssysteme und dort zuständig für Softwaresystementwicklung (Anforderungen, Architektur, Safety, Security, Unit Testing, Prozesse und Softwareentwicklungs-Infrastruktur). Nach Studium und Promotion in Elektrotechnik/Regelungstechnik war er zudem in der Vorentwicklung für Brake-by-Wire-System tätig. Das auf dieser Konferenz vorgestellte Thema entwickelte er aus dem Bedarf heraus, eine möglichst intuitive, aber dennoch semi-formale Beschreibungssprache für Anforderungen zu verwenden, die in großen und komplexen Organisationen gut skaliert.

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Requirements- und Systems-Engineering für künstlich intelligente Systeme

Jan Ebert
HOOD GmbH

Requirements- und Systems-Engineering für künstlich intelligente Systeme

Level: Experten

KI ist auf dem Vormarsch, Potenziale von Machine-Learning (ML) zeigen sich in immer mehr Branchen und Produktarten. Ist das Systems-Engineering gut auf diese Revolution vorbereitet? Sind die bekannten und bewährten Prozesse und Methoden geeignet, um KI-Systeme effizient und zuverlässig entwickeln zu können?

Es zeigt sich, dass es einige fundamentale Unterschiede gibt, die dem Einsatz etablierter Vorgehensweisen Grenzen aufzeigen: Wenn die Regeln, nach denen sich das System verhält, nicht aus der Spezifikation abgeleitet, sondern aus Trainings-Daten gelernt aber nicht nachvollziehbar beschrieben werden, dann kann es keine Detail-Spezifikation oder anforderungsbasierte Verifikation in gewohnter Form mehr geben.

Ziel des Vortrags ist es aufzuzeigen, warum für die Entwicklung von KI Systemen auch das Systems-Engineering Neuerungen braucht. Erste Ansätze für geeignetere Strategien werden vorgeschlagen.

 


Jan Ebert ist Coach und Trainer für agile Software- und System-Entwicklung. Des Weiteren ist er auch im Bereich Requirements Management und Requirements Engineering tätig. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen in der Einführung von agilen Vorgehensweisen und aktuellen Requirements Engineering Techniken inklusive zugehöriger Werkzeuge in Entwicklungsunternehmen.

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RE - Verwaltungs- oder Gestaltungsdisziplin? Eine Frage der Kultur

Josef Falk
SEQIS GmbH

RE - Verwaltungs- oder Gestaltungsdisziplin? Eine Frage der Kultur.

Level: Fortgeschrittene

Man kann nicht nicht gestalten.

Was Paul Watzlawick im Original über die Kommunikation gesagt hat, gilt in abgewandelter Form auch für die Software-Entwicklung. Das fertige Produkt hat ein bestimmtes Aussehen, eine bestimmte Struktur, eine bestimmte Form - es wird gestaltet.

Es ist also keine Frage, ob es Gestaltung im Softwareentwicklungs-Prozess gibt oder nicht. Es wird immer gestaltet. Die Frage ist aber sehr wohl, ob diese Gestaltung geplant vor sich geht - oder sich mehr oder weniger zufällig ergibt.

Wenn man sich zur geplanten Gestaltung bekennt, dann stellt sich in weiterer Folge die Frage: Wer ist für die Gestaltung zuständig?

Ist es der Fachbereich, also die Stelle, von der die Anforderungen kommen?

Oder aber ist es die Entwicklung, die die Anforderungen letztendlich in Code gießt.

Oder passiert die Software-Gestaltung irgendwo dazwischen?

Zwischen Fachbereich und Entwicklung steht unter anderem das Requirements Engineering.

Der Vortrag ist ein Plädoyer dafür, die Disziplin des Requirements Engineering als Gestaltungsdisziplin zu betrachten. Es wird zur Diskussion gestellt, inwieweit sie das heute schon ist und was gegebenenfalls geändert werden muss, damit das Requirements Engineering zur Gestaltungsdisziplin wird.

 


Mag. Josef Falk ist IT-Analytiker bei der Firma SEQIS GmbH. Seit dem Abschluss seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre in Wien gestaltet er IT-Lösungen in den unterschiedlichsten Fachbereichen – und ist dabei Mittler zwischen Fachbereich und IT-Entwicklung. Besonderes Augenmerk legt er bei der Analyse auf den Innovationsgrad. Neben seiner Projekttätigkeit befasst er sich mit der Entwicklung der Business Analyse und ist aktuell Mitglied des Vorstandes des Austria Chapter des IIBA (International Institute of Business Analysis).

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Warum es jetzt Zeit ist, alten RE-Werkzeugen den Laufpass zu geben

Dr. Michael Jastram
Jama Software

Warum es jetzt Zeit ist, alten RE-Werkzeugen den Laufpass zu geben

Benutzen Sie immer noch das „klassische“ DOORS? Oder vielleicht Visure? Wie wäre es mit Caliber? All diese Werkzeuge haben eines gemeinsam: sie stammen aus dem letzten Jahrhundert. Als sie auf dem Markt kamen, waren dies innovative Produkte. Doch heute sehen sie schon etwas verstaubt aus.

Das wäre ja an sich nicht schlimm, wenn sich die Anforderungen an die Produktentwicklung seitdem nicht gewaltig verändert hätten: Die Komplexität von Produkten nimmt zu, Anforderungen an Compliance steigen, und der Markt verlangt immer schneller bessere und günstigere Produkte. Diesem Anspruch können die RE-Werkzeuge der ersten Generation nicht mehr gerecht werden.

Doch inzwischen gibt es eine neue Generation von Lösungen, die sich diesen Herausforderungen stellt. Anhand von Jama Connect wird gezeigt, wie dies konkret funktioniert, und warum der Wechsel auch gar nicht so schwer ist.

 


Dr. Michael Jastram ist Systems Engineer mit Schwerpunkt auf die Anforderungsmodellierung. Er ist Gründer und Projekt Lead des Eclipse Requirements Modeling Frameworks, einem Open Source-Projekt zur Anforderungsmodellierung, das als Referenzimplementierung den offenen ReqIF-Standard umsetzt. Als Advokat für Offenheit teilt er sein Wissen über Bücher, Fachartikel, Vorträge und als Veranstalter, sowie über seinen wöchentlichen deutschsprachigen Blog System Engineering Trends und den englischsprachigen Formal Mind Blog. Herr Jastram hat zwanzig Jahre Berufserfahrung, davon zehn in den USA, wo er einen Abschluss am M.I.T. erwarb und als Software-Ingenieur und -Architekt in mehreren Start-Ups arbeitete. Er ist Gründer der Düsseldorfer Java User Group (rheinjug e.V.). Heute ist er Senior Solutions Architect bei er Jama Software, sowie Geschäftsführer der Formal Mind GmbH und Betreiber der ReqIF.academy, einer Online-Bibliothek rund um den Austausch von Anforderungen.

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12:25

Mittagspause & Die Rotkäppchen-Show

13:40

Ein RM-Tool für alle Projekte – Das war einmal

Dr. Frank Houdek
Daimler AG

Ein RM-Tool für alle Projekte – Das war einmal

Level: Fortgeschrittene

Der Einsatz von Requirements Management Tools ist bei der Spezifikation komplexer Systeme, wie beispielsweise einem Automobil, unerlässlich, um die Vielzahl der Anforderungen, den vielen Änderungen und der notwendigen Verwaltung der Abhängigkeiten zwischen den Anfordeurngen zurecht zu kommen. Aus diesem Grund wurde bereits in den frühen 2000er Jahren in der Mercedes-Benz PKW Entwicklung das Requirements Management Tool DOORS eingeführt. Bis zum flächendeckenden Einsatz sind dann nochmals einige Jahre vergangen.

Mittlerweile ist die Produktkomplexität in Bereiche vorgestoßen, dass eine Spezifikation auf Basis von Text als zentrale Beschreibungsform zunehmend als nicht mehr ausreichend empfunden wird. In der Konsequenz wurde nach Alternativen gesucht. Hier zeigt es sich, dass die Bedarfe der einzelnen Fachdisziplinen derart in unterschedliche Richtungen entwickelt haben, so dass der Einsatz eines gemeinsamen Werkzeugs zunehmen weniger sinnvoll erscheint.

Der Vortrag beschreibt die Entwicklung des Einsatzes von Requirements Management in der Mercedes-Benz PKW Entwicklung und zeigt aktuelle Weiterentwicklungs-Ansätze auf, die auch für andere Branchen als Anregung zur Weiterentwicklung deren Requirements Management Tool Landschaft dienen können.

 

Nach seinem Studium und Promotion in Informatik an der Universität Ulm ist Frank Houdek bei der Daimler AG im Bereich der PKW-Entwicklung als Teamleiter für Requirements Management und Testprozesse tätig. Als Gründungsmitglied des IREB e.V. ist er dort in diversen Arbeitskreisen tätig.

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Künstliche Intelligenz Assistenten für Requirements Engineering

Dr. Marija Kopf
Dr. Kopf GmbH

Künstliche Intelligenz Assistenten für Requirements Engineering

Level: Fortgeschrittene und Experten

Der Vortrag untersucht was Artificial Intelligence, insbesondere Machine Learning und Natural Language Processing für Requirements Engineering tun kann. Er beschäftigt sich damit, ob diese Technologien so weit sind, dass sie einem Requirements Engineer die Arbeit erleichtern können, indem die Algorithmen seine, bzw. ein Teil der Aufgaben übernehmen können. Als Herausforderungen wurden die manuellen, aufwändigen und repetitiven Aufgaben ausgesucht, wie z.B. Identifizieren und Importieren von Requirements aus Dokumenten verschiedener Formate, Klassifizierung von Requirements, Vergleich von Projekt Requirements, Suche nach ähnlichen Requirements etc. Für die Lösugnssuche wurde die Design Thinking Methode angewandt. Die interessantesten Ergebnisse werden in diesem Vortrag präsentiert: Identifikation, Klassifizierung, semantische Suche und semantischer Vergleich von Requirements. Der Vortrag ist für Requirements Engineers und deren Manager von Interesse. Weiter wird erklärt, wie die Unternehmen die AI Lösungen in Requirements Engineering Prozesse integrieren können.

Dr. Marija Kopf ist promovierte Informatikerin mit zwei Jahrzehnten Berufserfahrung als IT Berater für verschiedene Automotive Hersteller und First Tier Lieferanten. Sie verfügt über reiche Erfahrung im Interim Management, ein tiefes Wissen auf den Gebieten Software-Prozesse und Methoden. In den letzten Jahren fokussiert sie sich auf Künstliche Intelligenz, Data Analytics und deren Anwendungsmöglichkeiten.

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Team Driven Concept: gemeinsam Anforderungen effizient erarbeiten

Sabine Wildgruber
Business Meets IT

Dr. Eva Hafner
Training, Consulting, Coaching

Team Driven Concept: gemeinsam Anforderungen effizient erarbeiten

Level: Experten; Verständnis und Kenntnis zu Vorgehen, Aufwänden und Schwierigkeiten bei der Entwicklung größerer, komplexer Projekte

In einer Kultur geprägt durch Silodenken, Fingerpointing oder fehlendem Mut zu Entscheidungen ist es schwierig, innovative Produkte mit Kundenfokus zu entwickeln. Statt zusammen wird gegeneinander gearbeitet, der wichtigste Erfolgsfaktor für gutes Requirements Engineering, das “miteinander Reden”, bleibt auf der Strecke. Unser Team Driven Concept Ansatz zur gemeinsamen Erarbeitung von Anforderungen im agilen Concept Team hat sich als eine Möglichkeit erwiesen, in eine solche Kultur zu intervenieren. Aber auch andere Herausforderungen im Requirements Engineering wie z.B. unstrukturierter Scope, fehlende Verantwortlichkeiten oder verteilte Stakeholder mit unterschiedlichen Zielsetzungen, können mit diesem Ansatz adressiert werden.

Darüber hinaus kann der Team Driven Concept Ansatz einen signifikanten ersten Schritt in Richtung agiler Transformation darstellen. Er kann sofort gestartet werden, auch wenn die eigentliche Entwicklung z.B. aufgrund fehlender technologischer Voraussetzungen noch nicht einem agilen Framework folgt. Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen unterstützt er damit eine forward-Transformation anstatt der allgemein üblichen backward-Transformation. Damit die weiteren Entwicklungsprozessschnittstellen wie Design oder Entwicklung auch bei hybriden Modellansätzen nahtlos anknüpfen können, werden Vertreter aus diesen Prozessen mit in die Arbeit des agilen Concept Teams eingebunden. Schritt für Schritt kann nun auch per agiler backward-Transformation einfacher in ein voll agiles Entwicklungsmodell transformiert werden.

