+49 (89) 45 12 53-0

Agenda

In der folgenden Tabelle finden Sie die Agenda für die Konferenztage (Montag/Dienstag/Mittwoch) inklusive Workshops, Ice Breaker sowie Open Space.

Das anschließende Hackathon "Scrum in der Hardware-Entwicklung" am Donnerstag und Freitag finden Sie hier.

08:00

Registrierung

09:00

Workshops am Vormittag

13:00

Mittagspause

14:00

Workshops am Nachmittag

18:00

WELCOME RECEPTION mit Dinner Imbiss

19:00

ICE BREAKER zum Kennenlernen der Konferenzteilnehmer

„Wer ist heute im Raum anwesend?“ - Grob-Klassifikation (Erfahrungsniveaus, Komplexitätsstufen, Interessensschwerpunkte, Branchen, …).

OPEN SPACE

Open Space - Was uns die Teilnehmer immer sagen: das wichtigste bei Konferenzen ist der direkte Austausch mit anderen Teilnehmern. Deswegen geben wir diesem Austausch einen prominenten Rahmen: einen Open Space eröffnet am Montag Abend die REConf 2018.

Ein Open Space ist, wie der Name sagt, ein offener Platz, ein Marktplatz sozusagen, für aktuelle Themen und Fragen vorstellen. Die Teilnehmer schließen sich spontan zu Themengruppen zusammen. Kennzeichnend ist, dass es keine bereits im Vorhinein definierten Themen gibt. Jeder der Teilnehmer kann sein Anliegen, seine Frage, sein Thema, das ihm besonders am Herzen liegt, einbringen.

Ohne festgelegte Agenda, ohne festen Speaker! Adressieren Sie Ihre Fragen und Herausforderungen. Bringen Sie Ihre Anliegen, Ihre Fragen, Ihr Thema, das ihnen besonders am Herzen liegt ein! Holen Sie sich neuen Input und lernen Sie aus dem Erfahrungsschatz der anderen Teilnehmer. Erleben Sie, wie Sie in kurzer Zeit mit einer großen Zahl von Konferenzteilnehmern verschiedene Themen innovativ diskutieren, Lösungen finden und neue Kontakte knüpfen.
08:00

Registrierung und Besuch der Ausstellung

09:00

Eröffnung der REConf 2018

09:15

Keynote: "Vom Design Thinking zum Requirements Engineering: Vom Warum und Wieso zum Was und Wie"

Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy

Keynote: "Vom Design Thinking zum Requirements Engineering: Vom Warum und Wieso zum Was und Wie"

Requirements Engineering ist vielleicht der wichtigste Teil der Software-Evolution. Falls es uns nicht gelingt, die Funktionalität, die der Endnutzer benötigt, korrekt zu spezifizieren, und falls es uns nicht gelingt, die geforderte Qualität korrekt zu identifizieren, besteht die Gefahr, dass ein System entwickelt wird, das nur teilweise oder vielleicht sogar völlig nutzlos ist. Im Prinzip gibt es zwei wichtige Schritte im Prozess des Requirements Engineerings. Die größte Herausforderung ist, die benötigte Funktionalität zu finden. Das ist eine schwierige Aufgabe und Techniken wie Design Thinking können hier helfen. Design Thinking ist ganz darauf ausgerichtet, Lösungen für Probleme zu finden und diese durch die Konstruktion eines Prototyps konkret zu machen. Dies ist ein kreativer Prozess, um Ideen zu entwickeln, wie die richtige Funktionalität eines Softwaresystems ausschauen könnte. Jedoch, wenn ein Prototyp vorliegt, ist man noch weit entfernt davon, einen guten Satz von Anforderungen zu besitzen. Deshalb ist es notwendig, eine Brücke zu finden von den Resultaten des Design Thinking-Prozesses zum Requirements Engineering, um alle Details einer Anforderungsspezifikation auszuarbeiten. Dieser Prozess ist beeinflusst von dem gewählten Entwicklungsmodell, wie etwa agiles oder konventionelles dokumentationsorientiertes Vorgehen. Design Thinking und Requirements Engineering ergänzen sich perfekt, um die kreative Identifikation der Funktionalität und der detaillierten Beschreibung der Funktionen, aber auch der Qualität von softwareintensiven Systemen sicher zu stellen.

Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy war von 1989 bis 2015 ordentlicher Professor für Informatik am Institut für Informatik der Technischen Universität München. Er leitete den Lehrstuhl Software & Systems Engineering. Seine Forschungsarbeiten zielten auf die Beherrschung der Evolution leistungsstarker Software-Systeme durch den Einsatz wohldurchdachter Prozesse, langlebiger flexibler Softwarearchitekturen und moderner Werkzeuge auf Basis mathematisch und logisch fundierter Methoden. Seit Januar 2016 ist der Gründungspräsident des Zentrums Digitalisierung.Bayern.

10:15

Begrüßung und Speed Presentations der Vorträge & Sponsoren

10:50

Pause

Track 1
Agil
Track 2
MBSE
Track 3
Neue Wege
Sponsoren & Aussteller Track
11:15
Agilität und Volatilität und Unsicherheit und Komplexität und Ambiguität und überhaupt

Uwe Valentini, HOOD GmbH

Agilität und Volatilität und Unsicherheit und Komplexität und Ambiguität und überhaupt

„Kultur siegt immer über Strategie.“ Diese Aussage von Peter Drucker beleuchtet, warum wir uns so schwer tun mit Agilität, Digitalisierung, etc. Kulturänderungen sind schwierig, man kann sie nicht verordnen, aber man kann sie unterstützen. Dafür brauchen wir neue Wege.

Um die Reise auf diesen neuen Wegen besser verstehen zu können, möchte ich sie in diesem Vortrag aus verschiedenen Blickwinkeln, – Komplexitätstheorie, Verhaltensökonomie, Antifragilität, NewWork und Kybernetik – betrachten und zeigen, wie diese Wege uns helfen können, mit dem Anwachsen von Geschwindigkeit und Ausmaß von Änderungen besser fertig zu werden.

Uwe ist Berater, Trainer und Coach bei der HOOD GmbH. Vor dem Hintergrund seiner langjährigen Erfahrung in der Softwareentwicklung und im Requirements Engineering hat er sich auf agile Ansätze spezialisiert. Er begleitet Menschen, Teams und Organisationen auf ihrem Weg in die Agilität.
Uwes Credo: Agilität beginnt im Kopf.

MBSE als neuer Weg oder das Gleiche nur anders?

Detlef Goetting, Sandrina Köstler
AIRBUS Operations GmbH

MBSE als neuer Weg oder das Gleiche nur anders?

Mit der Einführung eines modelbasierten Entwicklungsablaufes (RTCA DO-331) ergibt sich eine Vielzahl neuer Möglichkeiten zur Steigerung der Produktivität und Qualität in den Entwicklungsabläufen sicherheitskritischer und zulassungspflichtiger Systeme der Luftfahrt.

Das volle Potenzial einer modelbasierten Entwicklung lässt sich jedoch nur dann ausschöpfen, wenn die bereits bekannten Schwächen sich nicht in neuer Form wiederholen. Bei den neuen Lösungsansätzen ist zu beachten nicht das Gleiche nur anders zu machen und dennoch eine reibungslose Zertifizierung sicherzustellen.

Detlef Goetting:

  • Diplomingenieur der Technischen Informatik TUHH 1995
  • 16 Jahre Entwicklungsingenieur und Systemarchitekt Philips / NXP Semiconductors
  • 7 Jahre Entwicklungsingenieur für elektronische Kabinensysteme AIRBUS Operations GmbH, Teamleiter „Methoden & Tools“
  • Schwerpunkt Modelbasierte Entwicklungsabläufe, Automatisierung und Virtual Prototyping

 

Sandrina Koestler:

  • Master of Computer Science and Engineering TUHH 2016
  • Entwicklungsingenieurin für elektronische Kabinensysteme AIRBUS Operations GmbH
  • Schwerpunkt Modelbasierte Entwicklungsabläufe und automatisiertes „Model Checking“

 

 

 

Softwaredesign im Brennpunkt von agiler Entwicklung, Design Thinking und  Lean Startup

Brian Porter, Florian Halmburger
MAN

Softwaredesign im Brennpunkt von agiler Entwicklung, Design Thinking und  Lean Startup

Das gleichzeitige Erreichen von Geschäftszielen während eines kreativen, benutzerzentrierten und agilen Designprozesses ist für alle Beteiligten eine Herausforderung. Wir verwenden Agile Software-Entwicklung und Design Thinking und kombinieren diese mit Elementen aus dem Lean Startup. Wir kombinieren die strategischen Ziele mit den Benutzerinterviews für die “first steps” um uns dann an den Ergebnissen zu messen, zu lernen und uns zu verbessern.
In diesem Vortrag beschreiben wir den Ansatz und erzählen über unsere Erfahrungen damit.

 

Brian Porter hat an der University of Southern California Informatik studiert, war bereits im Internet unterwegs bevor es das World Wide Web gab. In den letzten 20 Jahren hat er das eine oder andere bekannte Startup auf seinem Weg begleitet. Er ist seit Anfang 2017 bei der MAN Truck & Bus AG und bringt sich ein bei der Aufbau eines neuen Bereichs für die Agile Software Entwicklung.

Florian Halmburger gründete 1996 seine erste Firma und vernetzte seine Kunden mit dem Internet. Ab 2000 entwickelte er in seiner kleinen AG Internet Content Management Software für namhafte Kunden. Als Führungskraft initiierte er die Einführung von Scrum und lernte von der Pike an was es heißt Scrum Master und Product Owner zu sein. Seit 2010 ist er Trainer und Coach im Bereich der agilen Transformation. Die MAN Truck & Bus begleitet er seit Mai 2017 als Agile Coach im neu gegründeten Bereich der Digitalisierung und agilen Software Entwicklung.