 


Sabine Wildgruber hat nach ihrem BWL- und Informatikstudium als Beraterin, Trainerin und Coach im Bereich strategisches und operatives Produktmanagement und Projektleitung auf Basis agiler und klassischer Vorgehensweisen sowie Mischformen die Zusammenarbeit zwischen Fachabteilungen und IT in Unternehmen aus verschiedenen Branchen wie Versicherung, Telekommunikation und Automobil unterstützt.
Sie begleitet Projekte von Ideation bis zum Produktlaunch. Den beschriebenen Ansatz hat sie bei der Begleitung des Prozess-Rollouts für den Prozess “Concept-to-Market" erprobt.

 

Dr. Eva Hafner verfügt über mehr als 10 Jahre Erfahrung im IT Produkt Management und der Business Analyse bei unterschiedlichen Unternehmen, u.a. Credit Suisse, Telefónica Germany und TÜV SÜD Management Service GmbH. Aktuell arbeitet sie als selbständiger Trainer, Berater und Coach.
Den hier beschriebenen Ansatz führte sie erstmals 2012 in der Rolle des Product Owners in einem Großprojekt ein. Seitdem hat sie den Ansatz für verschiedene Projekte wiederverwendet und weiter entwickelt.

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Variantenmanagement - Don‘t worry, be happy!

Dr. Stefan Queins & Thorsten Cziharz
SOPHIST GmbH

Variantenmanagement - Don‘t worry, be happy!

Bereits beim Kauf eines Smartphones gilt es, Entscheidungen bezüglich Speicherkapazität, Prozessorgeschwindigkeit oder Displaygröße zu treffen. Noch mehr Entscheidungen verlangt das Auswählen und Konfigurieren eines neuen Autos. Moderne Produkte glänzen zunehmend durch Individualisierungsmöglichkeiten und die exakte Erfüllung von Kundenwünschen. Dies ist oftmals nur durch das Angebot diverser Produktvarianten möglich. Was dem Endverbraucher oder User ein großes Maß an Komfort zur Verfügung stellt, sorgt allerdings in der Produktentwicklung und Produktion für die eine oder andere Komplikation. Wir stellen Ihnen in diesem Vortrag das Arbeiten mit Varianten vor, angefangen mit der Definition im Produktmanagement bis hin zur Betrachtung im RE im Rahmen bei der Entwicklung komplexer Systeme.

 


Dr. Stefan Queins
Trainer & Berater

Ich habe nach dem Studium der Informatik in meiner Promotion untersucht, wie sich das Anwendungsfeld einer Problemstellung bei der Anpassung eines Entwicklungsprozesses ausnutzen lässt. Diese Themen kann ich in meiner Tätigkeit als Berater fortsetzen, da sich ein Teil meiner Arbeit mit der Entwicklung und Einführung von angepassten, meist agilen, Vorgehensmodellen in Entwicklungsprojekten beschäftigt. Gerade der Einsatz modellbasierter Methoden und Notationen in den Bereichen der Analyse und Architektur hat sich in den letzten Jahren durch die Betrachtung des Systems Engineering immer mehr in den Vordergrund gedrängt. Viel Spaß macht es mir, in Trainings mein in der Praxis gesammeltes Wissen zu kommunizieren. Mein Interesse an der praxisnahen Forschung habe ich auch nach meiner Promotion nicht verloren und setze die dort entwickelten Ergebnisse gewinnbringend in meinen Projekten ein.

 


Thorsten Cziharz
Trainer & Berater

Als Berater unterstütze ich Unternehmen und Projekte bei Fragestellungen rund um das Requirements-Engineering. Neben der Definition, Optimierung und Einführung von klassischen oder agilen Vorgehensmodelle begleite ich auch Projekte bei der Durchführung der Anforderungsanalyse. Sowohl als Berater, als auch als Trainer liegen meine Schwerpunkte dabei im Bereich Requirements Modeling und Qualitätssicherung von Anforderungen.

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14:35

Security ist allein Aufgabe der Sicherheitsexperten? - Nötiger Kulturwandel hin zu mehr Security by Design

Dr. Markus Fockel
Fraunhofer IEM

Security ist allein Aufgabe der Sicherheitsexperten? - Nötiger Kulturwandel hin zu mehr Security by Design

Level: Fortgeschrittene

Schwerpunktmäßig auf Safety ausgerichtete Systeme werden zunehmend offener (z.B. Car2X-Kommunikation, Cloud-Anbindung von Industrieanlagen) und komplexer (z.B. autonomes Fahren, Industrie 4.0). Die Informationssicherheit (Security) der Systeme ist heute häufig alleinig die (Zusatz-)Aufgabe eines einzelnen Experten im Team. Bei der steigenden Komplexität der Systeme skaliert dieser Ansatz nicht und Sicherheitsvorfälle werden unvermeidbar. Security muss eine Aufgabe jedes Teammitglieds sein und die Security-Experten eine koordinierende und beratende Rolle einnehmen. Nur so werden Systeme secure by Design. Normen, wie die IEC 62443 in der industriellen Automatisierungstechnik, fordern die Anwendung von Maßnahmen für Security by Design entlang des gesamten Entwicklungsprozesses. Bedrohungen müssen identifiziert und bewertet werden, Security-Anforderungen müssen abgeleitet werden, die System- und Software-Architektur muss sicher konzipiert werden, Software muss sicher programmiert werden, ...

In diesem Vortrag werden die Rolle des Security-Experten und der nötige Kulturwandel zur Sensibilisierung aller Entwickler verdeutlicht. Dabei werden die Aufgaben und Maßnahmen entlang des Security-by-Design-Prozesses vorgestellt. Als eine Beispielmaßnahme wird die systematische Bedrohungsanalyse mit Ableitung von Security-Anforderungen detaillierter beschrieben. Unser Prozess dafür wurde nach IEC 62443 zertifiziert. Die Herausforderungen für Security-Experten und Lösungswege zum Kulturwandel hin zu verteilter Security-Verantwortung werden an dieser Maßnahme veranschaulicht.

 

Dr. Markus Fockel ist Seniorexperte in der Abteilung Softwaretechnik & IT-Sicherheit des Fraunhofer-Instituts für Entwurfstechnik Mechatronik IEM. Er promovierte an der Universität Paderborn zum Thema "Safety Requirements Engineering for Early SIL Tailoring" und leitet heute im Themenfeld Requirements Engineering für Security & Safety Projekte mit Industriepartnern, u.a. aus den Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Automotive und Gesundheitswirtschaft. Ein Schwerpunkt solcher Projekte ist die Optimierung des Entwicklungsprozesses bzgl. Security by Design und Bedrohungsanalysen. So unterstützte er einen Hersteller für Industriesteuerungen auf dem Weg zur Zertifizierung gemäß dem Security-Standard IEC 62443.

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KI für Requirements Engineering? Möglichkeiten und erste Erfahrungen

Henning Femmer
Qualicen GmbH

KI für Requirements Engineering? Möglichkeiten und erste Erfahrungen

Level: Fortgeschrittene

Techniken der natürlichsprachlichen Analyse und des maschinellen Lernens haben in den letzten Jahren große Sprünge gemacht. Dennoch werden sie im Requirements Engineering noch eher sporadisch eingesetzt. Dabei bergen Sie Potentiale um zahlreiche aufwendige, noch weitgehend manuelle Aktivitäten im Requirements Engineering zu automatisieren.

In dem Vortrag zeigen wir für die verschiedenen Phasen des RE Engineering (Elicitation, Analyse, Documentation, …) auf, welchen Beitrag KI-basierte Techniken hier leisten können und welche spezifischen Werkzeuge existieren. Wir geben einen Überblick: Was geht heute? Und was wird morgen vielleicht gehen? Anhand von Beispielen wie z.B. die automatische Erkennung von Anforderungen in Dokumenten, automatische konsistente Formulierung von Anforderungen oder Erzeugung von Modellen aus textuellen Anforderungen zeigen wir die Funktionsweisen der Techniken auf.

In dem Vortrag gehen wir insbesondere auch auf unsere Erfahrung bei der Nutzung entsprechender Techniken ein und zeigen konkrete Werkzeuge zum anwenden dieser Techniken.

 

Henning Femmer
Mitgründer der Qualicen GmbH, schult Praktiker, erstellt Audits und verbessert Prozesse im Bereich Testen und Requirements Engineering in allen Domänen. Henning hat Software Engineering in München, Augsburg, Belfast (Nordirland) und Maryland (USA) studiert und an der Technischen Universität München promoviert. Er ist ein regelmäßiger Sprecher auf unterschiedlichsten Venues, wie den Software Quality Days, der International Requirements Engineering Conference, der REConf, der PTC Live, der UpFront Thinking und weiteren Veranstaltungen.

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Continuous Requirements Engineering – Agiler Umgang mit Spezifikationen externer Partner

Dr. Wolf-Hendrik Kaps &  Frank Neukam
Robert Bosch GmbH

Continuous Requirements Engineering – Agiler Umgang mit Spezifikationen externer Partner

Level: Fortgeschrittene

Der Vortrag beschreibt ein agiles Verfahren für den Umgang mit sich stetig ändernden Spezifikationen externer Entwicklungspartner am Beispiel AUTOSAR. Ziel dieses Verfahrens ist die zeitnahe Verfügbarkeit dieser Spezifikationen direkt im Requirements Tooling der mit AUTOSAR befassten Entwicklungsabteilungen, inklusive der kompletten Verlinkung dieser Spezifikationen untereinander. Dies erlaubt eine frühzeitige Analyse und ermöglicht dadurch kurze Feedback-Zyklen.

Die Kernaussage des Vortrags beschreibt ein Continuous Requirements Engineering System, welches durch vollständige Automatisierung und inkrementelle Updates ein wesentliches Hindernis für agile Arbeitsweisen im Requirements Engineering beseitigt. Dazu werden anhand von konkreten Fallbeispielen die durch Einsatz dieses Verfahrens erheblich gesteigerte Effizienz dargestellt.

 

Dr. Wolf-Hendrik Kaps

  • Bosch Mitarbeiter seit 2001
  • mehrere Jahre Tool-Entwicklung im Bereich Chassis Systems
  • seit 2003 Mitarbeit in Automotive Standards (MSR, AUTOSAR)
  • AUTOSAR Vertreter der Robert Bosch GmbH mit Schwerpunkten Methodik und Tooling
  • seit 2013 verantwortlich für Generic Aspects im AUTOSAR Standard


Frank Neukam

  • Bosch Mitarbeiter seit 1996
  • 3 1/2 Jahre im Kundenteam für Powertrain tätig
  • seit 1999 Schwerpunkt im Bereich Basis Software
  • 3 1/2 Jahre in Architektur und Tooling tätig
  • seit 2018 Architekturaufgaben für Vehicle Computer mit starkem Fokus auf Requirements Engineering
  • seit 2003 Mitarbeit in Automotive Standards (MSR, AUTOSAR)

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Absicherung DOORS 9 gegen Industriespionage

Nikolai Stein-Cieslak
REQUISIS GmbH

Absicherung DOORS 9 gegen Industriespionage

DOORS 9 ist eine Software, welche auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Entsprechend alt ist die zugrundeliegende Architektur der Client-Server-Applikation.
Im Rahmen eines Penetration-Tests haben wir für einen Automobilhersteller entsprechende Analysen durchgeführt und entsprechende Lücken und die damit verbundenen Risiken identifiziert. Im speziellen war es möglich, alle Daten ohne jegliche vorherige Authentifikation vom Server abzurufen und zu verändern.
Im Vortrag berichten wir, wie diese Lücken abgesichert werden können. Sie erfahren außerdem, wie wir diese Lücken durch Entwicklung eines Security-Proxies abgesichert haben, damit Unbefugte keinen Zugriff mehr auf wertvolle und vertrauliche Informationen in DOORS erlangen können.

 

Nikolai Stein-Cieslak ist Solution Architect und Geschäftsführer der REQUISIS GmbH. Seit über 15 Jahren beschäftigt er sich mit dem Thema Anforderungsmanagement. Er sammelte bereits während des Studiums umfangreiche Erfahrungen im Requirements Engineering mit Doors in der Konzernforschung von Daimler (Chrysler) in Berlin. Nach dem Studium setzte er seine selbständige Tätigkeit fort und führte in diesem Rahmen Doors bei DaimlerChrysler im Geschäftsbereich Mercedes Benz VANs ein.
2007 gründete er die Firma REQUISIS (Requirements Engineering für software-intensive Systeme), die mit stetig wachsender Belegschaft eine wachsende Kundenzahl im Bereich des Requirements Engineerings berät und betreut. In den letzten Jahren beschäftigte er sich hauptsächlich mit Thema Datenaustausch mit ReqIF und dem Übergang von DOORS Classic zu DOORS Next Generation - in diesem Kontext insb. mit der Frage der Datenmigration und der Ausnutzung neuen Möglichkeiten für Kunden im Automobilbereich sowie der Sicherheitsanalyse von DOORS 9. Aus dieser Arbeit heraus entstanden eine DOORS-Next-Schulung, ein Workshop zum Thema Global Configuration Management sowie ein Tool (requisis_MIX) für die Datenmigration und Synchronisierung von DOORS 9 zu DOORS Next Generation und eine Sicherheitslösung zur Absicherung von DOORS 9 (requisis_DSP).