High Value Traceability – Eine oft unterschätze Funktionalität

Bernd Röser,
agosense GmbH

High Value Traceability – Eine oft unterschätze Funktionalität

Im Bereich der Software- oder Systementwicklung - egal, ob klassisch oder agil - ist eine der Herausforderungen die hohe Anzahl an Änderungen bis zur Fertigstellung bzw. Auslieferung. Die steigende Menge komplexer und sicherheitskritischer Anwendungen erzeugt ein Geflecht von Abhängigkeiten über mehrere Ebenen bzw. Domänen hinweg.
Um die daraus abgeleiteten Auswirkungen zu erkennen, werden häufig Cross-Referenz-Listen mit Word oder Excel verwendet. Dabei wird schnell ersichtlich, dass der Aufwand für die Erstellung, vor allem aber für die Pflege sehr hoch und noch dazu fehleranfällig ist.
Viele Auftraggeber fordern heute eine Nachverfolgbarkeit innerhalb des gesamten Entwicklungsprojektes über die verschiedenen Entwicklungs-Artefakte hinweg bis hin zum Source Code bzw. den Testergebnissen. Damit möchte man zum einen die Produktqualität verbessern, zum anderen im Sinne der Ursachenforschung jederzeit eine mögliche Fehlerkette rekonstruieren zu können.

Dieser Vortrag gibt einen Überblick über Fragen und Möglichkeiten, wie einfach und effizient Traceability in der Entwicklung etabliert werden kann. Neben der Traceability innerhalb einer Domäne ist in vernetzten Systemen auch eine domänenübergreifende Sichtweise für die Änderungsanalyse wichtig. Damit können die Auswirkungen einer geplanten Änderung an einer Spezifikation auf andere Domänen, wie Testszenarien oder Normen, nachvollzogen werden.
Mit Hilfe der RM Lösung agosense.fidelia wird ein Best-Practices-Ansatz für die Anwendung von „Traceability“ gezeigt.

Bernd Röser beschäftigt sich schon über 10 Jahren in verschiedenen Positionen mit dem Thema Requirements Management beziehungsweise Requirements Engineering.
Zunächst unterstützte er mehrere Jahre als Consultant verschiedene Unternehmen aus den Branchen Automotive, Medical, IT und Transportation bei der Einführung diverser Systeme für Anforderungsmanagement.
Ab 2010 war er zuständig für den Vertrieb und verantwortlich für die erfolgreiche Einführung im deutschsprachigen Markt eines inzwischen namhaften Requirements Management Werkzeuges eines nordamerikanischen Herstellers.
Bei der agosense GmbH ist er für die Requirements Management Plattform agosense.fidelia zuständig.
 

12:10
Paul ist PO! Und Nun?

Ulf Mewe, HEC GmbH

Paul ist PO! Und Nun?

Sehr häufig kommt es vor, dass ein Scrum-Projekt gestartet wird und der Product Owner zum ersten Mal diese Rolle innehat oder zumindest noch nicht sehr viel Erfahrung in diesem Bereich besitzt. Gleichzeitig ist die Rolle des Product Owners maßgeblich für den Erfolg des Produktes verantwortlich. Wie kann mit dieser Situation umgegangen werden und was muss der Product Owner eigentlich können und wissen, um seiner Rolle gerecht zu werden?

In diesem Vortrag begleiten wir Paul durch sein erstes Projekt als Product Owner. Wir beleuchten, was die Rolle des Product Owners tatsächlich für Aufgaben beinhaltet und welche Fähigkeiten ein Product Owner mitbringen sollte. Es werden verschiedene Praktiken vorgestellt, die es dem Product Owner ermöglichen seiner Rolle gerecht zu werden und es wird darauf eingegangen, was besser zu vermeiden ist.

Ulf Mewe ist als Berater bei der HEC GmbH in Bremen tätig. Er berät und unterstützt IT-Unternehmen, Fachbereiche und Teams in den Bereichen Anforderungsmanagement und agiles Projektvorgehen. Dabei steht die Weiterentwicklung von Menschen und Organisationen immer im Vordergrund, um Arbeit wertvoller zu machen. Als Sprecher auf verschiedenen Konferenzen und als Dozent an der Hochschule Bremen profitiert Ulf Mewe von mehr als 10 Jahren Erfahrung im agilen Anforderungsmanagement und in agilen Projekten und teilt diese Erfahrungen immer wieder gerne mit anderen.

Herausforderungen bei der modellbasierten Entwicklung kollaborierender cyber-physischer Systeme für das RE

Torsten Bandyszak, Jennifer Brings
Universität Duisburg-Essen

Herausforderungen bei der modellbasierten Entwicklung kollaborierender cyber-physischer Systeme für das RE

Moderne cyber-physische Systeme bilden dynamisch zur Laufzeit hochvernetzte Systemverbünde, um übergeordnete Ziele zu erreichen, die die Einzelsysteme nicht erreichen könnten. Diese Dynamik und insbesondere die damit verbundene Unsicherheit im zu erwartenden Kontext des Systems stellt das Requirements Engineering vor große Herausforderungen. Ziel des Requirements Engineerings muss es sein, a) möglichst viele potentiell unerwünschte Szenarien vorher zu bestimmen und so für eine intensive Analyse nutzbar zu machen und b) die Entwicklung von Systemen sicherzustellen, die zur Laufzeit mit Dynamik und Kontextunsicherheiten umgehen können.

In diesem Vortrag führen wir in die Thematik ein und erläutern Probleme und Herausforderungen anhand von industriellen Fallbeispielen aus dem Bereich der Automobiltechnik und der Automatisierungstechnik. Insbesondere illustrieren wir dies an Systemverbünden zum autonomen Kolonnenfahren und an Systemverbünden autonomer Transportroboter.

Weiterhin wird im Rahmen des Vortrags unter dem Gesichtspunkt „neue Wege gehen“ ein erster Ansatz zur Analyse dynamischer und unsicherer Kontexteigenschaften und erste Erkenntnisse aus der industriellen Erprobung vorgestellt. Der Ansatz basiert auf System- und Kontextmodellen und illustriert damit den Einsatz modellbasierter Systementwicklungsmethoden (Model-based System Engineering). Gerade das modellbasierte Requirements Engineering erleichtert den in der Entwicklung von echtzeit- und sicherheitskritischen Systemen notwendigen Einsatz von automatisierten Analyseverfahren zur Sicherstellung von Qualitätseigenschaften wie Sicherheit und Zuverlässigkeit.

Torsten Bandyszak und Jennifer Brings arbeiten am Ruhr Institute for Software Technology (paluno) in Essen an der Entwicklung und Erprobung neuer Methoden im Bereich der modellbasierten Softwareentwicklung. Ein besonderer Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Requirements Engineering für sicherheitskritische eingebettete und cyber-physikalische Systeme. Beide arbeiten derzeit in Verbundforschungsprojekten in enger Kooperation mit industriellen Partnern an der Entwicklung eines durchgängigen modellbasierten Entwicklungsansatzes für derartige Systeme.

 

 

Live dabei: Requirements Engineering trifft IBMs KI Watson

Hubert Spieß, IBM Deutschland GmbH

Live dabei: Requirements Engineering trifft IBMs KI Watson

Wie gut können kognitive Dienste von Künstlichen Intelligenz-Systemen das Requirements Engineering unterstützen? Hubert Spieß stellt im Vortrag Möglichkeiten am Beispiel von IBMs KI Watson vor. Daneben zeigt er in einer Demo, welche Anwendungsmöglichkeiten bereits gegeben sind, um die Qualität und Konsistenz der Anforderungen zu analysieren und die Effizienz in der Entwicklung zu steigern.

Hubert Spieß ist Vertriebsbeauftragter bei IBM Watson Internet of Things im Bereich Connected Products. Er betreut Systems und Software Kunden und hat eine mehrjährige Erfahrung im Requirements Engineering. Sein besonderes Interesse sind Trends – auch im Requirements Engineering.


Anforderungsbasiertes Projekt- und Portfoliomanagement

Dr. Sebastian Adam, OSSENO Software GmbH

Anforderungsbasiertes Projekt- und Portfoliomanagement

Anforderungen sind kein Selbstzweck, sondern sollen helfen, in Rahmen von Projekten das Richtige (und möglichst auch nur das) zu entwickeln. Deshalb ist seit langem bekannt, dass Projektmanagement und Anforderungsmanagement sich gegenseitig beeinflussen und daher bestmöglich integriert werden sollten. Doch Methoden und auch Werkzeuge hierfür sind nach wie vor nicht sauber integriert, weshalb die Verknüpfung beider Disziplinen oft nur händisch und entsprechend aufwändig und fehleranfällig erfolgt. Insbesondere durch die zunehmende Bedeutung eines projektübegreifenden Portfolio- und Demand Managements stellt sich daher die Frage, wie man entsprechende Prozesse besser integrieren kann. Der Vortrag versucht sowohl unter einem methodischen wie auch werkzeugorientiertem Blickwinkel eine Antwort hierauf zu geben.

Dr. Sebastian Adam verantwortet in der Geschäftsführung der OSSENO Software GmbH die Bereiche Produktinnovation und Marketing. Vor seiner Zeit bei OSSENO arbeitete er 10 Jahre lang als Berater, Wissenschaftler und Teamleiter für Requirements Engineering am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering. In dieser Rolle hat er mehrere Duzend Unternehmen in Fragestellungen des Requirements Engineering begleitet und branchenübergreifende Einblicke in typische Erfolgsfaktoren während der Einführung von Requirements Engineering gewonnen.

12:55

Mittagspause

14:00
So werden Change-Projekte durch agile Business Analyse beherrschbar

Ursula Meseberg, MicroTOOL

So werden Change-Projekte durch agile Business Analyse beherrschbar

Digitalisierung erzeugt heute in vielen Unternehmen einen wachsenden Innovationsdruck. Immer neue Möglichkeiten für unternehmensübergreifende Prozesse, lernende Systeme und hohe Vernetzung von Geräten und Anwendungen führen in Change-Projekten zu einer steigenden Komplexität, zu immer mehr Beteiligten und einem größer werdenden Scope. Zugleich erfordern Veränderung und Innovation eine agile Planung sowie die konsequente Orientierung am Business Value und Feedback der Stakeholder.

Die grundlegenden Konzepte des agilen Requirements Engineering – Stakeholder, Ziele, Requirements und Backlogs – reichen allein nicht aus, um den Herausforderungen von Change-Projekten gerecht zu werden. Wirksame Unterstützung bietet hier die agile Business Analyse.

Der Vortrag stellt die Artefakttypen der agilen Business Analyse vor und geht auf ihre vielfältigen Beziehungen ein. Die Artefakttypen decken die gesamte Wertschöpfungskette Need – Solution – Value ab. Sie erleichtern den Umgang mit Komplexität und unterstützen agiles Vorgehen.

Das vorgestellte Artefakt-Modell bildet die gemeinsame Landkarte für Change-Teams auf dem Weg der Digitalen Transformation. Es bietet jedem Einzelnen die Orientierung, wo er sich im schwierigen „Gelände“ des Change-Projekts befindet und wie er auf Änderungen wirksam reagieren kann.

Ursula Meseberg (Dipl. Math.) hat die Berliner microTOOL GmbH 1984 mit begründet und ist Geschäftsführerin des Unternehmens. Zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn hat sie mehrere Jahre als Consultant vorwiegend an der Anpassung und Einführung von Systemanalyse- und Softwareentwicklungsmethoden sowie der Entwicklung unternehmenseigener Vorgehensmodelle mitgewirkt.
Sie ist Mitglied des International Institutes of Business Analysis IIBA® und gehört ehrenamtlich dem Vorstand des IIBA® Germany Chapter an. Außerdem ist sie assoziiertes Mitglied des IREB®.

Reif für MBSE? Ein Reifegradmodell für modellbasiertes RE

Prof. Dr. Andreas Vogelsang, Dr. Maximilian Junker
TU Berlin

Reif für MBSE? Ein Reifegradmodell für modellbasiertes RE

Viele Unternehmen versuchen die zunehmende Komplexität ihrer Produkte durch den Einsatz von modellbasierten Ansätzen in den Griff zu bekommen. Die Einführung ist jedoch eine große Herausforderung, die nicht auf einen Schlag erfolgen sollte. Rahmenwerke zur Prozessverbesserung, wie z.B. CMMI, helfen bei der Einführung kaum weiter, da diese Ansätze zu generisch und oft auch zu „schwergewichtig“ sind. In diesem Beitrag stellen wir ein Reifegradmodell vor, das speziell auf die Einführung von Model-based Systems Engineering (MBSE) zugeschnitten ist. Das Modell definiert eine Reihe von Fähigkeiten, die durch den Einsatz von Modellen erlangt werden. Diese Fähigkeiten adressieren die für das RE relevanten Bereiche Kontextmodellierung, Scoping, Ziel- und Szenariomodellierung, sowie Anforderungsmodellierung. Weitere Fähigkeiten des Modells adressieren den Zusammenhang zum funktionalen Design und zur Architektur. Auf Basis dieses Modells wird bewertet, wo ein Unternehmen bei der Einführung von MBSE steht und in welchen Bereichen es sich lohnt Modellbasierung voranzutreiben. Dabei berücksichtigt das Modell Ziele und Gegebenheiten des Unternehmens.

Das Modell ist durch Experten empirisch validiert und wurde bereits in unterschiedlichen Unternehmen eingesetzt. Nach einem 60-minütigem Interview mit einem Vertreter eines Unternehmens liefert das Modell eine Einschätzung des aktuellen Reifegrades für den Bereich MBSE sowie Vorschläge welche Fähigkeiten als nächstes durch Modelle unterstützt werden sollten.

Prof. Dr. Andreas Vogelsang ist Leiter des Fachgebiets „Automated Systems Engineering Technologies“ an der TU Berlin. Er hat an der TU München bei Prof. Manfred Broy im Bereich „Model-based Requirements Engineering“ promoviert. Seine Promotion wurde mit der Kamm-Jante Medaille für Fahrzeugtechnik ausgezeichnet. Prof. Vogelsang ist Mitglied im IREB und ist einer der zentralen Autoren des SPES Modeling Frameworks an dem er seit 2010 mitarbeitet.

Dr. Maximilian Junker ist Mitgründer und Geschäftsführer der Qualicen GmbH. Er studierte Informatik in München, Augsburg und Sydney (Australien). Seine thematische Priorität ist Co-Engineering von Anforderungen und Tests. Die Qualicen GmbH nutzt das vorgestellte Reifegradmodell um Unternehmen bei der Einführung von MBSE zu unterstützen.

Erst umgesetzt, dann analysiert: Wie ein umgekehrter Software Entwicklungsprozess erfolgreich Risiko, Kosten und die Time-to-Market reduzierte

Constanze Schwarz, iteratec GmbH
Stephanie Böckler, Audi AG

Erst umgesetzt, dann analysiert: Wie ein umgekehrter Software Entwicklungsprozess erfolgreich Risiko, Kosten und die Time-to-Market reduzierte

Die Herausforderung zum Start Q4/2016: Die Anforderung aus den Märkten zum Jahreswechsel live vor Kunde.

Wie haben wir dieses Standardszenario gemeistert, Kosten, Risiken und die Time – to – Market mini-miert, dabei alle Stakeholder abgeholt und die Termine gehalten? Wie haben wir es geschafft das Sys-tem weiter zu transformieren, dass es allen Regeln guter, modern Softwarearchitektur entspricht, eine beherrschbare Konfiguration hat und die Sicherheitsanforderungen einhält?

Das klingt nach einer Überraschungseitorte?

Hier die Zutaten:

  • Eine Anforderung, an den Dimensionen Märkte und Applikationen zerschnitten und ein Minimal Viable Products (MVP) extrahiert
  • Zwei funktionierende Systeme als Bausteine, welche das Projekt zum genannten MVP verbun-den hat
  • Eine Portion Hartnäckigkeit, die Sicherheitsregeln des Systems von Beginn an durchzusetzen
  • Eine Portion Mut, die auf dem eingespielten agilen Entwicklungsprozess begründet ist
  • Eine Speziallösung mit Verfallsdatum
  • Ein genialer Schachzug, der die Architektur nachhaltig gesichert hat

Das Rezept:

Der umgedrehte Software Entwicklungsprozess:

  1. Implementieren
  2. Technisch konzipieren
  3. Fachlich analysieren und konzipieren.


Das eigentliche Requirement Engineering der Anforderung konnte dann auf reales Anwenderverhalten und eine einfache, aber reale Anwendung zurückgreifen.

Die ganze Geschichte, unser Resümee, und unter welchen Voraussetzungen das funktioniert, erfahren Sie in unserem Vortag aus Sicht des Auftraggebers und des Softwaredienstleisters.


Constanze Schwarz ist als Business Architektin, Projektleiterin und Trainer für die iteratec GmbH unter-wegs. Neben dem Bestreben komplexe Sachverhalte in qualitativ hochwertigen Softwareprojekten umzusetzen geht es ihr darum, die Entwicklungsmethodiken zu verbessern, gerne mit kreativen Lösungsansätzen.

 

Stephanie Böckler war zur Projektlaufzeit für den Rollout des Portals zuständig und so Auftraggeber des Entwicklungsprojektes. Eines ihrer Hauptengagements war, ein Kollaborationsmodel mit den lokalen Anforderungen der Importeure zur Nutzung des zentralen Kundenportals zu finden.
 

RE – mit Schirm, Charme und Methode

Christian Bock, SOPHIST GmbH

RE – mit Schirm, Charme und Methode

Die Wünsche der Kunden und Anwender zu kennen, war und ist auch heute der entscheidende Faktor in der Systementwicklung. Aber wissen Sie, wie Sie am besten an die bewussten, unbewussten und unterbewussten Anforderungen Ihrer Anwender herankommen?

Moderne Requirements-Engineering-Methoden bieten Ihnen zu diesem Zweck zahlreiche Alternativen zu Interviews und Brainstorming. Der geschickte Einsatz von Ermittlungstechniken ist eine Schlüsselkompetenz auf dem Weg zu Systemlösungen, die das Herz der

Benutzer höher schlagen lassen und dabei in "Internetzeit" fertig sein müssen. Gewonnenes Wissen muss dann dokumentiert werden, so dass es lesbar, ausschreibbar, realisierbar und wartbar ist.

An einem Beispiel aus der Praxis zeigt der Vortrag Notationstechniken und wie Sie diese im Projekt anwenden können. Darüber hinaus werden die Qualitätsprüfung sowie die -verbesserung von Anforderungen behandelt.

Der Vortrag zeigt die Stolpersteine im Requirements-Engineering, aber auch wie Sie genau diese überspringen ohne zu stolpern.

Christian Bock
Nachdem ich Erfahrungen in einem Dualen Studium im Bereich der Elektro- und Informationstechnik gesammelt habe, entschloss ich mich kurzerhand einen anderen Berufsweg einzuschlagen und war von Beginn an von den SOPHISTen begeistert. Nun bin ich als Systems Engineer selbst ein Teil der SOPHIST GmbH und werde regelmäßig mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Meine Haupttätigkeiten als Requirements-Engineer umfassen das Ermitteln, Dokumentieren, Prüfen sowie das Verwalten von Anforderungen.

14:55
Erfahrungsbericht: Story Mapping als agile Technik für Scrum und IT-Kanban oder die agile Organisationstransformation

Andreas Becker,
iAgiLEAN

Erfahrungsbericht: Story Mapping als agile Technik für Scrum und IT-Kanban oder die agile Organisationstransformation

Anstatt mit einer Vielzahl von User Stories in einem flachen Backlog die Übersicht zu verlieren, beginnt die Entwicklung mit der Ausarbeitung eines Big Picture – Story Mapping. Diese Technik hat sich in zahlreichen agilen Projekten durchgesetzt, da ein grundsätzliches agiles Prinzip hervorragend unterstützt wird – die direkte Kommunikation. Vergleichbar mit der User Story, die ebenfalls ein Kommunikationsmittel darstellt, unterstützt Story Mapping bei der Herleitung eines strukturierten Gesamtbildes, um ein gemeinsames Verständnis herzustellen und mit diesem Bild ein Product Backlog abzuleiten oder die Story Map als DAS Product Backlog direkt zu nutzen.