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15:20

Pause & Die Rotkäppchen-Show

16:00

Kulturwandel im Maschinen- und Anlagenbau

Hermann Achatz &    Raik Strohbach
HAWE Hydraulik SE

Kulturwandel im Maschinen- und Anlagenbau

Level: Fortgeschrittene

Let’s manage the change and change thinking in management!

Die Veränderung im Handeln und Denken des Traditions- und Familienunternehmens hin zur anforderungsgesteuerten Projektkultur mit sinnvoller Toolunterstützung, birgt einen extremen Wertewandel. Dieser muss durch evolutionäre Entwicklungsschritte menschennah und auf möglichst vielen Schultern stattfinden. Im Fokus stehen vor allem die Personen, die es gewohnt sind, anders zu arbeiten; manch einer mag es historisch gewachsen oder traditionell nennen. Das etablierte Spannungsfeld vieler paralleler Projekte, in Verbindung mit aufwändigen Prozessen und einer kunterbunt gefüllten Toollandschaft führt zu zeitraubenden Konfrontationen der Beteiligten bei diktierten Änderungen. Es scheint unmöglich, in dem gestressten System ein Anforderungsmanagement zu implementieren; es Bedarf einen Wandel anderer Art.

Die Vortragenden werden konkrete Aspekte im kulturellen Wandel aufzeigen und die Erfolgsfaktoren der evolutionären- mit einer disruptiven Veränderung in Relation setzen. Oft werden Problemlösungen an winzig kleinen Einflussfaktoren erarbeitet und verlieren dadurch ihre Wirksamkeit, wobei der Schlüssel zum Erfolg greifbar nahe liegt. Auch wenn noch nicht auf jede Frage die richtige Antwort, oder der richtige Hebel, gefunden werden konnte, wird schnell der Energiegehalt einer solchen Veränderung aus der breiten Masse spürbar. Wir wollen unseren Weg teilen. Dabei sollen unsere Ideen und Lösungsansätze Ihre Motivation entfachen, Änderungen zu fördern und eine positive Einstellung weiterzugeben!

 

Hermann Achatz 1969 in München geboren, beginnt 1989 das Studium der Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Datentechnik an der Fachhochschule München. Nach dem erfolgreichen Abschluss als Diplom-Ingenieur (FH) beginnt er seine berufliche Laufbahn als Mechatronics Engineer in der Halbleiterindustrie. Im Jahr 1999 wechselt Hermann Achatz in Automotive Bereich, dort war er 17 Jahre für einen Engineering-Dienstleister in der E/E Systemintegration, Systemgestaltung und Elektrifizierung u.a. als Business Unit Leiter tätig. Seit Anfang 2017 ist Herr Achatz Leiter der R&D Elektronik Abteilung bei der HAWE Hydraulik SE und ist dort Produktverantwortlicher und leitet die Entwicklung u.a. für funktional sichere mechatronische Produkte.

 

Raik Strohbach 1979 in Lutherstadt Wittenberg geboren, beendete 2004 sein Studium der Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Steuerungs- und Regelungstechnik als Diplom-Ingenieur an der Universität Magdeburg. Erste berufliche Erfahrungen im Bereich Automatisierungstechnik sammelte er in der Getränkeindustrie. Im Jahr 2008 wechselte er zur Firma HAWE Hydraulik SE in die R&D Elektronik-Abteilung als Entwickler mit Fokus auf Software für Ventilansteuerungen.

RE und FuSi: Das gehört zusammen – Ein Konzeptvorschlag für eine durchgängige Lösung bei CLAAS

Dominik Ehring
Universität Duisburg-Essen

Jan Gröver
CLAAS KGaA mbH

RE und FuSi: Das gehört zusammen – Ein Konzeptvorschlag für eine durchgängige Lösung bei CLAAS

Level: Fortgeschrittene

Es stellt sich die Frage, wie die Berücksichtigung der Eliminierung von Gefahren bzw. die Reduzierung von Risiken in der Konzeptentwicklung durch RE verbessert werden kann. Anders als in der Theorie ist die Funktionale Sicherheit im Unternehmen CLAAS kein integraler Bestandteil der RE-Methodik. Es existieren zwei getrennt voneinander durchgeführte Ansätze, wobei eine durchgängige Verfolgbarkeit im Prozessualen nur sehr schwer gewährleistet werden kann.

Was ist die Folge? Treten Änderungen von Anforderungen während des Entwicklungsprozesses auf, welche sicherheitsrelevante Funktionen tangieren, kann es passieren, dass die Auswirkungen auf die FuSi unberücksichtigt bleiben. Dieser Sachverhalt beschränkt sich nicht allein auf das Unternehmen CLAAS, sondern stellt eine unternehmens- und branchenübergreifende Problematik dar.

In Zeiten der Digitalen Transformation, wachsenden Automatisierungsgrades und Vernetzung von Maschinen steigt die Komplexität in Form von Anzahl, Abhängikeiten und Kontrolle der Funtkionen. So wird mit einem stark wachsenden E/E-Anteil die frühzeitige, konsistente und durchgängige Berücksichtigung der Funktionalen Sicherheit immer bedeutungsvoller.

 

Dominik Ehring, M.Sc. Wirtschaftsingenieurwesen

  • Angestellt als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Duisburg-Essen, Institut für Produkt Engineering, am Lehrstuhl für Produktentstehungsprozesse und Datenmanagement
  • Projektdurchführung als Masterand in einer Kooperation zwischen der Universität Duisburg-Essen und dem Landmaschinenhersteller CLAAS, im Bereich Digital Product Engineering

 

Jan Gröver, Dipl. Ing. Informationsverarbeitung

  • Angestellt als Domain Lead CASE, CLAAS KGaA mbH
  • Projektverantwortlicher für die Entwicklungsmethoden und Tools im Bereich Computer Aided Software Engineering und Requirements Engineering

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Ass im Ärmel: Systematisches Requirements Engineering in agilen Teams

Prof. Dr. Joachim Sauer
NORDAKADEMIE Elmshorn

Felix Schaeffer
Drägerwerk AG & Co. KGaA Lübeck

Ass im Ärmel: Systematisches Requirements Engineering in agilen Teams

Level: Fortgeschrittene

Ein agileres, leichtgewichtigeres Vorgehen beim Requirements Engineering scheitert oft am Gegensatz zwischen stark plangetriebenen Methoden der Anforderungsanalyse und Vorstellungen von flexibler Zusammenarbeit in agilen Methoden wie Scrum.

Um dieses Problem anzugehen, wird ein auf Basis praktischer Erfahrungen bei Dräger entwickeltes Vorgehensmodell zum agilen Requirements Engineering vorgestellt, das sich stark an Scrum und an Techniken für verteiltes Scrum orientiert. Es besteht aus den drei Phasen Requirements Engineering, (Agile) Entwicklung und Dokumentation/Release.

Als wichtiges Gremium wird ein Stakeholder-Board neu eingeführt, das sich aus Stellvertretern der einzelnen Interessengruppen zusammensetzt. Seine wichtigste Aufgabe besteht in der Diskussion und Priorisierung der Epics – zusammenhängende fachliche Anforderungen, die größer als ein Release sind und einen Überblick über das Gesamtvorhaben ermöglichen. Dabei wird ein Priorisierungsverfahren genutzt, das sich am etablierten agilen Planning Poker zur Aufwandsschätzung orientiert.

Eine Evaluation des praktischen Einsatzes bei Dräger mittels Datenauswertung und Experteninterviews zeigte, dass sich das Verfahren sehr gut für agiles Requirements Engineering eignet.

In diesem Vortrag werden das Modell und die damit gesammelten Erfahrungen vorgestellt. Praktische Hinweise mit Checklisten, Erfolgsfaktoren sowie Tipps zur Durchführung ermöglichen es den Teilnehmern, das vorgestellte Modell für ähnliche betriebliche Situationen zu adaptieren und so auch im eigenen Unternehmen agiler bei der Anforderungsanalyse zu werden.

 

Prof. Dr. Joachim Sauer ist Sprecher des Fachbereichs Informatik und Studiengangsleiter des Bachelorstudiengangs Angewandte Informatik an der NORDAKADEMIE Elmshorn. Nach dem Studium zum Diplom-Informatiker an der Universität Hamburg promovierte er im Arbeitsbereich Softwaretechnik. In der Wirtschaft war er viele Jahre als Softwareentwickler und -architekt sowie als IT-Berater und Projektleiter tätig. Ein aktueller Forschungsschwerpunkt sind Digitalisierungsprojekte und hybride Vorgehensweisen bei der Softwareentwicklung.

 

M. Sc. Felix Schaeffer arbeitet als Global Process IT Expert an Anforderungen für die Plattform zur Service-Abwicklung des Medizin- und Sicherheitsherstellers Dräger. Nach erfolgreichem dualen Bachelorstudium an der NORDAKADEMIE startete er als IT-Consultant und übernahm später zusätzlich die Rolle als Junior Produktmanager. In beiden Rollen konnte er praktische Erfahrungen zum RE und zu unterschiedlichen Projektvorgehen sammeln. Der Fokus auf das RE und agiles Vorgehen wurde 2018 durch den Wechsel zu Dräger verstärkt.

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Darstellung, Verlinkung und Abstimmung von Anforderungen aus Sicht verschiedener „Kulturen“

Andreas Ditze
MID GmbH

Darstellung, Verlinkung und Abstimmung von Anforderungen aus Sicht verschiedener „Kulturen“

Der Referent des Vortrags interpretiert den Begriff „Kultur“ etwas freier und versteht darunter die verschiedenen Disziplinen ein einem Unternehmen. Vom Unternehmensarchitekten über den Prozessmanager bis zum Lösungsarchitekten und Datenbank-Administrator werden Anforderungen verwendet, um eine gewünschte Soll-Situation oder Änderung zu beschreiben. Jeder macht dies auf unterschiedliche Art und Weise. Sowohl der Einsatz als auch die Darstellung einer Anforderung ist verschieden. Egal ob es sich um eine Zeile in einem Tabellenblatt, ein viereckiges Kästchen auf einem Diagramm, ein Objekt in einer Datenbank oder ein Issue in einer Web-Anwendung handelt, alles sind Anforderungen aus Sicht ihrer Ersteller. Daraus ergeben sich die verschiedensten Herausforderungen für die Verlinkung, Abstimmung und Verbreitung der Anforderungen innerhalb eines Unternehmens und den verschiedenen Stakeholder. Der Vortrag stellt die verschiedenen Möglichkeiten der Darstellung von Anforderungen in den verschiedenen Werkzeugen vor und zeigt auf, wie eine Verlinkung und Abstimmung innerhalb eines größeren „Kulturkreises“ möglich ist.

 

Andreas Ditze ist im Rahmen der Geschäftsführung für den Produktbereich der MID verantwortlich und blickt auf 25 Jahre als Berater und Trainer für modellbasierte Vorgehensweisen und Modellierungswerkzeuge zurück. Nach Studium und einer siebenjährigen Tätigkeit als Softwareentwickler und Projektleiter kam er Ende 1997 zur MID. Seitdem berät er Unternehmen bei der Einführung und Umsetzung einer modellbasierten Strategie für Unternehmens- oder Applikationsentwicklung. Hier stehen die Innovator Enterprise Modeling Suite der MID und die darin unterstützten Notationen ArchiMate, BPMN und UML im Mittelpunkt. Aktuell betreut Andreas Ditze die Beauftragung der Schweizer Bundesverwaltung zur Einführung des MID Produktportfolios im Rahmen des Architektur- und Prozessmanagement.

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16:55

Validating the future in rail systems using IoT and model-based specifications

Andreas Korff
Parametric Technology GmbH

Randolf Berglehner
DB Netz AG

Validating the future in rail systems using IoT and model-based specifications

Level: advanced

The European initiative EULYNX standardizes the way safety-critical rail infrastructure systems are specified using model-based specifications to save costs and improve the quality. An important aspect is to execute the models for validating the behavior very early in the development cycle. The DB Netz AG, representing Deutsche Bahn in EULYNX, now goes one step further: In order to validate the compatibility of new systems with existing systems in the infrastructure environment, they have successfully connected specification models with real interlocking systems using PTC technology. The executable models generated from Windchill Modeler are connected via Thingworx to running interlocking systems, which are linked using Kepware. This allows to validate the specifications not only by domain experts as simulations but ensures that the new system will work within the given infrastructure. The result is a working model-in-the-loop setup using the early requirements viewpoint.