In diesem Vortrag werden unterschiedliche Szenarien vorgestellt, bei denen Story Mapping zum Einsatz kam. Es wird aufgezeigt, wie eine Integration in unterschiedliche agile Vorgehensweisen (z.B. Scrum oder IT-Kanban) erfolgen kann und wie Story Mapping als Backlog für eine agile Organisationsentwicklung für ein Transition-Team verwendet wurde.

Andreas Becker hat Informatik und Wirtschaftsingenieurwesen studiert und unterstützt Organisationen als Coach und Berater bei der agilen Transition und der Einführung von Scrum, Kanban, Large Scaled Scrum und dem Scaled Agile Framework - oder eines individuellen agilen Prozesses im Sinne des Agilen Manifests. Sein Werdegang führte ihn vom Test- und Qualitätsmanagement über das klassische Requirements-Engineering zur agilen Produktentwicklung und zum Transition-Management.

Software is not the only Fruit: Modelling Mechatronic Systems

Colin Hood,
Colin Hood - SE Ltd

Software is not the only Fruit: Modelling Mechatronic Systems

This presentation and discussion explores how we use modelling in mechatronic systems.

Traditionally modelling has been used to describe requirements and systems and to predict performance in all areas of engineering, including mechanical, chemical, and electrical.

Later electronics was added to this list, and more recently (within the last 40 years) software.

Currently, there seems to be a fashion to consider modelling in software engineering to the exclusion of more traditional disciplines.

Good methods used for years have been collected together under the umbrella of Agile. Many people think agile is just for software, however a great example of agile's wider application is Joe Justice using these methods to develop and build a car in one week.

Software is not the only show in town. Systems engineers know that a system including software needs electronics and mechanical parts in order to have an effect on real-life systems e.g. cars and satellites.

A model is an abstract representation of a part of reality, and there are various languages and tools with which we might describe these models.

This presentation considers these languages and tools and how it is necessary to have an holistic model transcending engineering disciplines.


Colin Hood started work in the electrical and electronics industry in 1977, and has been a systems engineer since 1985. He has worked as trainer and coach for requirements engineering since 1987. Colin Hood together with partners of Colin Hood Systems Engineering supports customers world-wide to successfully improve quality and delivery through system engineering techniques in several industries. Colin Hood is author of many books on requirements and requirements tools. Colin Hood is co-founder of the International Requirements Engineering Board (IREB), and is co-author of the syllabus and examination of the qualification of Certified Professional in Requirements Engineering (CPRE). Colin Hood has been a member of INCOSE since 1999.
 

Kreative Anforderungen auf professionellem Niveau? Unter schwierigen Bedingungen? Das geht!

Prof. Dr.Tobias Brückmann,
CampusLab GmbH

Kreative Anforderungen auf professionellem Niveau? Unter schwierigen Bedingungen? Das geht!

Der Fokus des Vortrags liegt im Bereich Anforderungsermittlung (nicht Dokumentation, Prüfen und Abstimmen oder Verwalten). Dabei wird insbesondere die Ermittlung von kreativen Anforderungen und Begeisterungsfaktoren fokussiert. Ein Schwerpunkt bildet dabei die Frage, wie man in großen, traditionellen Unternehmen kreative Anforderungen auf hohem professionellen Niveau ermitteln kann. Beziehungsweise welche Fehlermuster ich häufig beobachte, die eher zu einer „Nicht-Ermittlung“ führen. Den typischen Rahmenbedingungen und Kulturelementen großer Organisationen stehen die Herausforderungen der Digitalisierung und einer agilen Arbeitsweise gegenüber. Die insbesondere durch einen weltweiten Wettbewerb und der rasanten Technologieentwicklung verschärft werden. Daraus lässt sich die Notwendigkeit zu einem flexiblen Umgang mit dem eigenen „Methodenkoffer“ von Ermittlungstechniken ableiten.

Als konstruktives Element wird in diesem Vortrag eine konkrete Workshoptechnik (Cocawo) dargestellt, mit denen wir sehr gute Erfahrungen in dem oben skizzierten Umfeld gemacht haben. Dazu werden die konkreten Einsatzszenarien skizziert und der Einsatz der Technik sowie die erreichte Ergebnisqualität reflektiert. Zusammenfassend werden dann die Do’s and Don’ts darstellt, die wir bisher ableiten konnten. Damit wollen wir einen Beitrag leisten, der helfen dabei kann, insbesondere herausfordernde Ermittlungssituationen durch eine geeignete Ermittlungstechnik zu unterstützen. Und gleichzeitig sowohl die Akzeptanz und Kooperationsbereitschaft der Stakeholder als auch eine professionelle Ergebnisqualität methodisch gut zu sichern.

Prof. Dr. Tobias Brückmann verfügt über 12 Jahre Berufserfahrung im Bereich Requirements Engineering und der Gestaltung von Wissenstransfer zu Projektteams. Ein Schwerpunkt dabei bilden Konzeption und Durchführung von innovativen Schulungsformaten sowie die Unterstützung und das Praxiscoaching. Als Hochschullehrer und Gründer arbeitet Prof. Dr. Tobias Brückmann kontinuierlich an der Professionalisierung und Optimierung von industriellen Softwareprozessen.
Als Professor für das Fachgebiet Software Engineering in der Wirtschaftsinformatik an der Internationalen Hochschule Bad Honnef (IUBH) hat Tobias Brückmann einen der derzeit erfolgreichsten deutschen Fernstudiengänge B.Sc. Wirtschaftsinformatik mitentwickelt.

Verantwortung statt Mikromanagement: Mit Zusammenarbeit schneller zu sicheren Produkten

Dr. Michael Jastram, Eric Winquist,
Jama Software

Verantwortung statt Mikromanagement: Mit Zusammenarbeit schneller zu sicheren Produkten

In der Produktentwicklung müssen neue Wege gefunden werden, um mit steigender Komplexität und höheren Qualitätsauflagen umgehen zu können. In der Praxis findet man zwei Ansätze dazu:

  1. Es können mehr und mehr Prozesse und Auflagen eingeführt werden, doch das führt oft zu Reibungsverlusten und dem Gefühl des Mikromanagements.
  2. Alternativ wird vermehrt auf agile Ansätze gesetzt, doch dann wird es schwierig nachzuweisen, dass die – oft gesetzlichen – Qualitätsauflagen vollständig umgesetzt wurden.

Dieser Vortrag beschreibt einen Ansatz, wie auch im regulierten Umfeld die Mitarbeiter genug Freiräume haben, um kreativ und effektiv zu hervorragenden Ergebnissen zu kommen. Dies wird durch drei Maßnahmen realisiert: (1) Kommunikation im Kontext der eigentlichen Arbeit; (2) Prozesse die führen und nicht einschränken; und (3) Qualitäts-Kontrollpunkte, die den geforderten Qualitätsauflagen entsprechen. Damit dieser Ansatz funktioniert ist eine Werkzeugunterstützung erforderlich, die die Reibungsverluste minimiert.

Dr. Michael Jastram ist Systems Engineer mit Schwerpunkt auf die Anforderungsmodellierung. Er ist Gründer und Projekt Lead des Eclipse Requirements Modeling Frameworks, einem Open Source-Projekt zur Anforderungsmodellierung, das als Referenzimplementierung den offenen ReqIF-Standard umsetzt. Als Advokat für Offenheit teilt er sein Wissen über Bücher, Fachartikel, Vorträge und als Veranstalter, sowie über seinen wöchentlichen deutschsprachigen Blog System Engineering Trends und den englischsprachigen Formal Mind Blog. Michael hat zwanzig Jahre Berufserfahrung, davon zehn in den USA, wo er einen Abschluss am M.I.T. erwarb und als Software-Ingenieur und -Architekt in mehreren Start-Ups arbeitete. Er ist Gründer der Düsseldorfer Java User Group (rheinjug e.V.). Heute ist er Senior Solutions Architect bei er Jama Software, sowie Geschäftsführer der Formal Mind GmbH und Betreiber der ReqIF.academy, einer Online-Bibliothek rund um den Austausch von Anforderungen.

Eric Winquist hat 2007 Jama Software gegründet, nachdem er gesehen hat, dass viele Firmen Schwierigkeiten und Frustrationen bei der Entwicklung und Markteinführung komplexer, System-getriebener Produkte hatten. In 2017 ist Eric in die Niederlande umgezogen, um den europäischen Firmensitz von Jama zu gründen. Mit über 20 Jahren Erfahrung in Produktentwicklung und Entrepreneurship arbeitet er leidenschaftlich daran, die Produktentwicklung zu reformieren. Viele Innovationen in der Jama Produktentwicklungsplattform basieren auf Eric's Wissen und Interesse bezüglich Psychologie und Motivation im Arbeitsumfeld.

15:40

Pause

16:00
Verteilt agil … oder wie viel "Produkt Owner" braucht man wo?

Thomas Behrens,
Endava

Verteilt agil … oder wie viel "Produkt Owner" braucht man wo?

Obwohl Agilität und Verteilung oft als Widerspruch angesehen werden, steigt die Anzahl verteilter und agiler Softwareentwicklungsprojekte kontinuierlich an. Das Requirements Engineering ist hier besonders betroffen: die Verfeinerung der Anforderungen in agilen Projekten basiert auf einem Kommunikationsversprechen und bei verteilten Projekten geht die räumliche Trennung genau durch diese Kommunikation. Das wirft die martialische Frage auf, wie ich meinen Product Owner (am Beispiel Scrum) "zerteilen" muss, um sicherzustellen, dass das Team das richtige Produkt erstellt.

Steht bei Ihnen ein verteiltes, agiles Software-Projekt vor der Tür oder müssen Sie darüber entscheiden, ob oder wie Sie ein solches Projekt aufsetzen? Ich teile mit Ihnen meine Erfahrungen aus diesen Projekten mit Fokus auf dem Requirements Engineering. Der Schwerpunkt der Handlungsempfehlungen für erfolgreiche Projekte liegt auf den Themen "Fertigkeiten (Skills) statt Rollen" und "Kommunikationsversprechen, ja aber!"

Thomas Behrens ist Group Head of Analysis bei Endava (www.endava.com). Er ist verantwortlich für die Ausrichtung der Business Analyse Disziplin innerhalb Endavas mit seinen über 100 Business Analysten. Darüber betreut er als Delivery Manager Nearshoring Software-Projekte in Deutschland, schwerpunktmäßig im agilen Kontext. Seit seinem Abschluss als Diplom-Informatiker hat Thomas Behrens mehr als 25 Jahre Erfahrung in unterschiedlichen Rollen in der Softwareentwicklung gesammelt. Weil "Veränderungen mit Verständnis beginnen", tauscht er seine Erfahrungen gerne mit anderen Menschen aus.

Die Rolle des Anforderungsmanagements im Modellbasierten Systems Engineering – Gestern, Heute und Morgen

Dr. Ralf Frotscher, Christian Stahl
TWT GmbH Science & Innovation

Die Rolle des Anforderungsmanagements im Modellbasierten Systems Engineering – Gestern, Heute und Morgen

Immer komplexer werdende softwareintensive Systeme müssen in immer kürzerer Zeit entwickelt werden. Produktentwicklungsprozesse müssen optimiert und an die aktuelle Marktsituation angepasst werden. Hier verursachen Ungenauigkeiten und Fehler in der Anforderungsspezifikation oft Softwarefehler. Leider fallen diese erst spät im Entwicklungszyklus auf und führen zu erhöhten Kosten sowohl in der Entwicklung als auch im Betrieb der Software. Eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten sowie ein durchgängiges Requirements Engineering erlauben das schnelle und frühe Erkennen von Fehlern. Langjährige Bestrebungen im Bereich der Schnittstellen, die einen sicheren und zuverlässigen Austausch verschiedenster Modelle erlauben sowie eine gemeinsame Simulationsumgebung liefern hier einen entscheidenden Beitrag. Darüber hinaus können Modellierungsansätze als Ergänzung zur textuellen Spezifikation eingesetzt werden.

Der Vortrag gibt einen Überblick über Modellbasiertes Systems Engineering mit speziellem Bezug auf textbasiertes Anforderungsmanagement, seine Mehrwerte, aktuelle Herausforderungen, sowie bestehende Einschränkungen für die Systementwicklung in den Bereichen Automotive und Industrie 4.0. Wir präsentieren Inhalte aus aktuellen Forschungsprojekten mit Fokus auf die werkzeuggestützte, modellbasierte Qualitätssicherung von Verhaltensanforderungen. Desweiteren diskutieren wir Ansätze einer interdisziplinären Simulationsumgebung sowie aktuelle Standards, die explizit Anforderungen berücksichtigen.

Dr. Ralf Frotscher ist Research Manager bei TWT GmbH und leitet das Team Modellbasierte Systementwicklung im Bereich Innovation Management. Er studierte Technomathematik an der FH Aachen, wo er auch sein Promotionsprojekt durchführte. Seine Promotion erhielt er von der Universität Duisburg-Essen im Themenfeld Computational Engineering. Bei TWT arbeitet Dr. Frotscher in Industrieprojekten in den Bereichen Systementwicklung und modellbasierte Systemenentwicklung. Zudem arbeitet er in und leitet internationale Forschungsprojekte zu den Themen Anforderungsmanagement, Systemenwicklung, Qualitätssicherung, Validierung und Verifikation in unterschiedlichen Anwendungsfeldern.

 

Dr. Christian Stahl ist Systems Engineer bei der TWT GmbH. Er arbeitet schwerpunktmäßig  im Bereich der (modellbasierten) Systementwicklung an Themen wie Anforderungsanalyse, Modellierung, Prozessautomatisierung, Qualitätssicherung und Verifikation.

Methodeneinführung und Veränderungsmangement – der agile Weg

Thorsten Cziharz,
SOPHIST GmbH

Methodeneinführung und Veränderungsmangement – der agile Weg

Der Zeit- und Erfolgsdruck auf die Unternehmen steigt ungebrochen weiter kontinuierlich an. Im gleichen Maße verändern sich jedoch auch die Randbedingungen für die Arbeit der Firmen, Projekte und Mitarbeiter und fordern damit eine Flexibilität, die viele Mitarbeiter nicht mehr gewohnt sind.

Effizientes und effektives Arbeiten ist gefragt. Dies bedeutet aber, situativ aus einem Fundus von Möglichkeiten, das richtige Vorgehen, Methoden und Techniken auszuwählen, zu adaptieren und zu optimieren. Für viele Bereiche eine nicht erreichbare Transformation, wurde doch jahrelang Monotonie durch Silo-Denken, Prozessgehorsam und formale KPIs gefördert. Alternativen im Vorgehen, Spieltrieb, Neugier und Experimentierfreude blieben auf der Strecke.

Eine doppelte Herausforderung für die Transformation: Veränderungsmanagement und Methodenkenntnis.

Auf der anderen Seite kennen wir Teams, die mit neuen, sich ständig ändernden Randbedingungen hervorragend umgehen können und sich kontinuierlich verbessern: Agile Teams

Wie können wir diese Mechanismen nutzen, um die Menschen wieder fit zu machen?

Das im Vortrag vorgestellte praxiserprobte Vorgehen zeigt, wie mithilfe eines agilen Vorgehens Methoden nachhaltig eingeführt werden.

Thorsten Cziharz
Als Berater unterstütze ich Unternehmen und Projekte bei Fragestellungen rund um das Requirements-Engineering. Neben der Definition, Optimierung und Einführung von klassischen oder agilen Vorgehensmodelle begleite ich auch Projekte bei der Durchführung der Anforderungsanalyse. Sowohl als Berater, als auch als Trainer liegen meine Schwerpunkte dabei im Bereich Requirements Modeling und Qualitätssicherung von Anforderungen.

DOORS Next Generation - Requirements Engineering Reinvented

Nikolai Stein-Cieslak,
REQUISIS GmbH

DOORS Next Generation - Requirements Engineering Reinvented

Requirements Engineering mit DNG und aktiviertem Konfigurationsmanagement folgt einem ganz anderen Paradigma, als man es aus anderen Tools gewohnt ist.

Die strikte Einbeziehung von Konfigurationsmanagment erinnert an die Methoden und Konzepte von verteilter Softwareentwicklung mit GIT und eröffnet eine unglaubliche Vielfalt an Möglichkeiten, aber bedingt gleichzeitig auch die Notwendigkeit entsprechende Vorgaben in Unternehmen zu etablieren.

Wir zeigen im Vortrag, wie sich die herkömmliche Arbeitsweise und Denkweise ändern muss, welche zusätzliche Rollen im Unternehmen benötigt werden und welche Konsequenzen die neue Arbeitsweise mit sich bringt.

 

Nikolai Stein-Cieslak ist Senior Consultant und Geschäftsführer der REQUISIS GmbH. Seit über 10 Jahren beschäftigt er sich mit dem Thema Anforderungsmanagement. Er sammelte bereits während des Studiums umfangreiche Erfahrungen im Requirements Engineering mit Doors in der Konzernforschung von Daimler(Chrysler) in Berlin. Nach dem Studium setzte er seine selbständige Tätigkeit fort und führte in diesem Rahmen Doors bei DaimlerChrysler im Geschäftsbereich Mercedes Benz Vans ein. 2007 gründete er die Firma REQUISIS (Requirements Engineering für software-intensive Systeme), die mit stetig wachsender Belegschaft eine wachsende Kundenzahl im Bereich des Requirements Engineerings berät und betreut. In den letzten Jahren beschäftigte er sich hauptsächlich mit der Prozessgestaltung rund um den Datenaustausch zwischen OEM und Zulieferern insbesondre im Hinblick auf den ReqIF-Standard. Er vertritt die Firma REQUISIS im ReqIF-Implementor-Forum.

16:45

Pause wegen Umbau zur Keynote

18:15

Beginn der Abendveranstaltung mit Abendessen

08:00

Registrierung

10:00

Speed Presentations

10:20

Pause

TRACK 1
Agil
TRACK 2
Transformation
TRACK 3
Neue Wege
Sponsoren & Aussteller Track
10:50
Was heißt hier Product Owner? – Agiles GPS mit RE-Routenplaner

Dr. Andreas Birk,
Software.Process.Management

Was heißt hier Product Owner? – Agiles GPS mit RE-Routenplaner

Der Vortragstitel hinterfragt die Rolle des Product Owners in agilen Teams und Organisationen: Wie ist die Rolle gestaltet, und wohin entwickelt sie sich? Wie füllen Product Owner ihre Rolle mit Leben? Und welche Instrumente des agilen Requirements-Engineerings setzen sie ein, um der Entwicklung den Weg zu erfolgreichen Produkten zu zeigen?

Ausgangspunkt sind die Ergebnisse einer Befragung von Product Ownern (PO) nach ihrer Rolle und ihren Aufgaben. Sie hat sehr unterschiedliche organisatorische Konstellationen und Rollenverständnisse offengelegt. Der Vortrag präsentiert die Grundmuster dieser Konstellationen und zeigt ihre Vorteile und Herausforderungen auf. Das hilft Product Ownern ihre Position zu stärken und weiter zu entwickeln.

Product Owner benötigen unterschiedliche Requirements-Instrumente, um ihre Rolle mit Leben zu füllen. Manche sind erst kürzlich im agilen Umfeld entstanden. Andere entstammen dem klassischen Methodenkoffer des RE und müssen in der agilen Welt neu interpretiert werden.

Passend zu den identifizierten Rollenmustern der PO schlägt der Vortrag geeignete RE-Instrumente vor und stellt sie zur Diskussion. Die Auswahl spannt einen Bogen von Stakeholder-Analyse über Backlog-Management bis zum Zusammenspiel von RE und agilem Testen. Betrachtet werden drei unterschiedliche Umfelder: innovative Neuprodukte, interne IT-Applikationen und technische Systeme.


Dr. Andreas Birk ist Gründer und Principal Consultant von Software.Process.Management. Er hilft Organisationen, ihre Software-Prozesse optimal an den Erfordernissen auszurichten. Schwerpunkte sind toolgestütztes Requirements-Management, variantenreiche Systeme und agile Entwicklung.