 

Andreas Korff has over 25 years of experience in the development of complex, real-time, safety- and mission-critical systems. Within PTC, his role as Director Business Development for MBSE involves him in the successful coordination of market trends, customer needs and the capabilities of PTC products and staff about model-based systems and software development in EMEA. Being member of OMG, PRoSTEP, GI, GfSE and INCOSE, he has written numerous articles, submissions and books and book contributions about UML, SysML, product line engineering and modelling methodologies. Within the Object Management Group, he contributes to several Revision Task Forces, like for OMG SysML.

 

Dipl. Inf. (FH) Randolf Berglehner working for the Deutsche Bahn, has more than 40 years of experience in process control and safety technics. Since several years he works as an expert in developing and using model-based Systems Engineering (MBSE) and formal methods in the rail-sector in national and international research projects.

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Service Design - Damit die „Citizen Journey“ nicht im Stau endet

Uwe Koblitz & Tobias Wellens
msg systems ag

Service Design - Damit die „Citizen Journey“ nicht im Stau endet

Level: Fortgeschrittene

Der öffentliche Sektor befindet sich in einem Umbruch zur digitalen Welt. Die Frage ist, wie die Dienstleistungen der öffentlichen Hand in diese neue Welt überführt werden können, um sowohl dem Kundenbedürfnis nach Zufriedenheit mit der Leistung, wie auch dem Behördenanspruch nach Effizienz und Effektivität zu entsprechen.

Service Design verspricht einen neuen Ansatz, die Qualität von Dienstleistungen zu steigern und den Weg in eine Dienstleistungsgesellschaft zu finden. Der Prozess von Exploration und Kreation baut auf einer Vielzahl von Methoden auf, die das RE in einer sehr frühen Phase der Anforderungsermittlung unterstützen. Der Vortrag greift verschieden Methoden des Service Design wie Persona, Customer Journey, Touchpoints und Service Maps auf und zeigt wie sie die Entwicklung von Prototypen beeinflussen.

Die Ergebnisse des Service Design realisieren sich im Programm Publikum der Landeshauptstadt München, das inzwischen mehr als 100.000 Kundentermine pro Monat in verschiedensten Behörden abwickelt. Der Vortrag geht auf die Herausforderungen in der Praxis ein und zeigt wie man zu besseren Dienstleistungen kommen kann.

 

Haupt-Referent Uwe Koblitz:
Ich arbeite als Projektmanager und stellvertretender Programmleiter im Programm Publikum zur Besuchersteuerung und setzte beim Kunden, mit dessen Unterstützung die Idee und die Methode Service Design ein. Als Lead Project Manager bei der msg betreue ich die Entwicklung des Beratungsprodukts Public Service Design.

 

Co-Referent Tobias Wellens:
Ich arbeite im Project Management Office des Programm Publikum zur Besuchersteuerung und wende dort im Zusammenspiel mit dem Kunden die Methoden des Service Design an. Als Associate IT- Consultant arbeite ich an der Entwicklung des Beratungsprodukts Public Service Design.

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Vollständigkeit und Konsistenz von Requirements durch non-intrusive Systembeobachtung

Martin Heininger
HEICON – Global Engineering GmbH

Dr. Alexander Weiss
Accemic Technologies GmbH

Vollständigkeit und Konsistenz von Requirements durch non-intrusive Systembeobachtung

Level: Experten

Auf den Nachweis der Vollständigkeit von Requirements wird in sicherheitsrelevanten Software-Projekten der Luftfahrt zukünftig ein immer größeres Augenmerk gelegt.

Die Daten- und Kontrollflussanalyse sowie die Analyse der strukturellle Source Code Überdeckung sind die zentralen Pfeiler für den Nachweis der Vollständigkeit.

Mit den bisherigen technischen Möglichkeiten war es kaum möglich einen Verbindung zwischen diesen Analysen und den Requirements herzustellen.

Die Verfügbarkeit der Non-intrusive Systembeobachtungsmethode schließt nun diese Lücke.

Diese Methode ermöglicht die Messung von Software internen Parametern, Variablen, strukturelle Überdeckung, Daten- und Kontrollflüsse während einer Testfahrt mit dem Auto oder dem Zug oder sogar während eines Testfluges.

Mit diesen Daten wiederum lassen sich dann hervorragende Rückschlüsse über die Vollständigkeit der zu implementierenden funktionalen und architekturellen Requirements ziehen. Der übliche Nachweis der strukturellen Coverage über Unittests und meist sehr Source Code nahen Low Level Requirements kann weitgehend entfallen. Diese non-intrusive Technologie hat das Potential über Jahrzehnte geprägte Software Entwicklungsprozessschritte zu revolutionieren.

 

Dipl.-Ing. (FH) Martin Heininger, ist seit Anfang 2018 Inhaber der HEICON – Global Engineering GmbH, einem Beratungsunternehmen für sicherheitsrelvante, software-intensive embedded Systeme.
Zuvor war er 12 Jahren als freiberuflicher Berater tätig. Er verfügt über 20 Jahre Erfahrung im Bereich Entwicklungsprozessen und Methoden. Besonderer Schwerpunkte bilden das Requirement Engineering und Test Engineering. Der Autor berät und betreut Projekte in der Luftfahrt, der Automatisierungs- und Bahntechnik sowie in der Automobilindustrie.

 


Dr.-Ing. Alexander Weiss studierte an der TU München den Diplomstudiengang Informationstechnik. Thema seiner an der TU Dresden abgelegten Dissertation war die effiziente Beobachtung von eingebetteten Prozessoren. Als Mitgründer und Geschäftsführer der Accemic Technologies GmbH arbeitet er aktiv an der Entwicklung von Systemen zur nichtintrusiven und kontinuierlichen Beobachtung und Laufzeit-Analyse von eingebetteten Anwendungen, insbesondere auch auf Mehrkern-Prozessoren.

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tba

tba

17:40

Pause

18:00

Keynote: NO LIMITS – Wie schaffe ich mein Ziel
Joey Kelly

Keynote: NO LIMITS – Wie schaffe ich mein Ziel

Joey Kelly, Unternehmer und Ausdauersportler referiert in seinem Vortrag eindrucksvoll seinen Lebensweg, den er mit Ausdauer, Zielen, Willen und Leidenschaft konsequent verfolgt.
Bislang absolvierte er über 50 Marathons, über 30 Ultramarathons, 9 Wüstenläufe, 3 Mal das Radrennen „Race Across America“ von der West- zur Ostküste der USA, insgesamt über 100 Marathons, Ultramarathons und Ironmans, sowie über 100 Halbmarathons, Kurzdistanztriathlons und -wettkämpfe. Bis heute hält er mit 8 IronMan-Triathlons innerhalb eines Jahres den Rekord.
In 17 Tagen und 23 Stunden durchquerte Joey Kelly im September 2010 Deutschland von Wilhelmshaven bis zur Zugspitze. Auf seinem 900 km langen Fußmarsch, ohne Geld, ernährte er sich nur von dem was die Natur ihm gab, täglich mindestens 50 km.
Im Winter 2010/2011 bestritt er mit Markus Lanz im deutschen Team den „Wettlauf zum Südpol“ in 10 Tagen legten sie eine Strecke von 400km zurück, bei Temperaturen bis zu -40 Grad, 100 Jahre nach dem legendären Wettkampf zwischen Scott und Amundsen.
2011 kehrte er nach 10 Jahren zum Badwaterrun, einem der härtesten Ultramarathons weltweit zurück, um seine damalige Laufzeit von 55:08 h mit unter 48 Stunden über 217 km Distanz zu verbessern, mit 43:22 h gelang ihm seine diesjährige Zielsetzung.
Es begann alles mit einer Wette, Ausdauersport als Ausgleich zu seiner Arbeit mit der legendären „Kelly Family“, die in den neunziger Jahren große musikalische Erfolge feierte, lehrten ihm mit absoluter Disziplin, viel Ehrgeiz, zielstrebig seine Ziele zu erreichen und sich zukunftsorientiert neue Ziele zu setzen.

Dies ist umso beeindruckender, wenn man sich vor Augen hält, dass Joey als Künstler, Manager und Familienvater einen Fulltimejob hat.
Gerade sein eisener Wille und seine Selbstdisziplin erlauben es ihm, Dinge zu leisten wie kein anderer. Alles ist bei ihm eine Sache des Kopfes, eine Frage der Selbstüberwindung, des konsequenten Umsetzens und des zielorientierten Handelns.

Weitere Informationen finden Sie unter www.joeykelly.de
oder über Facebook: www.facebook.com/JoeyKellyOfficial

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19:00

Get Together & Die Rotkäppchen-Show

19:30

Abendessen

20:30

Abendprogramm

08:00

Registrierung

08:55

Kurze Begrüßung

Keynote: Den Zufall in die Karten spielen lassen
Tobias Leisgang

Keynote: Den Zufall in die Karten spielen lassen

Nichts dem Zufall überlassen! Das ist die Devise in der Unternehmenswelt. Es werden Pläne geschmiedet, Risiken bewertet und Prognosen für die Zukunft erstellt. In einer immer komplexeren Welt steigt kontinuierlich der Aufwand für die Vermeidung ungeliebter Überraschungen.

Dabei können Zufälle ziemlich erfolgreich sein. Prominente Beispiele gibt es viele. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte, dass konsequente Vermeidung von Zufällen und Überraschungen dem Unternehmen schadet.

Sollten wir dem Zufall also eine Chance geben? Wenn ja, wie können wir eine Kultur schaffen, in der Überraschungen und Zufälle willkommen sind? Was machen wir mit den bösen Überraschungen? Die muss man doch trotzdem vermeiden, oder? Fragen über Fragen. Lass dich mit Antworten und Inspirationen überraschen!

 

Als CompanyPirate inspiriert Tobias Leisgang auf dem gleichnamigen Blog und in Vorträgen Menschen in Unternehmen neue Wege zu beschreiten. Er ist überzeugt, dass erfolgreiches und nachhaltiges Wirtschaften im 21. Jahrhundert radikale Veränderungen braucht.

Die Unternehmenswelt kennt Tobias bestens aus seiner hauptberuflichen Tätigkeit. Seit November 2018 verantwortet er bei einem globalen Automobilzulieferer Innovation mit externen Partnern - vom Konzern bis zum Startup. Vorher war er 15 Jahre bei einem amerikanischen Technologiekonzern in Rollen vom Entwickler bis zum Leiter System Engineering tätig und hatte dabei Einblick in Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen.

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10:00

Speed Presentations

10:25

Pause & Die Rotkäppchen-Show

Erfolg / Misserfolg
Raum Alois
Kommunikation
Raum Franz & Leo
Agiles RE
Nemetschek Haus
Aussteller
Raum Ludwig
11:00

Die Persona ist tot – es lebe der Mensch!

Dr. Franziska Wiebel
Agilienz

Die Persona ist tot – es lebe der Mensch!

Level: Fortgeschrittene und Experten

Klug und sinnvoll angewendet sind Personas ein wertvolles Tool. Gleichzeitig birgt die Entwicklung und Anwendung von Personas viele Fallen, durch die u.a. das wahre Nutzer- oder Kundenbedürfnis stark verfälscht werden kann und schlimmstenfalls ganz auf der Strecke bleibt. In jedem Fall ist die Persona ein Ergebnis, das eher methodisch, also durch den Prozess selbst und seine Vorannahmen entstanden und formuliert ist als anhand einer sinnhaften Erfahrung derjenigen, die auf Basis der entwickelten Personas arbeiten sollen. Selbst professionell erstellte Personas sind also „tot“, womit leicht eine grundlegende Frage aus dem Fokus gerät: Was braucht und wünscht sich eigentlich mein Kunde, einfach, weil er Mensch ist? Und was hingegen macht ihn deshalb schlichtweg sauer?

Ein einfaches, aber vielseitig fundiertes Modell unserer psychischen Grundbedürfnisse bietet einen sehr konkreten Ansatz, diese Fragen besser im Blick zu haben: Die Bedürfnisse sind schlicht allgemein menschlich und können dabei auf ganz verschiedene Weise erfüllt werden. Gleichzeitig eignet sich das Modell ganz praktisch für die Teamentwicklung, z.B. bzgl. Kommunikation, Teamresilienz und gelebte Vielfalt, insbesondere für agile Teams, stärkt also den Mitarbeiter als Menschen. - „Ein Plädoyer für XMV, LOBS und skyline-shaped personalities“, das dem Menschen auf beiden Seiten mehr Raum gibt.

 


Dr. Franziska Wiebel ist freiberufliche Trainerin und Coach rund um die Themen Scrum, Resilienz und Agiles Mindset. Herzensangelegenheit ist ihr dabei, nachhaltige Impulse zur Entwicklung und Stärkung eines gesunden, produktiven und zukunftsfähigen Arbeitsklimas zu setzen, in dem Wertschätzung, Selbstentwicklung und engagiertes Miteinander groß geschrieben werden. Als schon immer sehr bewusste „Verbraucherin“ begeistert sie dabei das agile Prinzip der konsequenten Wert(e)- und Nutzerorientierung.
Auf dem Hintergrund langjähriger Berufserfahrung in biomedizinischer Grundlagenforschung und Pharmazeutischer Industrie ist sie zertifiziert u.a. als Businesstrainerin, Teamentwicklerin, Systemischer Coach, Change-Managerin und Professional Scrum Master/Product Owner.

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"Herr Agilist, eine Planung bitte!" - Wie man mit Analyse die agile Projektplanung unterstützt

Kirsten Krischke & Victoria Mittelbach
MID GmbH

"Herr Agilist, eine Planung bitte!" - Wie man mit Analyse die agile Projektplanung unterstützt

Level: Fortgeschrittene

In agilen Entwicklungsprojekten ist die Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich und der Entwicklungsmannschaft ein entscheidender Faktor, um erfolgreich das gewünschte Produkt zu entwickeln. Von Anfang an ist dabei ein disziplinenübergreifendes Denken wichtig, bei dem sowohl die fachlich erforderlichen Prozesse als auch die technischen Herausforderungen berücksichtigt werden.

Eine agile Vorgehensweise bedeutet generell, dass es viele Feedbackschleifen gibt, in denen sich im Vergleich zur klassischen Vorgehensweise der Fachbereich und die IT über das zu entwickelnde Produkt abstimmen. Doch erfolgreich muss man damit noch lange nicht sein. Denn fehlt für einen Iterationszyklus eine gemeinsame Vision, wird es schwierig das anvisierte Ziel zu erreichen. Zusätzlich ist es aus Projektlenkungssicht auch bei einer agilen Arbeitsweise notwendig, Aussagen über die Zeitschiene des Entwicklungsvorhabens zu treffen, um damit Budget und Ressourcen bereitzustellen. Budget und Ressourcen, die die Freiräume schaffen, die gemeinsamen Ziele zu erreichen.

Anhand eines Praxisbeispiels wird gezeigt, wie beginnend mit der Scopeklärung bis hin zur konkreten Ableitung einer Roadmap ein disziplinenübergreifender Plan erarbeitet werden kann, der allen Beteiligten beim Zusteuern auf ein gemeinsames Ziel hilft.

 

Kirsten Krischke, Managing Consultant bei der MID GmbH, hat den Schwerpunkt Requirements Engineering, Fachliche Analyse und Modellierung von Business-Anwendungen. Sie blickt auf über 14 Jahre Erfahrung in komplexen Softwareentwicklungsprojekten in den Branchen Öffentliche Verwaltung und Gesundheitswesen zurück. Dabei begleitete sie sowohl klassisch als auch agil geführte Entwicklungsvorhaben, arbeitete eng mit den Bedarfsträgern des zu entwickelnden Systems zusammen und fungierte an der Schnittstelle zwischen Fach- und IT-Bereich. Neben den Projekttätigkeiten leitet sie ein Team aus Consultants, die vorwiegend in der fachlichen und technischen Analyse im agilen Umfeld tätig sind und ist für die MID mit verantwortlich für das Geschäftsfeld Requirements Engineering / Business Analyse.

 


Victoria Mittelbach, Managing Consultant bei der MID GmbH, leitet ein Team aus Consultants, das schwerpunktmäßig im agilen Umfeld und in der Analyse tätig ist. Sie ist mit verantwortlich für das Geschäftsfeld Agile Consulting und besitzt selbst langjährige Erfahrung in agilen Projekten, der Analyse und dem Requirements Engineering sowie der Software Architektur – überwiegend in der Öffentlichen Verwaltung. Dabei begleitete sie verschiedene agile Softwareentwicklungsprojekte als Product Owner oder Solution Architect und agierte an der Schnittstelle zwischen dem Fachbereich und der Entwicklungsabteilung.

Derzeit sind Kirsten Krischke und Victoria Mittelbach in einem Neubau-Projekt zur Ablösung eines Legacy Systems eingesetzt, welches von einem agilen Vorgehen, einer Domänen-basierten Microservice-Architektur und einer starken Anwendereinbindung geprägt ist. In diesem Projekt, welches für den Vortrag als Praxisbeispiel dient, ist Kirsten Krischke als strategischer Requirements Engineer und Victoria Mittelbach als Product Owner tätig.

HMI 2030 – Zukunftsszenarien und aktuelle Anforderungsgestaltung

Jessica Fritz
Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik

HMI 2030 – Zukunftsszenarien und aktuelle Anforderungsgestaltung

Level: Fortgeschrittene

Als wissenschaftlich-technischer Fachverband an den Schnittstellen von Informationstechnik, Elektrotechnik/Elektronik und Automatisierungstechnik befasst sich der VDE unter anderem mit der Gestaltung der Mensch-Maschine-Schnittstelle (MMS) für neue digitale Technologien am Arbeitsplatz in der Produktion. Er bietet seit Anfang 2019 Experten aus dem Bereich MMS eine neutrale Plattform an, neu zu definierende Gestaltungsbedarfe über Firmengrenzen hinweg zu entwickeln und sich über zukünftige Praxis-Anwendungen auszutauschen. Die sich daraus ableitenden Ergebnisse fließen unter anderem ein in die Überarbeitung der EU-Maschinenrichtlinie, neue Normenwerke sowie Handlungsempfehlungen für die Politik.

Die VDE-Expertengruppe „Gestaltungsregeln für digitale Technologien an der Mensch-Maschine-Schnittstelle in der Fabrikhalle“ hat dafür sechs Anwendungsszenarien identifiziert:

  1. Die Kooperation mehrerer Nutzer in unterschiedlichen Rollen (Hersteller, Dienstanbieter, Betreiber) beim Maschineneinsatz
  2. Der Umgang mit selbstlernenden, adaptiven Systemen am Beispiel fahrerloser Transportsysteme
  3. VR/AR in der Wartung und bei Assistenzsystemen
  4. Der Umgang mit Unterschieden zwischen Kulturen, Milieus, Generationen, Bildungsniveaus, Überforderungsschwellen
  5. Die Maschine als Lernort
  6. Intelligente Unterstützung in Ausnahmesituationen

Im Vortrag werden die vertieften Ergebnisse der Arbeitsgruppe für die Use Cases vorgestellt. Dabei wird auch auf die Fragestellung eingegangen, welche vorliegende Prozessschritte der Normung und Standardisierung umgesetzt werden, damit relevanten Regelwerke für die Gestaltungsregeln der Mensch-Maschinen-Schnittstelle für die digitale Zukunft angepasst werden.

 

Jessica Fritz arbeitet seit 2018 als Managerin digitale Technologien und Services beim VDE. Als Ingenieurin der Computerwissenschaften betreut sie die Themen Mensch-Maschinen-Interaktion sowie Cybersecurity. Zuvor war sie bereits seit 2013 als Projektmanagerin und Normungsreferentin bei VDE|DKE tätig.

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11:00 Ein paar Millionen Worte später - Text Analytics für die Qualitätssicherung von Anforderungen in der Praxis

Dr. Henning Femmer
Qualicen GmbH

Ein paar Millionen Worte später - Text Analytics für die Qualitätssicherung von Anforderungen in der Praxis

In Wissenschaft und Praxis herrscht mit Sprachassistenten und automatischen Übersetzern die Stimmung einer Zeitenwende - alles ist möglich, oder?
Wir setzen Natural Language Processing (NLP) Techniken seit vielen Jahren bei mittlerweile über 60 Projekten in Automotive und Versicherungsbereich täglich zur Qualitätssicherung von Software ein. Beispiele sind die automatische Prüfung von Anforderungen, Testgenerierung aus User Stories oder automatisierte Traceability Analysen.
Dabei ergibt sich ein etwas differenzierteres Bild.
In diesem Vortrag zeigen wir auf, was der Stand der Technik ist, was praktisch noch nicht geht und was (unserer Meinung nach) niemals gehen wird. Damit wollen wir die großen Chancen der Textanalyse aufzeigen ohne in unrealistische Erwartungen oder gar Buzzwords zu verfallen.

 


Dr. Henning Femmer leitet als Mitgründer den Bereich Requirements Engineering bei der Qualicen GmbH. Dabei hilft Henning unterschiedlichsten Firmen, Qualität zu verstehen und pragmatisch zu steuern. Er hat im Bereich Software Engineering an der Technischen Universität München promoviert und ist in verschiedensten wissenschaftlichen Gremien tätig. Henning ist häufig Speaker auf nationalen und internationalen Konferenzen, zuletzt ist er auf den Software Quality Days zu den besten Vortragenden gewählt worden.

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11:25 Bauen wir ein Produkt oder ein System?

Dr. Marcus Winteroll
oose Innovative Informatik eG

Bauen wir ein Produkt oder ein System?

Wir nehmen Anforderungen für Software- oder IT-Systeme auf, doch in Scrum ist von Product Backlog und Product Owner die Rede, selten von Systemen. Ist das nur eine sprachliche Variante oder steckt mehr dahinter? Tatsächlich ist dieser Unterschied wesentlich für den Blick auf das, was wir entwickeln und hilft uns, den Kunden stärker in den Fokus zu nehmen!

Dr. Marcus Winteroll ist Mitglied der oose Innovative Informatik eG und beschäftigt sich als Trainer und Berater mit der Analyse sowie Verbesserung von Geschäfts- und Entwicklungsprozessen. Dazu setzt er auf agile Methoden; aber auch die klassischen Vorgehensweisen sind ihm aus seiner langjährigen Erfahrung als Projektleiter, Prozessmanager, Analytiker, Qualitätssicherer und Entwickler vertraut. Seine Erfahrungen berichtet er als Sprecher auf Konferenzen und Autor von Fachartikeln.

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11:55

Reifegradmodell für empirisches Requirements Engineering

Veit Joseph & Renate Böck
Datev eG

Reifegradmodell für empirisches Requirements Engineering

Level: Fortgeschrittene

Traditionelle Reifegradmodelle werden den Anforderungen an Requirements Engineering im agilen Umfeld nicht mehr gerecht. Wir stellen Ihnen heute eine Möglichkeit vor, wie eine Reifegraderhebung in einem Softwareunternehmen aussehen kann.

 

Veit Joseph ist bei der DATEV eG in einer zentralen Einheit als Requirements Engineer tätig. Sein Schwerpunkt ist hierbei die Ausbildung und Qualifikation von Requirements Engineers in den Teams und die generelle Professionalisierung der Disziplin.

 

Renate Böck ist bei der DATEV eG in einer zentralen Einheit als Requirements Engineer tätig, die die Professionalisierung der Disziplin vorantreibt. Ihre Schwerpunkte liegen hierbei auf Organisation der Community und auf der Ausbildung und Qualifizierung der Requirements Engineers.

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Kulturschock: Wenn "Generation Z" auf "alte Hasen" trifft

Nadine Knur
HOOD GmbH

Kulturschock: Wenn "Generation Z" auf "alte Hasen" trifft

Level: Anfänger und Fortgeschrittene

Wie kann eine erfolgreiche Zusammenarbeit trotz unterschiedlicher Mindsets und Prägungen gelingen?

In vielen Unternehmen arbeiten derzeit vier Generationen von Kollegen unter einem Dach. Mit Mitte 20 tritt nun die jüngste ins Büro. Selbstbewusst, effizient, leicht desillusioniert und online gebildet - so das Bild der Generation Z. Ihr wird zugeschrieben, den Weg des geringsten Aufwandes zu gehen, um ihr Ziel zu erreichen. Sie schätzt Unabhängigkeit, freies Wissen und ist in eine High-Tech- und bewegt sich in einer stark vernetzten Welt mit eigenen Kommunikationskanälen. Schwer vorstellbar, dass sie sich auf die Arbeit mit Lasten- und Pflichtenheften oder einer Traceability Matrix einlassen würde.

Generation Z liebt unabhängige Arbeitsumgebungen und erwartet Loyalität. Dabei hat sie mehr mir ihren globalen gleichaltrigen Mitstreitern gemeinsam, als mit den Kollegen der Generation Babyboomers, den "alten Hasen" ihres Unternehmens.

Diese unterschiedlichen Mindsets, gemischt mit bspw. Vorurteilen der anderen Generation gegenüber, Angst um Machtverlust, Verständnislosigkeit gegenüber festen Strukturen, bergen Konflikte, die eine effiziente Zusammenarbeit stören und stehen damit Unternehmenserfolg und innovativer Entwicklung im Weg.