In verschiedenen Bereichen der Software-Industrie und in führenden Einrichtungen der anwendungsorientierten Forschung hat Andreas Birk vielfältig Methoden und Praxis des Software-Engineering kennen gelernt. Er gibt seine Erfahrungen als Berater, Coach und Trainer weiter, und vermittelt sie in Vorträgen und Publikationen.
 

Agiles Management mit OKR bei der BROCKHAUS AG – Ein Praxisbericht

Solmund Rita Schnell, David Reher
BROCKHAUS AG

Agiles Management mit OKR bei der BROCKHAUS AG – Ein Praxisbericht

OKR (Objectives and Key Results) als eine Form des agilen Managements wird seit fast 20 Jahren beim Suchmaschinenanbieter Google und auch bei Unternehmen wie LinkedIn und Zalando erfolgreich eingesetzt. Was genau ist OKR? Wie funktioniert es? Können andere Management-Formen dadurch ersetzt oder sinnvoll ergänzt werden? Wo gibt es Schnittstellen und Unterschiede zum Requirements Engineering?

Am Praxisbeispiel BROCKHAUS AG wird gezeigt, wie ein stark wachsender, mittelständischer IT-Dienstleister seit Anfang 2017 in den Corporate Functions erfolgreich mit OKRs arbeitet.

Schritt für Schritt führte das Management die Mitarbeiter an das Arbeiten mit OKRs heran. Welche Herausforderungen waren dabei zu überwinden? Welcher Nutzen entwickelte sich daraus für alle Beteiligten im Laufe eines Jahres?

Im Vortrag erhalten die Zuhörer einen Einblick in die Praxiserfahrungen mit OKRs aus den Perspektiven von Fachbereich und IT-Consulting.

Insbesondere werden

  • Kriterien für die Tool-Auswahl bewertet
  • Vorgehensweisen gezeigt, mit denen die Impediments gemeistert werden können
  • Vorzüge der Arbeit mit OKRs aufgezeigt.

Die Zuhörer erfahren, wie in einem sehr dynamischen und software-entwicklungsnahen Umfeld mit OKR die Motivation gesteigert, Abstimmungsprozesse beschleunigt und eine stärkere Zusammenarbeit gefördert werden können. Trotz Anlaufschwierigkeiten überzeugt OKR als agiles Framework, um wesentliche Impulse für die Weiterentwicklung des Unternehmens zu generieren.


Solmund Rita Schnell ist als Diplom-Kauffrau seit über 15 Jahren im Umfeld der Softwareentwicklung tätig. Seit knapp 3 Jahren arbeitet sie im Vertriebsinnendienst der BROCKHAUS AG. Sie koordiniert die Projekteinsätze der Mitarbeiter, schreibt Angebote, verwaltet die Bestellungen und ist verantwortlich für die Auswahl und Betreuung externer Spezialisten. Darüber hinaus begleitet sie die Prozessoptimierung in diesem sehr dynamisch wachsenden Unternehmen. Zuvor war sie 2 Jahre Bewerbercoach bei der Bundesagentur für Arbeit. Von 1992 bis 2008 verantwortete sie in einem Softwarehaus die Konzeption und Vermarktung einer Finanzierungssoftware, die unter anderem mit AI-Methoden öffentliche Fördermittel in Finanzierungspläne einbezog.

David Reher ist als Experte für Anwendungsarchitekturen und Single-Page-Applications mit AngularJS und react.js seit fast 4 Jahren bei der BROCKHAUS AG tätig. Er entwickelt Mustervorlagen, Komponenten und Modularisierungsstrategien für Entwicklerteams in Projekten mit bis zu 50 Entwicklern. In enger Zusammenarbeit mit Auftraggebern, Benutzern und User-Experience-Experten gestaltet er moderne Web-Frontends. Auf der ADC X in Wien und der nrw conf in Wuppertal hält er Vorträge. Als Mitglied in SCRUM-Teams als auch in klassischen Projektorganisationen leitet er kleine Teams und unterstützt Gesamtprojektleitungen bei der Projektorganisation. David Reher arbeitete in Positionen als Coach für Entwickler, als SVN-Administrator und als Mitglied eines Usability-Web-Frontend-Teams in einem Versicherungsprojekt.

Die letzte Bastion fällt – User Experience wird spezifizierbar

Dr. Sonja Cornelsen, Stefan Lieser
TWT GmbH Science & Innovation

Die letzte Bastion fällt – User Experience wird spezifizierbar

Usability und User Experience gewinnen zunehmend an Bedeutung und tragen essentiell zum Erfolg oder Scheitern eines Produktes bei. Obwohl ‚gute Usability‘ eine zentrale Anforderung ist, wird selten in den Anforderungen spezifiziert, wie die Umsetzung zu erfolgen hat. Im Interesse von Auftraggebern und Auftragnehmern sind messbare Anforderung jedoch von großer Bedeutung. Der Vortrag zeigt Möglichkeiten auf, wie durch nutzergruppenspezifische Anforderungen die User Experience und Usability berücksichtigt und messbar gemacht werden können.

Wir schlagen vor, Anforderungen an Personas zu koppeln. Die Eigenschaften, Erwartungen und Wünsche, die mit einer Persona verknüpft sind, definieren, was gute Usability für einen bestimmten User bedeutet und spezifizieren dadurch die Umsetzung einer bestimmten Anforderung.

Während die Kopplung von Anforderungen an eine Persona einen Baustein zu hoher User Experience und Usability darstellt, gewährleistet sie alleine noch nicht den Erfolg der Umsetzung. Hierfür schlagen wir vor, die Personas mit einem individuellen Funktionspräferenzprofil anzureichern und diese Präferenzen wiederum mit messbaren Größen der Mensch-Maschine-Interaktion zu verknüpfen. Diese neuartigen, Persona-bezogen quantifizierbaren Usability-Anforderungen ermöglichen eine zielgerichtete Entwicklung und eine quantitative Überprüfung der Entwicklungsergebnisse.

Sonja Cornelsen, Dr. rer. nat., Consultant
Kognitionspsychologe, Neurowissenschaftler und Usability Engineer. Mein Interesse liegt darin, Usability und User Experience bereits während der Anforderungserhebung zu berücksichtigen.

Stefan Lieser, Dipl. Ing., Senior Consultant für Requirements Engineering

Langjährige Erfahrung im Erstellen von Lastenheften für verschiedenste Produkte, und langjähriges Hadern mit der Schwammigkeit von Usability-Anforderungen und der Stiefmütterlichkeit, mit der Usability zuweilen gehandhabt wird. Geistiger Vater des Funktionspräferenzprofils und Entwickler der Metriken zur Realisierung der Funktionspräferenzen.

Model Based Systems Engineering – oder als die Anforderungen laufen lernten

Peter Schedl, IBM Deutschland GmbH

Model Based Systems Engineering – oder als die Anforderungen laufen lernten

Nachwievor werden Anforderungen überwiegend textuell beschrieben was gerade vor dem Hintergrund immer weiter steigender Komplexität der Produkte und der zunehmenden Vernetzung untereinander (vgl. IoT) sowohl die Erstellung immer aufwändiger aber insbesondere die Verarbeitung an die Grenzen bringt.

Bereits seit eingen Jahren greift die Methode des Modelbasierten System Engineering in den Unternehmen Fuß. Oftmals wird dies aber den Systemanforderungen nachgelagert und Modellartefakte finden sich wenn überhaupt nur in Design Dokumenten wieder.

Dieser Vortrag beschreibt wie bereits bei der Erstellung der Systemspezifikation modellbasierte Methoden zum Einsatz kommen können und wie das Modell und die Spezifikation im weiteren Projektverlauf weiterentwickelt und synchron gehalten warden können.

Peter Schedl befasst sich seit mehr als 20 Jahren mit Themen im Bereich der modellbasierten Entwicklung.
In dieser Zeit konnte er im Rahmen von verschiedensten Projekten z.B. im AeroSpace und Automotive Umfeld Erfahrungen mit der Einführung von methodischen Vorgehensweisen über den gesamten Application Lifecycle sammeln.
Aktuell liegt der Schwerpunkt im Bereich Model Based Systems Engineering (MBSE) wo er Kunden bei der Einführung von MBSE unterstützt.

11:45
Agile Releaseplanung - Das kleine Einmaleins des agilen Produktmanagements

Andrea Grass
oose Innovative Informatig eG

Agile Releaseplanung - Das kleine Einmaleins des agilen Produktmanagements

Es ist Projektbeginn. Sie stehen vor der Aufgabe möglichst schnell einen Releaseplan zu erstellen, der einen fachlichen und geschäftlichen Mehrwert liefert. Da es sich um ein agiles Projekt handelt, können Sie nicht auf eine detaillierte Anforderungsanalyse zurückgreifen. Wie gehen Sie nun vor?

Begeben Sie sich auf eine kurze Reise von der Geschäftsvision, über Geschäftsdimensionen, Einführungsszenarien, Story Maps und gelangen schließlich zum Ziel: einer geschätzten Releaseplanung. Die vorgestellte Vorgehensweise ist ein wesentlicher Schritt im agilen Produktmanagement.

Andrea Grass arbeitet als Trainerin und Agile Coach für die oose Innovative Informatik eG. Sie führt Agilitätschecks durch, unterstützt Teams, Agilität zum Leben zu erwecken oder Unternehmen ihren Weg in die Selbstorganisation zu finden.


Inspiration, Influence, Input! – Nachhaltig beeindruckende Denkmodelle und Hilfsmittel aus RE, Management und Privatleben

Chris Rupp, SOPHIST GmbH

Inspiration, Influence, Input! – Nachhaltig beeindruckende Denkmodelle und Hilfsmittel aus RE, Management und Privatleben

Tagtäglich lassen wir uns beeinflussen – von Artikeln, die wir im Internet oder in Magazinen lesen; von Meinungen, die uns unsere Mitmenschen mitteilen; von Beobachtungen im Alltag,…. Ich lasse mich dabei sowohl als Requirements-Engineer, als Manager und ganz sicher auch als Privatperson inspirieren. Und das ist gut so! Das Wichtige und gleichzeitig Herausfordernde ist jedoch, immer wieder zu filtern, von was wir uns beeinflussen lassen wollen und sollten und von was nicht.