Kommen Sie mit auf die Reise zu den Generationsprofilen von Babyboomers bis zur Generations Z. Schärfen Sie dabei das Verständnis der einzelnen Handlungsmotive und diskutieren Sie die Lösungsstrategien für eine erfolgreiche und harmonische, agile Zusammenarbeit im RE.

 


Nadine Knur ist ein Mensch mit breit gestreuten Interessen und Talenten. Eine begeisterungsfähige, optimistische Generalistin.

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Hybrides Systems Engineering im SAFe (Scaled Agile Framework)

Stefan Rölle
Ibeo Automotive Systems GmbH

Hybrides Systems Engineering im SAFe (Scaled Agile Framework)

Level: Fortgeschrittene

Vorrangiger Inhalt des Vortrags ist es, Methoden und Lösungsansätze für alle Aktivitäten rund um das Systems Engineering zu vermitteln. Besonderer Fokus wird dabei auf die Integration von Dokumentations-Techniken in SAFe (Scaled Agile Framework) gelegt. Ziel ist es, die Zuhörer auf typische Fallstricke und die unterschiedliche Behandlung von Soft- und Hardware-Dokumentation (bei jeweils agiler Arbeitsweise, jedoch verschiedener Definitions of Done von den erzeugten MVPs) hinzuweisen sowie Lösungsansätze für die Implementierung im eigenen Unternehmen aufzuzeigen.

 

Nachdem Stefan Rölle einige Jahre Unternehmen unterschiedlichster Branchen im Bereich des Requirements Engineering für die Sophist GmbH beraten, unterstützt und geschult hat, ist er aktuell bei der Ibeo Automotive Systems GmbH Corporate Systems Engineering Manager und somit für die Definition und das Vermitteln der unternehmensweiten Prozesse rund um das Systems Engineering zuständig. Bestandteil dessen ist ebenso die toolseitige Abbildung der Prozesse im Modellierungs- und Requirements Management-Tool.

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11:55 Ein Tool, das mitdenkt – Anforderungsmanagement im Jahr 2020

Dr. Sebastian Adam
OSSENO Software GmbH

Ein Tool, das mitdenkt – Anforderungsmanagement im Jahr 2020

Word, Excel, JIRA, Confluence, TFS, Polarion, DOORS und Integrity sind vermutlich die bekanntesten Tools, die derzeit für das Anforderungsmanagement eingesetzt werden. Ob der jeweilige Einsatz im Unternehmen darauf beruht, weil das Tool eh schon (seit langem) im Haus ist, scheinbar damit am wenigsten Lernaufwand besteht, es gerade „hip“ zu sein scheint oder fachliche Gründe dafürsprechen, sei einmal dahingestellt.
Im Jahr 2020, in dem KI und Digitalisierung immer mehr Einzug in unseren (Berufs-) Alltag haben, stellt sich jedoch die Frage, ob es inzwischen nicht auch smartere Tools gibt, um Requirements Engineering effektiv und effizient durchführen zu können. Immerhin ist ja RE trotz seiner enormen Wichtigkeit kein Selbstzweck und es macht folglich Sinn, den Aufwand hierfür möglichst gering zu halten, ohne jedoch an der Wirksamkeit Abstriche machen zu müssen.
In unserem Vortrag möchten wir deshalb aufzeigen, was zeitgemäßes Anforderungsmanagement im Jahr 2020 bedeutet und wie ein mitdenkendes Tool wie ReqSuite® RM die Arbeit im Requirements Engineering signifikant vereinfachen und gleichzeitig zu besserer Qualität beitragen kann.


Dr. Sebastian Adam ist Geschäftsführer der OSSENO Software GmbH und operativ für die Bereiche Produktinnovation und Marketing verantwortlich. Vor seiner Zeit bei OSSENO arbeitete er 10 Jahre lang als Berater, Wissenschaftler und Teamleiter für Requirements Engineering am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE). Dr. Adam hat bereits mehrere Duzend Unternehmen begleitet und verfügt über branchenübergreifende Best Practices bezüglich der Einführung und Durchführung von Requirements Engineering.

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12:20 Automatisiert vom Requirement zur Testimplementierung

Peter Nicke
PiRo Systems Engineering GmbH

Automatisiert vom Requirement zur Testimplementierung

Ressourcen, Zeit, Kosten und potentielle Qualitätsprobleme … Es gibt diverse Fallstricke und Herausforderungen wenn aus Anforderungen Testfälle und Testimplementierungen abgeleitet werden. Was wenn man den Prozess automatisieren könnte?
Mit Hilfe unsere Methoden und Lösungen wird genau das erreicht. Die fundamentale Idee basiert auf der Kombination einer einheitlichen Semantik und einer intelligenten Datenbank anstatt eines einfachen Glossars. Die smaagile® tool suite integriert sich dabei in die bestehende Toollandschaft und erweitert diese methodisch.

 


Peter Nicke: Gründer der PiRo Systems Engineering GmbH unterstützt Firmen bei der Handhabung komplexer Entwicklungsprojekten im Bereich Systems Engineering. Mit innovativen Methoden und Prozessen versucht er die unterschiedlichsten Entwicklungsartefakte (Anforderungen, Modelle, FMEAs, Architekturen, …) auf einen Nenner zu bekommen und die Entwicklung ein wenig smarter zu machen.
Als diplomierter Physiker interessiert er sich nicht nur für die Anforderungen, sondern auch für die Technik und das Produkt selbst.

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12:40

Mittagspause & Die Rotkäppchen-Show

14:00

The proof of the pudding is in the eating

Daniela Fenzel
SOPHIST GmbH

Thomas Neumann
SICK AG

The proof of the pudding is in the eating

Level: Fortgeschrittene

Mit gutem Willen, alten Anforderungen und einem neuen Tool als Basis haben sich Thomas Neumann (SICK AG) und Daniela Fenzel (SOPHIST GmbH) aufgemacht, das Gefüge der Anforderungen im Neuentwicklungsprojekt STAR der SICK AG zu erneuern. Am Anfang stand die Entscheidung bei SICK, das alte RM-Tool abzulösen und ein neues Tool einzuführen.

Der perfekte Zeitpunkt um das mit den Requirements auch gleich besser zu machen.

Für STAR hat das bedeutet, als ersten Schritt die zwei Säulen der Dokumentation zu vereinen und aus der Spezifikation des Benutzerinterfaces und der Spezifikation des technischen Gerätes eine Systemspezifikation zu machen. Frühzeitig wurden Reviewschleifen in das bereits gelebte agile Vorgehen eingepasst, was eine frühe Einbindung aller Stakeholder vom Produktmanagement bis zur Domain-Entwicklung ermöglichte. Nebenbei war zu beachten, dass es sich um ein sicherheitskritisches System handelt und dementsprechend keine Informationen verloren gehen sollten, Normen beachtet werden mussten und noch externe Prüfinstitute eingebunden werden mussten.

Daniela Fenzel

Ich bin Beraterin und Trainering für Requirements Engineering bei den SOPHISTen. Im Projekt habe ich methodisch und operativ unterstützt.

 


Thomas Neumann

Product Owner HMI bei der SICK AG. Im Projekt Ansprechpartner für inhaltliche Fragen und methodische Festlegungen sowie Sprachrohr zu den Stakeholdern.

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Organisatorische und kulturelle Herausforderungen des RE in Netzwerken

Marian Mistler & Nadine Schlüter
Bergische Universität Wuppertal

Organisatorische und kulturelle Herausforderungen des RE in Netzwerken

Level: Fortgeschrittene

Der Beitrag hat das Ziel, den im DFG-Projekt ReMaiN neu entwickelten Ansatz zum Requirements Management in unternehmensübergreifenden Netzwerken (FKZ: WI 1234/28-1) vorzustellen sowie dessen organisatorischen und kulturellen Herausforderungen in der Anwendung. Somit fokussiert der Beitrag hauptsächlich das Konferenzthema „Kommunikationskultur“. Der neu entwickelte ReMaiN-Ansatz ist das Ergebnis umfassender wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Literatur und der beispielhaften Anwendung von Use-Cases. Die Ergebnisse wurden mit der deutschen Industrie innerhalb von drei Iterationszyklen diskutiert und reflektiert, um Bedenken als auch Wünsche im neuen ReMaiN-Ansatz zu berücksichtigen. Im Vortrag werden hauptsächlich vier Themenfelder adressiert, die Schaffung von Transparenz, ein gemeinsames Metamodell zur Produktentwicklung, eine einheitliche Vorgehensweise im Anforderungsmanagement und die Zuordnung sowie Einbindung von bekannten Methoden in die Vorgehensweise. Hinsichtlich dieser Themenfelder werden im Vortrag kulturelle und organisatorische Problemstellungen herausgestellt und gleichzeitig aufgezeigt, welchen Beitrag der ReMaiN-Ansatz zur Problemlösung leisten kann.

 

Marian Mistler(M.Sc.) studierte Sicherheitstechnik und Qualitätsingenieurwesen an der Bergischen Universität Wuppertal. Er arbeitet seit August 2018 an dem Fachgebiet Produktsicherheit und Qualität der Bergischen Universität Wuppertal. Am Fachgebiet leitet er in der Lehre die Übungen Requirements Engineering und Q-Tools Prozesse, ist dem DFG-Projekt ReMaiN involviert und beschäftigt sich im Rahmen seiner Dissertation intensiv mit dem Thema modellbasiertes agiles Anforderungsmanagement für Organisationen.

 

PD Dr.-Ing. habil. Nadine Schlüter, studierte Logistik an der Universität Dortmund und promovierte 2013 an der Bergischen Universität Wuppertal. Sie habilitierte dort 2017 im Fach „Generic Systems Engineering“ und ist derzeit als Oberingenieurin am Fachgebiet Produktsicherheit und Qualität für nationale und internationale Forschungsprojekte im Themengebiet Anforderungsmanagement verantwortlich.

Clash of Cultures: Agility meets Automotive Engineering

Gunnar Harde
Automotive Quality Institute GmbH

Clash of Cultures: Agility meets Automotive Engineering

Level: Fortgeschrittene

Die Automobilindustrie hat sich in der Vergangenheit durch immer weiter perfektionierte Entwicklungs- und Qualitätsprozesse ausgezeichnet. In Zeiten disruptiver Veränderungen und weiter beschleunigter Digitalisierung stößt diese Ingenieurskunst jedoch an ihre Grenzen. Agilität hält nun in der Automobilindustrie Einzug, primär in der Enterprise-IT, zunehmend auch in der Fahrzeug- und Komponentenentwicklung.

Dabei treffen Welten aufeinander: Scrum-Master auf Functional Safety Engineers, iterative Entwicklungen auf ausgereifte Produktentstehungsprozesse, autonome Teams auf ausgetretene Eskalationspfade.

Gerade wenn es um die Entwicklung Safety- und Security-kritischer Bauteile geht, stehen die agilen Teams in der weit verzweigten Lieferkette vor großen Herausforderungen: Wie lassen sich die Inkremente in den phasengetriebenen Fahrzeugentwicklungsprozess einsteuern? Wie mit Branchenstandards wie Automotive SPICE oder den etablierten Quality Gates umgehen? Was, wenn Produktanpassungen neue, teure Werkzeuge erfordern?

Die Entwicklungen von Komponenten - angefangen von einfachen mechanischen Bauteilen über Motoren und Getriebe bis hin zu vernetzten Infotainmentsystemen - sind zu vielfältig, als dass die Frage nach agil oder nicht agil oder nach dem richtigen agilen Entwicklungsansatz pauschal zu beantworten wäre. Das Ergebnis: eine Adaption agiler Praktiken und Frameworks, nicht selten an der Grenze zur agilen Folklore.

Der Beitrag zeigt das Spannungsfeld zwischen Agilität und klassischer Produktentwicklung in der Automobilindustrie und skizziert Lösungsansätze. Im Fokus dabei Themen wie Reifegradabsicherung oder agile Kooperation.

 


Gunnar Harde arbeitet seit vielen Jahren als IT-Berater, Manager von IT-Projekten und als Product-Owner. Er ist zertifizierter ScrumMaster (CSM), Scrum-Product-Owner (CSPO) und Scrum-Professional (CSP-PO).
Gunnar Harde verantwortet als Mitarbeiter des Automotive Quality Institute die Themen Agilität, Automotive Cybersecurity und Over-the-Air Softwareupdates. Er berät den Verband der Automobilindustrie (VDA) und Unternehmen der Automobilindustrie zu diesen Themen. Derzeit entwickelt er maßgeblich Lösungen zur Umsetzung der UNECE-Anforderungen hinsichtlich Cybersecurity und Softwareupdates.