In diesem Vortrag möchte ich Ihnen einige Modelle und Ansätze vorstellen, die mich vor allem in meiner beruflichen (aber sicher auch ein Stück weit in der privaten) Welt nachhaltig beeindruckt haben und die ich Ihnen gerne weitergeben möchte. Neben methodischen Themen werde ich mich auch psychologischen und philosophischen Ansätzen widmen.

Welche Ansätze Sie dabei für sich als wertvoll herausfiltern, bleibt natürlich Ihnen überlassen!

Chris Rupp
OberSOPHISTin (formal: Gründerin und geschäftsführende Gesellschafterin der SOPHIST GmbH), Chefberaterin, Coach und Trainerin. In über 20 Jahren Berufstätigkeit sammelt sich so einiges an ... ein Unternehmen ...6 Bücher ...40 Mitarbeiter ...ungezählte Artikel und Vorträge... und unheimlich viel Erfahrung. Meine Leidenschaft für die Projektberatung ist vermutlich Schuld daran, dass ich bis heute nicht „nur“ manage, verwalte und Menschen fördere, sondern auch ganz nah am Kunden dran bin, in Projekten maßgeblich mitarbeite. Vielleicht aber auch das Talent, die richtigen Mitarbeiter um mich zu scharen. Gute Ideen so umzusetzen, dass Entwickler, Vertragspartner, direkt und indirekt betroffene Anwender das Gefühl haben, ein intelligentes, durchdachtes und nutzbringendes Produkt vor sich zu haben, ist die Vision die mich dabei antreibt.

RE bei MBSE mehr als nur textuelle Anforderungen

Dieter Wagner, MBDA Deutschland GmbH
Andreas Ditze, MID GmbH

RE bei MBSE mehr als nur textuelle Anforderungen

Seit sich Model Based Systems Engineering (MBSE) immer größerer Beliebtheit erfreut, wird ein Aspekt im Zusammenhang mit den Modellen immer wichtiger: Anforderungen werden nunmehr nicht nur in Textform erfasst, sondern auch mittels UML/SysML Diagrammen.

Textuelle Anforderungen und deren Änderungsmanagement in RM-Tools ist Stand der Dinge, aber wie sieht es mit Anforderungen in Form von UML/SysML Diagrammen aus?

Daraus stellen sich folgende Fragen:

Wie könnte ein Anforderungsmanagement Tool für MBSE aussehen?

Wie können Versionen von MBSE Modellen verwaltet werden?

Der Vortrag wird auf diese Fragen eingehen und einen Lösungsvorschlag aufzeigen.


Dieter Wagner ist Fachreferent für System Engineering bei der Firma MBDA und Dozent an der Universität der Bundeswehr sowie der Hochschule Kempten. Er beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit modellbasierendem System Engineering Methoden. Er hat in der MBDA das Model based System Engineering bereits 2005 definiert und eingeführt. Seither optimiert er den MBSE Prozess kontinuierlich und veröffentlicht seine Erkenntnisse in der Fachpresse.

Andreas Ditze ist einer der Geschäftsführer der MID und blickt auf über 20 Jahre als Berater und Trainer für modellbasierte Vorgehensweisen und Modellierungswerkzeuge zurück. Er berät Unternehmen bei der Einführung und Umsetzung einer modellbasierten Strategie für Unternehmens-, System- oder Applikationsentwicklung. Hier steht die Innovator Enterprise Modeling Suite der MID und die darin unterstützte Notationen ArchiMate 3, BPMN 2, UML
 

Steht noch nicht fest!
12:30

Mittagspause und Besuch der Ausstellung

13:30
Das Agiles Requirements-Board - Eine interaktive Session zum Anfassen und mitmachen!

Johannes Bergsmann, Software Quality Lab GmbH

Das Agiles Requirements-Board - Eine interaktive Session zum Anfassen und mitmachen!

Die Teilnehmer lernen das „Agile RE-Board“ als ergänzende Technik und Tool neben dem Scrum Board kennen und haben die Möglichkeit, dieses Werkzeug selbst im Rahmen der Session anzuwenden und zu erleben.

Damit wird den Teilnehmern einerseits Wissen und andererseits praktische Erfahrung für die Anwendung in eigenen Projekten mitgegeben.

Das in Scrum verwendete Taskboard wird durch das Agile RE-Board sinnvoll ergänzt. Das agile Requirements-Board ist ein Entwicklungs- und Management-Tool für Requirements in agilen Projekten. Dieses Board unterstützt die agilen Projekte in der Zeit vor und während des Umsetzungssprints, um die Anforderungen zu analysieren und einen passenden Sprint-Backlog daraus abzuleiten.

In einem wenige Folien umfassenden einleitenden Vortrag wird die Methodik hinter dem „Agilen RE-Board“ dargestellt und die Teilnehmer werden dann im weiteren Verlauf zum Mitmachen eingeladen und können in Kleingruppen das agile RE-Board in der Anwendung live ausprobieren und erleben.

Dipl.-Ing. Johannes Bergsmann

  • Über 25 Jahre Erfahrung in der SW-Entwicklung, über 150 SW-Projekte sowohl klassisch als auch agil
  • Vorträge auf verschiedenen Konferenzen (ASQT, ESE, Embedded meets Agile, Embedded Systems Symposium, iqnite, MedConf, Modern RE, OOP, ReConf, STEV, …).
  • Gerichtlich beeideter Sachverständiger für Informatik, Ziviltechniker für Informatik
  • Vizepräsident des Austrian Testing Boards
  • Autor des ersten deutschsprachigen Buches zum Thema „Requirements Engineering für die agile Software-Entwicklung“, dpunkt.verlag, 2014
Agile Coaching oder die hohe Kunst der motivierten Selbsterkenntnis mit Hang zur übersummativen Teamintelligenz

Jens Donig, Jörg Jungermann
HOOD GmbH

Agile Coaching oder die hohe Kunst der motivierten Selbsterkenntnis mit Hang zur übersummativen Teamintelligen

In unserem Beitrag stellen wir die agile Transformation als eine Reise dar, eine Reise hin zu einer Organisation, die noch robuster und leistungsfähiger auf sich ändernde Rahmenbedingungen wie Technologien, Kundenbedürfnisse, Märkte und Mitbewerber agiert. Auf diese Reise gehen alle Mitarbeiter, die den Mut haben müssen, Dinge auszuprobieren. Mitarbeiter die neugierig sind und herausfinden wollen, ob und wie gut die neuen Wege zum Ziel führen. Die offen ihr eigenes Handeln reflektieren und Ziele und Visionen angemessen überprüfen. In einem Rollenspiel zeigen wir in einer anschaulichen und unterhaltsamen Form, wie agiles Coaching hilft, dass sich solche Mitarbeiter selber entwickeln können und der Hang zur übersummativen Teamintelligenz entstehen kann.

Wir stellen dar, dass agiles Coaching eine besondere Vorgehensweise in der Entwicklung ermöglicht. Dabei vermitteln wir, wie mit Tools aus dem systemischen Coaching, dem Training agiler Praktiken und der Beratung zu agilen Framworks inklusive der Kommunikation im RE ein völlig neues Bild für Mitarbeiter und Teams entsteht, das den Mitarbeitern zeigt, wie sie mit Veränderungen umgehen und letztlich ein gestaltenderTeil ihres agileren Unternehmens werden.

Jens Donig ist Principal Consultant und agile Coach für Software- und Systems- Engineering bei der HOOD Group. Die Schwerpunkte seiner Beratungs- und Coaching Tätigkeit liegen in den Bereichen Organisationsentwicklung, agile Softwareentwicklung und Requirements Engineering (RE). Seit mehreren Jahren beschäftigt er sich intensiv mit der nachhaltigen Verankerung von integriertem ALM (Application Lifecycle Management) in Organisationen verschiedener Branchen. Auf Basis der TOC (Theory of Constraints) – Methoden, modellbasierter Ansätze und Produktentwicklungsstrategien wie Produktlinien-, Baukasten- und Modulstrategien, ist ein erfolgreicher Ansatz zur Entwicklung dynamikrobuster Unternehmen entstanden. Er ist Mitbegründer der Value-oriented Practices und des ALM Solution Framework für TFS.

Jörg Jungermann ist als Senior Consultant, Trainer und Coach bei Agile-by-HOOD tätig. Die Tätigkeitsschwerpunkte von Herrn Jungermann liegen in der Unterstützung unserer Kunden beim Einsatz von agilen Methoden im Systems- und Softwareengineering und von Requirements Engineering (RE). Als Berater und Coach begleitet er die Einführung agiler, iterativer Entwicklungsprozesse. Dabei kommen ihm seine Erfahrungen aus der Softwareentwicklung und des IT-Projektmanagements zugute. Neben seiner Beratertätigkeit führt Herr Jungermann auch Seminare, Workshops und Schulungen in den Bereichen: Agile/Lean, User Stories, Scrum, Kanban, agiles Requirements Engineering (aRE) und Use Case 2.0 durch. Jörg Jungermann ist Certified Scrum Master und Product Owner der Scrum Alliance und Certified Requirements Engineering Professional des IREBs.

Verständliche Anforderungen schreiben - Hilfe zur Selbsthilfe

Christian Weinert, Erik Hogrefe
Holisticon AG

Verständliche Anforderungen schreiben - Hilfe zur Selbsthilfe

Wir alle kennen das Problem: die Anforderungen die wir schreiben, werden bei dem Rezipienten nicht oder Mißverstanden. Aber woran liegt das?

Benutzen wir die falsche Methodik?
Haben wir das Glossar noch nicht umfassend befüllt?
Sind unsere Anforderungsdokumente zu lang oder zu unübersichtlich?

Lösungsansätze hat jeder von uns schon mal ausprobiert und dabei seine Erfahrungen gemacht. Manche positiv, manche negativ. Aber haben wir uns unter Experten schon mal gezielt darüber ausgetauscht? Meistens nur im kleinen Kreis innerhalb der Unternehmens.