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14:00 Sicher mit SAFe® – agiler werden im regulierten Umfeld

Axel Höner
microTOOL GmbH 

Sicher mit SAFe® – agiler werden im regulierten Umfeld

Agilität ist im Trend. Wenn viele Teams zusammenspielen, helfen dabei Skalierungs-Frameworks wie SAFe®. Aber wie erzielt man gleichzeitig Konformität mit Normen in regulierten Branchen? Blockdiagramme der SysML ermöglichen die nachvollziehbare und versionssichere Verknüpfung von Anforderungen mit Architekturblöcken und Code-Dateien. Der Vortrag zeigt, wie man agiles Vorgehen nach SAFe® um Usability Tests und Risikomanagement erweitert, um der Gefährdung durch Anwendungs- und Softwarefehler vorzubeugen und die Sicherheit von Menschen zu gewährleisten.

 


Axel Höner ist Diplom-Mathematiker (FH) und bei der microTOOL GmbH als Senior Consultant tätig. Er ist Experte für die Einführung von objectiF RPM und in-STEP BLUE. Als Certified Professional for Requirements Engineering (FL) nach IREB® und zertifizierter Scrum Master gilt sein besonderer Fokus dem Requirements Engineering und der agilen Planung und Steuerung. Seine langjährige Berufserfahrung und die Zertifizierung zum Projektmanagement Fachmann GPM (IPMA Level D) machen ihn zu einem geeigneten Partner bei der Analyse von Projektmanagementprozessen und deren Umsetzung in Tools.

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14:25 Effizientes Anforderungsmanagement für komplexe Produktentwicklung

Kay Fuhrmann
Micro Focus / QualityPark

Effizientes Anforderungsmanagement für komplexe Produktentwicklung

Die Entwicklung von komplexen Produkten stellt hohe Anforderungen an das Anforderungsmanagement in Bezug auf Themen wie Re-use, Variantenmanagement und Parallele Entwicklung dar. Die Komplexität erhöht sich weiter durch die Einführung von hybriden Entwicklungsprozessen und den notwendigen Support von Safety Standards. Anhand von konkreten Beispielen aus der Luftfahrt- und Automobilindustrie wird gezeigt, wie diese Themen effizient mit Hilfe von Micro Focus Dimensions RM gemeistert werden können.

 


Kay Fuhrmann ist als Geschäftsführer bei QualityPark und Product Director bei Micro Focus seit fast 20 Jahren in den Bereichen Requirements, Test und ALM  sowohl im traditionellen wie auch im agilen Umfeld aktiv.
Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit bildet die Einführung von Requirements Engineering Methoden und Tools in Großunternehmen, wobei er auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz aus vielen internationalen Projekten zurückgreifen kann. Sein Spezialthema ist die Integration des Anforderungsmanagements in den Development Lifecycle.

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14:55

Unternehmenskultur zum Anfassen! Wie kann ich Kultur messen und welches Kulturprofil unterstützt erfolgreiches (agiles) RE?

Prof. Dr. Lars Baumann
Hochschule Hannover

Artur Strasser
time2market

Unternehmenskultur zum Anfassen! Wie kann ich Kultur messen und welches Kulturprofil unterstützt erfolgreiches (agiles) RE?

Level: Fortgeschrittene

Im Vortrag stellen wir verschiedene Kulturmodelle vor, mit denen die wesentlichen Eigenschaften einer Organisation, die eine Unternehmenskultur beeinflussen, greifbar werden. Zusätzlich benennen wir empirisch belastbare Ansätze, die es erlauben die Kultur von Personengruppen und somit von Organisationen zu bestimmen und quantitativ messbar zu machen. Auf Basis dieser konkreten Messwerte kann eine zielgerichtete Diskussion in Organisationen geführt werden, welche Einflüsse auf das (agile) RE zu erwarten sind und ob beispielsweise ein agiles Vorgehen angemessen und sinnvoll ist. Im Rahmen des Vortrages werden auch Erfahrungen mit diesen Messwerten aus Praxisprojekten vorgestellt. Das Oberziel ist, den Teilnehmern auf der Basis von empirisch belastbaren Ansätzen praktische Handlungsempfehlungen mitzugeben, um den Faktor Kultur zu bestimmen und positiv für das agile und klassische RE zu beeinflussen.

 


Prof. Dr. Lars Baumann ist Hochschullehrer und forscht seit 2007 zum Thema kulturelle Einflüsse auf die Projektarbeit und das Requirements Engineering. Aktuell liegt sein Forschungsschwerpunkt auf Einflussfaktoren in Organisationen aus dem Südostasiatischen Kulturraum. Mit seiner Unternehmensberatung ist er in agilen Projekten tätig und unterstützt Teams als agiler Coach.

 


Artur Strasser ist Geschäftsleiter von time2market, einer agilen Organisation aus Hannover. Artur unterstützt seine Kunden aus den Branchen Automotive, Banken und Versicherungen und E-Commerce bei der agilen Transformation und ist insbesondere als agiler Coach und Trainer für Führungskräfte und Teams tätig. Er hält regelmäßig Vorträge bei verschiedensten etablierten Konferenzen (REConf, PM-Forum, Manage Agile, Scrum-Day, Agile Beyond IT, etc.) und ist an mehreren Hochschulen als Dozent tätig.

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10 visuelle Quick-Hacks für bessere Kommunikation

Daniel Reinold & Christian Botta
Visual Braindump

10 visuelle Quick-Hacks für bessere Kommunikation

Level: Fortgeschrittene

Visual Braindump zeigt Ihnen, wie Sie die Kommunikation im Projektalltag mithilfe von visuellen Werkzeugen vereinfachen. Von Moderationstipps bis hin zum Aufbau einer „Learning Wall“ erlernen Sie verschiedenste „Quick-Hacks“, die Sie sofort für sich adaptieren und einsetzen können. Erfahren Sie am lebenden Objekt, wie Sie mit Maps, Canvas & Boards Themen besser strukturieren und Inhalte leichter vermitteln können. Lernen Sie mit Hilfe der "wann-zeichne-ich-was-Matrix“, wie Sie Informationen in Präsentationen oder Vorträgen zielgerechter präsentieren und Inhalte je nach Bedarf emotional, rational oder praktisch darstellen. Finden Sie in unserem Beitrag visuelle Goldstücke, die sich schnell und mit geringen Kosten realisieren und einsetzen lassen. Wir garantieren Ihnen Spaß und spannende neue Erkenntnisse!

 

Mit über 10 Jahren Erfahrung im Bereich der Projekt- und Teamleitung gründete Daniel Reinold 2015, gemeinsam mit Christian Botta, die Firma Visual Braindump.
Visualisierung, Scrum und Design Thinking bilden den Kern seiner Arbeitsweise. Entrepreneurship ist sein Antrieb. So als Crypto Enthusiast, Blogger und Autor. In seinen Vorträgen, Seminaren und Coachings begeistert er seine Kunden damit, dass er komplexe Themen verständlich präsentiert und sofort umsetzbare Lösungsansätze vermittelt.

 

Christian Botta, Jahrgang 1972, ist studierter Informationswissenschaftler und Chemie-Ingenieur. Seit 2000 ist er als Projektmanager und Berater in diversen IT-Projekten tätig, darüber hinaus arbeitet er als Dozent, Trainer und Coach. Er verfügt über Zertifizierungen sowohl im klassischen Projektmanagement (PMP) als auch im agilen Umfeld als Scrum Master und Product Owner. Als Mitbegründer er Firma Visual Braindump hat er sich zum Ziel gesetzt die Themen Visualisierung und Management näher zusammenzubringen, denn oft sagt ein Bild mehr als 100 Konzeptseiten.

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Komplexe Produkte agil entwickeln dank Modellierung

Dr. Michael Jastram
Jama Software

Komplexe Produkte agil entwickeln dank Modellierung

Level: Fortgeschrittene

Komplexe Produkte bestehen aus Hard- und Software, werden im Team entwickelt und müssen oft regulatorische Vorschriften einhalten. Das macht es schwer, die agilen Prinzipien als auch die des Systems Engineering anzuwenden.

Das ist ein Jammer, denn die Vorteile von agilen Ansätzen bleiben damit auf der Strecke: (1) Schnelleres reagieren auf Kundenanforderungen oder neue Technologien, wodurch die Marktakzeptanz und Erfolg des Produktes erhöht wird; (2) Minimieren des Entwicklungsrisikos durch kurze Entwicklungszyklen, wodurch Fehler frühzeitig entdeckt und behoben werden können. (3) Kontinuierliche Entwicklung, wodurch die Mitarbeiter besser ausgelastet werden.

Abhilfe schafft ein Umdenken, bei dem alle Artefakte der Produktentwicklung als Modelle (oft leichtgewichtige) gesehen werden. Dieses Umdenken schafft Strukturen, die agiles Arbeiten drastisch erleichtern.

Im Projektteam muss ein Umdenken stattfinden und verstanden werden, dass eigentlich alle Artefakte der Produktentwicklung Modellelemente sind. Dieses Umdenken hilft, die Beziehungen zwischen den Elementen besser zu erkennen und für agiles Arbeiten zu nutzen. Auch – oder gerade – bei komplexen Produkten.

 

Dr. Michael Jastram ist Systems Engineer mit Schwerpunkt auf die Anforderungsmodellierung. Heute ist er für Jama Software als Senior Solutions Architect tätig. Er ist Gründer und Projekt Lead des Eclipse Requirements Modeling Frameworks, einem Open Source-Projekt zur Anforderungsmodellierung, das als Referenzimplementierung den offenen ReqIF-Standard umsetzt. Dieses Wissen verbreitet er über die ReqIF.academy, einer Online-Bibliothek rund um den Austausch von Anforderungen.

Als Advokat für Offenheit teilt er sein Wissen über Bücher, Fachartikel, Vorträge und als Veranstalter, sowie über seinen wöchentlichen deutschsprachigen Blog Systems Engineering Trends und den englisch-sprachigen Formal Mind Blog. Weiterhin ist er Mitveranstalter der GfSE systems.camps, als auch Gründer des rheinjug e.V., der Düsseldorfer Java User Group. Herr Jastram hat über zwanzig Jahre Berufserfahrung, davon zehn in den USA, wo er einen Abschluss am M.I.T. erwarb und als Software-Ingenieur und -Architekt in mehreren Start-Ups arbeitete.

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14:55 Agiles Requirementsmanagement in DevOps

Bernhard Doleschel
Ease Solutions Consulting GmbH

Agiles Requirementsmanagement in DevOps

Anhand von Atlassian Jira, Confluence und Co. tauchen wir in die Welt der DevOps ein: Agile Teams arbeiten in einer Umgebung mit dem integrierten Anforderungs-, Task-, Bug- und Change-Management.
Die Continuous Integration Möglichkeiten erzeugen automatisch das fertige Produkt auf Test- und Produktiv-Umgebungen.
In der Live-Demo wird der Ablauf vom Anforderungsdokument bis zur Testabdeckung mit Hilfe von Requirements Coverage Analysen präsentiert.

 


Auf diverse Anforderungs- und Testmanagementsystemen hat Bernhard Doleschel die unterschiedlichsten Teams unterstützt.
Ob in der Systemadministration, bei der Installation oder Einführung, im Training oder Umsetzung von Softwareprojekten hat er die Höhen und Tiefen des klassischen und agilen Projektmanagement erlebt.
Freuen Sie sich auf einen spannenden Exkurs in die DevOps-Welt.

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15:20 Objektorientiertes Requirements Engineering und die "Single Source of Truth"

Gerhard Schilling & Enis Tükenmez
Visioneer UG

Objektorientiertes Requirements Engineering und die "Single Source of Truth"

Ziel dieses Vortrages ist es, die diesbezüglichen Problemstellungen zu erklären und Lösungen hierfür anhand einer von Visioneer entwickelten generischen RE-Kultur vorzustellen und deren Funktion anhand eines einfachen Beispiels aufzuzeigen.
Dabei wird die neuartige Modellierungssprache RML (Requirement Modelling Language) erklärt, mit welcher techn. Anforderungen modelbasiert und mit objekt-orientierten Methoden, verwaltet und textuelle Spezifikationen automatisch generiert, synchronisiert und funktional hinsichtlich Vollständigkeit, Konsistenz und Eindeutigkeit getestet werden können.
Der Vortrag versteht sich daher als Gegenkultur zum Konferenzthema „RE in der Softwareentwicklung“, da der genau gegenläufige Trend dargestellt wird: Es wird nicht nach Methoden gesucht, wie mittels SW Dokumentation auf RE verzichtet, sondern wie SW Code direkt aus den Anforderungen erzeugt werden kann.
Der Vortrag behandelt zusammenfassend die RE Toolanforderungen, welche unweigerlich aus den Detailerfordernissen der „Single Source of Truth“ resultieren und deren techn. Lösungen.

 

Herr Dipl. Ing. (FH) Gerhard Schilling ist IREB zertifizierter Senior Requirement Ingenieur mit mehreren Jahrzehnten Erfahrung in der Entwicklung von sicherheitskritischen Automotive-Elektronik und von Embedded SW Systems. Unter anderen betreute oder leitete er Serien-Projekte bei den Firmen Continental AG und der TKI Audi AG in unterschiedlichen Positionen.

Hr. Schilling ist Erfinder und Gründer von Visioneer (www.visioneer.info), einem Start-up Unternehmen, welches sich die Entwicklung und den Vertrieb eines neuartigen RE Tools mit Lösungen zu den Problemen der „Single Source of Truth“ zum Ziel gesetzt hat.

 

Herr Ing. Enis Tükenmez besitzt mehrjährige fundierte Erfahrungen im Bereich Requirements Engineering und Requirements Tools und hat bereits in mehreren Projekten für namhafte und international agierende Unternehmen mitgewirkt. Als Mitverantwortlicher bei der Toolentwicklung ist er der richtige Ansprechpartner für alle technischen Fragen hinsichtlich der Toolentwicklung, seine weitere Aufgabe besteht darin, Neukunden bei der Toolintegration im Rahmen eines Consultings bzw. Schulung zu unterstützen.

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15:50

Selbstorganisation und Macht

Karl Weber
Kopfstark GmbH

Selbstorganisation und Macht

Level: Fortgeschrittene; Personen, die mit agiler Zusammenarbeit vertraut sind.

Macht wird nicht ergriffen. Vielmehr verleihen Gruppen sie an diejenigen, die einen besonderen Nutzen erbringen. Das sagt der Wissenschaftler Dacher Kelter. Und: Macht lädt zu ihrem Missbrauch ein. Je mehr Macht, desto verführerischer die Einladung.

Beide Erkenntnisse sind von erheblicher Bedeutung für agile Teams und Organisationen, die in ihrem Wesenskern auf der (Selbst-) Wirksamkeit der Beteiligten beruhen. Wirksamkeit ist eng mit Macht verbunden. Auf ihrem Gegenpol stehen frustrierende Ohnmacht und Ineffizienz.

Macht braucht jedoch kulturelle Einbindung und offene Reflexion, um ihren Missbrauch zu verhindern. Denn Machtmissbrauch bedroht Verantwortlichkeit, Zusammenarbeit und Motivation der Einzelnen ebenso wie die Wirtschaftlichkeit, Widerstandskraft und Zukunftsfähigkeit von Organisationen.

Dieser Beitrag beleuchtet die Grundlagen, aus denen heraus Macht verliehen wird. Er vollzieht nach, wie es zu Machtmissbrauch kommen kann. Und er zieht Schlussfolgerungen für agile Teams und Organisationen, damit sie Macht effektiv nutzen, ihren Missbrauch jedoch vermeiden können.

 

Karl Weber ist geschäftsführender Gesellschafter der Kopfstark GmbH. Er studierte Maschinenbau und war als Konstrukteur in der Automobilzulieferindustrie tätig, bevor er in die IT-Industrie wechselte und dort gemeinsam mit Partnern zwei erfolgreiche Unternehmen für CAD- und PLM-Lösungen aufbaute und als Geschäftsführer führte. Nach dem Verkauf der Unternehmen gründete er 2007 Kopfstark und spezialisierte sich nach einem Masterstudium für Coaching und Organisationsentwicklung auf lösungsfokussierte Beratung von Unternehmen, Teams und Einzelpersonen. Kopfstark – der Name steht für den Leitgedanken des Unternehmens, dass Erfolg zuerst im Kopf entsteht – wird heute von vier Partnern gleichberechtigt und agil geführt. Zu den Kunden von Kopfstark zählen zahlreiche namhafte Unternehmen in ganz Deutschland. Mehr Informationen unter www.kopfstark.eu.

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Was Unternehmenskultur *nicht* ist -- Und wie man sich nicht auf die Nase legt, wenn man sie verändern will

Dr. Jan Willms
REWE digital

Was Unternehmenskultur *nicht* ist -- Und wie man sich nicht auf die Nase legt, wenn man sie verändern will

Level: Fortgeschrittene und Experten

Ein Gespenst geht um in den Fluren agiler Firmen -- ein Gespenst der “Kultur”. Diese gälte es zu erkennen, zu beeinflussen, zu ändern. Dabei wird alles, was im täglichen Geschehen schlecht läuft oder bei einer Veränderung schief geht, schnell auf eine “fehlerhafte Kultur” zurückgeführt.

Kaum jemand aber redet davon, was diese allgegenwärtige und doch so chimärenhafte Kultur eigentlich ausmacht. Vor allem aber fehlt in den meisten gängigen Betrachtungen ein Blick darauf, was Kultur *nicht* ist -- was dazu führt, dass Veränderungen unter Berufung auf einen solcherart mißverstandenes Kulturbegriff in aller Regel scheitern.

Es ist also nicht die Kultur selbst, die fehlerhaft ist, sondern das Verständnis darüber, was sie ausmacht. Fünf ebenso grundlegende wie weit verbreitete Fehler stellt dieser Vortrag vor, zeigt ihre Zusammenhänge und wie sie sich vermeiden lassen im Versuch, Kultur im positiven zu verändern.

 


Jan Willms (Jahrgang 1981) investierte lange Jahre in das Studium der japanischen Kulturwissenschaft. Nach Magister und Promotion zog es ihn 2015 jedoch aus der akademischen in die agile Welt -- ein Kontrast, der fast nicht größer sein könnte. Seit 2017 unterstützt er die Digitalisierung der REWE Group als Scrum Master, Moderator und Facilitator bei REWE Digital.

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Herausforderungen bei der Entwicklung organisationsweit akzeptabler Industrie Best Practices / end-to-end Lösungen (ASPICE)

Michael Halder
IBM

Herausforderungen bei der Entwicklung organisationsweit akzeptabler Industrie Best Practices / end-to-end Lösungen (ASPICE)

Level: Fortgeschrittene

Technologische Veränderungen in der Automobilentwicklung führen zu einer verstärkten Zusammenarbeit innerhalb und zwischen Unternehmen. Die Entwicklung innovativer Produkte erfordert enge Zusammenarbeit von Experten aus OEMs und Zulieferern. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Ergebnis der Zusammenarbeit ein sicherheitskritisches Produkt darstellt, bei dem die Einhaltung von Prozessen und die lückenlose Rückverfolgbarkeit entscheidende Faktoren sind.

Die Einrichtung gemeinsamer Projekte zwischen verschiedenen Organisationseinheiten ist sowohl aus Tool, Schnittstellen und Prozesssicht herausfordernd. Die Präsentation zeigt, wie IBM Engineering Lifecycle Management auf diese Herausforderung reagiert und gibt Einblicke in eine strategische Initiative zur Entwicklung einer Automotive End-to-End Best-Practice-Lösung zur Einhaltung von Industriestandards wie ASPICE und ISO-26262. Während sich der Vortrag auf die Automobilindustrie konzentriert, sollen in Zukunft ähnliche Lösungen zur Erleichterung von Branchenkonformität für andere regulierte Branchen wie A&D, Medical & Pharmaceutical Devices folgen.

Die Präsentation zeigt, vor welchen Herausforderungen IBM bei der Entwicklung einer Lösung bestehend aus Projekt Templates (Anforderungsmanagement, Worklflow und Testing), Berichtswesen und Prozessdefinitionen stand und wie das Unternehmen mit diesen Herausforderungen umgeht. Der Vortrag stellt außerdem dar, dass die eigentliche Herausforderungen bei der Einführung einer solchen Lösung kultureller und organisatorischer Natur sind.

 

Michael Halder ist Teil des Offering Management Teams für IBM Engineering Lifecycle Management. Er verantwortet die Entwicklung von Branchenlösungen für das IBM ELM-Portfolio und arbeitet hierfür mit einem funktionsübergreifendes IBM Team zur Entwicklung von Vorlagen, Berichten und Prozessen in Abstimmung mit Assessoren und internationalen Automobilherstellern und Zulieferern. Zuvor war er bei Bosch und SAP tätig.

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Augmented Reality im Kontext von Closed Loop Systems Engineering

Lars Joosten & Oliver Böhm
Parametric Technology GmbH (PTC)

Augmented Reality im Kontext von Closed Loop Systems Engineering

Augmented Reality bedeutet für die Meisten bunte Monster im Garten jagen oder eine Schar von Dinosaurier, die in heimischen Wohnzimmern ihr Unwesen treiben.
Aber was bedeutet es für Unternehmen und welchen Mehrwert bietet diese Technologie in der Produktentwicklung. Und was um Himmels Willen hat das Ganze mit Anforderungen zu tun?
Oliver Böhm und Lars Joosten stellen PTC’s Sicht auf dieses Thema vor. Neue Technologien wie Augmented Reality und IoT sind fester Bestandteil von PTC’s Systems Engineering Strategie und eröffnen neue Möglichkeiten in R&D Abteilungen rund um die Welt.

 

Lars Joosten (Sales Specialist for Systems & Software Engineering Solutions)

Lars Joosten ist ALM & MBSE Vertriebsspezialist bei Parametric Technology GmbH (PTC) für Lösungen rund um Softwarekonfigurations-, Anforderungs-, Testmanagement und Model Based Systems Engineering (MBSE). Seit mehr als 17 Jahren sammelte er umfassende praktische Erfahrungen in verschiedenen Branchen im Softwarevertrieb. In den letzten Jahren konzentrierte er sich auf die Zusammenarbeit mit Automobil-OEMs, Tier-1-Zulieferern und mittelständischen Kunden der Medizintechnik, die sich der Herausforderung der zunehmenden Produktkomplexität stellen mussten. Derzeit konzentriert er sich auf die Bereitstellung von Connected ALM- und MBSE-Lösungen für Automobilunternehmen und unterstützt das PTC-Partner-Ökosystem.

 

Oliver Böhm (Principal Technical Sales Specialist for Systems & Software Engineering Solutions)

Oliver Böhm arbeitet seit 15 Jahren bei PTC als Principal Technical Sales Specialist im Bereich ALM (Application Lifecycle Management). Als Experte für Model-Based Systems Engineering, Requirements Management, Change Management, Software Configuration Management, und Test Management ist er bereits seit 25 Jahren als Software-Entwickler, Consultant, Trainer und System-Engineer für verschiedene Unternehmen der IT Branche tätig. Seine heutige Tätigkeit umfasst die technische Unterstützung des Vertriebs in großen Benchmarks, des Marketings sowie die Beratung von Kunden.

16:35

Pause

16:55

Keynote: Nächste Ausfahrt Zukunft - Eine Gesellschaft im Umbruch
Ranga Yogeshwar

Keynote: Nächste Ausfahrt Zukunft - Eine Gesellschaft im Umbruch

Zu keiner Zeit in der Geschichte gab es so viele grundlegende und tiefgreifende Veränderungen wie heute. Das führt immer wieder zu neuen Rahmenbedingungen.
Die Veränderung birgt Möglichkeiten und Gefahren und führt zu einer tief verunsicherten Gesellschaft.
Wie begreifen und erleben wir das Neue in unserem Umfeld und unserer Gesellschaft? Ranga Yogeshwar zeigt in diesem Vortrag Wege hin zu einer Kultur der Veränderungen.

 


Ranga Yogeshwar wurde 1959 in Luxemburg als Sohn eines indischen Ingenieurs und einer luxemburgischen Künstlerin geboren. Er schloss sein Studium an der RWTH Aachen als DiplomPhysiker ab und wechselte 1987 zum Westdeutschen Rundfunk Köln, wo er das Ressort Wissenschaft leitete. Während seiner Fernsehtätigkeit entwarf und moderierte er zahlreiche Fernsehsendungen, u.a. „Quarks&Co.“, „Die Große Show der Naturwunder“ und „Wissen vor Acht“. Seit 2008 ist Ranga Yogeshwar als freier Wissenschaftsjournalist und Autor tätig. Er erhielt mehr als 60 Auszeichnungen, darunter die Ehrendoktorwürde der Universitäten Wuppertal und Koblenz-Landau, das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland, das Verdienstkreuz des Landes NordrheinWestfalen, den Ordre de Mérite du Grand-Duché de Luxembourg und wurde 2019 zum Honorarprofessor an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg berufen. Der Bestsellerautor und Vater von 4 Kindern lebt mit seiner Frau in der Nähe von Köln.

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18:00

Ende & Ausklang - Farewell bis zur REConf 2021 in der Ausstellung

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