In diesem Vortrag versteckt sich ein kleiner Workshop zu dem alle Experten eingeladen sind ihr Wissen zu teilen. Nach einem kurzen Impulsvortrag zu dem Thema "Anforderungen verständlich schreiben" wollen wir alle gemeinsam mit Hilfe der Liberating Structure "Entdeckungs- und Maßnahmendialog (Discovery & Action Dialog)" dem Thema nähern. Dadurch können wir:

Experten aus vorderster Front dazu animieren, ihre Lösungen zu der kniffligen Herausforderung offen zu legen. Vorhandene Verhaltensweisen und Praktiken, die positiv von der Norm abweichen entdecken.
Impulse erhalten und dadurch neue Lösungen erschließen.

Christian Weinert und Erik Hogrefe arbeiten als Agile Macher bei der Holisticon AG und benutzten Liberating Structures regelmäßig in ihrem Arbeitsalltag.

The Surprising Power of Liberating Structures: Simple Rules to Unleash A Culture of Innovation (English Edition), von Henri Lipmanowicz, Keith McCandless
 

 Steht noch nicht fest!
14:25
Agile Systemmodellierung: Ein Widerspruch in sich?

Dr. Michael Jastram, Eric Winquist
Jama Software

Agile Systemmodellierung: Ein Widerspruch in sich?

Systemmodellierung unterstützt die Analyse, das Design und den Test von komplexen Systemen. Gleichzeitig geht der Trend in die Richtung der agilen Entwicklung, um schnell auf Änderungen im Markt reagieren zu können. Doch in der Praxis ist es nicht leicht, diese zwei Ansätze miteinander zu kombinieren.

In diesem Vortrag wird gezeigt, dass Systemmodellierung und agiles Vorgehen nicht nur kompatibel sind, sondern sich auch gut ergänzen, wenn sie richtig angewendet werden. Dies geschieht durch die Auswahl der richtigen Modellierungssprache, der Einschränkung auf nützliche Features und die Einschränkung auf den relevanten Scope.

Unter den so geschaffenen Rahmenbedingungen können nun insbesondere die Aspekte der Modellierungssprache genutzt werden, die agiles Arbeiten unterstützen. Dazu gehören automatische Verifizierung, der Umgang mit Änderungen sowie der Nachweisführung, wobei die Kommunikation im Kontext des richtigen Modellelements eine wichtige Rolle spielt.

Dr. Michael Jastram ist Systems Engineer mit Schwerpunkt auf die Anforderungsmodellierung. Er ist Gründer und Projekt Lead des Eclipse Requirements Modeling Frameworks, einem Open Source-Projekt zur Anforderungsmodellierung, das als Referenzimplementierung den offenen ReqIF-Standard umsetzt. Als Advokat für Offenheit teilt er sein Wissen über Bücher, Fachartikel, Vorträge und als Veranstalter, sowie über seinen wöchentlichen deutschsprachigen Blog System Engineering Trends und den englischsprachigen Formal Mind Blog. Michael hat zwanzig Jahre Berufserfahrung, davon zehn in den USA, wo er einen Abschluss am M.I.T. erwarb und als Software-Ingenieur und -Architekt in mehreren Start-Ups arbeitete. Er ist Gründer der Düsseldorfer Java User Group (rheinjug e.V.). Heute ist er Senior Solutions Architect bei er Jama Software, sowie Geschäftsführer der Formal Mind GmbH und Betreiber der ReqIF.academy, einer Online-Bibliothek rund um den Austausch von Anforderungen.

Eric Winquist hat 2007 Jama Software gegründet, nachdem er gesehen hat, dass viele Firmen Schwierigkeiten und Frustrationen bei der Entwicklung und Markteinführung komplexer, System-getriebener Produkte hatten. In 2017 ist Eric in die Niederlande umgezogen, um den europäischen Firmensitz von Jama zu gründen. Mit über 20 Jahren Erfahrung in Produktentwicklung und Entrepreneurship arbeitet er leidenschaftlich daran, die Produktentwicklung zu reformieren. Viele Innovationen in der Jama Produktentwicklungsplattform basieren auf Eric's Wissen und Interesse bezüglich Psychologie und Motivation im Arbeitsumfeld.


Digital Factory at UBS – Integrating multi speed development

Christian Bucholdt, Urs Rueegsegger
UBS Business Solutions AG

Digital Factory at UBS – Integrating multi speed development

This presentation will show application of agile software development practices in an environment where about 200 applications need to be integrated. Not all of these applications can be developed in the same agile development approach.

We want to show how a large organization applies agile development when implementing a new application for client advisors in the largest wealth management bank worldwide. The application integrates data and functionality of more than 200 applications, where some are developed in traditional waterfall, others in iterative process and some in an agile approach. Development is spread over multiple vendors, teams and international locations (Switzerland, Eastern Europe, China, Singapore). UBS wants to present the positive and negative lessons learned in this development journey that started about a year ago and will keep on going for the next three years.

Christian Bucholdt is IT program manager in the department of Channels&Workbenches at UBS in Zurich. He has global responsible for all changes in the applications for client advisors at UBS, serving private and corporate clients. The program consists of a core delivery team of about 50 people and a total of 200+ people serving the program in various other teams and locations.
Christian has a long background as requirements engineer and earned education of a Master of Science in Geographic Information Systems (Salzburg) and Master of Business Administration (Liverpool). His experience comes from many international projects in Germany, United States, South Africa, Switzerland and other countries.

 

 

Come on baby, light my fire – Das Feuer der Innovation neu entfachen

Tobias Leisgang, Texas Instruments Deutschland GmbH

Come on baby, light my fire – Das Feuer der Innovation neu entfachen

Henry Ford erkannte bereits, dass man im Gespräch mit Kunden keine Delighter ermitteln kann: “Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde”. Auch wenn das Wort Delighter nicht mit Light verwandt ist, so geht es beim Ermitteln von Delightern doch irgendwie darum Feuer zu entfachen - Feuer im Herzen der Kunden. Manchmal werden dadurch auch bestehende Geschäftsmodelle abgefackelt.

Wie kriegt man also eine auf Effizienz getrimmte Firma zum zündeln? Erstens braucht es Zündfunken. Diese generieren wir mit einer Veranstaltung namens Innovation Sparks. Zweitens braucht es eine Feuerstelle, Brennmaterial und Menschen, die aus dem Funken ein kleines Feuer machen. Dies geschieht an den Innovation Days. Die Feuer müssen aber auch weitergetragen werden. Zu diesem Zweck haben wir einen Innovation Podcast gestartet.

Ein paar Feuer konnten wir schon entfachen und zeigen wir gerne. Wie waere es mit einer edlen hölzernen Minibar mit smartem Verschluss? Wir wollen aber auch nicht verschweigen, dass es im Konzern viel schwer entflammbares Material, Brandschutztüren und Sprinkleranlagen gibt. Aber vielleicht haben Sie ja Ideen, wie man das in den Griff kriegt?

Tobias Leisgang ist Systems Engineering Manager bei Texas Instruments. Er ist für ein weltweites Team verantwortlich, das customer und system requirements für connected MCUs erhebt. In 2017 gründete er den Innovation Club, der Kreative und Macher in der Firma vernetzt und bei gemeinsamen Events Ideen Wirklichkeit werden lässt.

Steht noch nicht fest!
15:10

Pause

15:40
Agiles Requirements Engineering mit User Experience: oder auf den Pfaden zu einem RE 4.0

Dr. Kerstin Röse, Martin Herget
Siemens AG

Agiles Requirements Engineering mit User Experience: oder auf den Pfaden zu einem RE 4.0

Um den Anforderungen der Digitalisierung im Rahmen von Industrie 4.0, und dem Wandel der damit zusammenhängenden Arbeitswelten 4.0 nachkommen zu können, im Sinne einer aktiven und modernen, zeitgemäßen Technikgestaltung, müssen wir unsere Methoden und Ansätze im Requirements Engineering für ein RE 4.0 neu definieren. Dies ist nicht möglich, wenn wir weiterhin nur auf die bessere Anpassung technisch notwendiger Eingaben fokussiert sind. Wir müssen das WAS und WIE des Requirements Engineering, aber auch WANN und WOMIT und WESHALB des UX-Engineering, ohne Vernachlässigung des WARUM und WIESO des Design Thinking, in unseren Arbeiten berücksichtigen.

Vor diesem Hintergrund haben wir einen Ansatz geschaffen, dessen Zielstellung es ist: weg von technologiegetriebener Anforderungsdefinition, hin zu bewusster Gestaltung moderner Technologielösungen, welche sowohl die Mensch-Technik-Interkation direkt durch augmented Angebote unterstützt, als auch den User als Akteur in seinen Handlungen und Planungen. Dabei wird die User Experience entwicklungsbegleitend in den Mittelpunkt gerückt, um bedürfnisgerechte Lösungen entwickeln zu können.

Der Beitrag soll einen Ansatz in Zusammenspiel von klassischen RE-Ansätzen und UX-Ansätzen, in Kombination mit Design Thinking vorstellen.

Es werden Chancen und Herausforderungen der Zusammenarbeit von RE-UX-DT aufgezeigt und die Erfahrungen und Ergebnisse zur Diskussion gestellt.

Dr. Kerstin Röse
2011-heute : Siemens, Corprate Technology, in Funktion als Senior Key Expert für User-driven PLM Entwicklung
2002-2011: Juniorprofessorin für Nutzergerechte Produktentwicklung, TU Kaiserslautern, FB MV
2007-2011: Gründung und Academic Director der Usability Academy
1996-2002: Oberingenieurin, Geschäftsführerin ZMMI KL,
1996-2002: Promotion zum Dr.-Ing im Bereich Systementwurf und Modellierung

Martin Herget
2008-heute Siemens, Corprate Technology, in Funktion als Senior Key Expert für Requirements Engineering
1986-2008: Siemens Healthcare (Software Entwicklung, Systems Engineering, Usability, Requirements Engineering, Abteilungsleitung)

Die digitale Revolution braucht ein RE2.0 – Herausforderungen und Lösungsansätze

Dr. Thaddäus Dorsch, HOOD GmbH

Die digitale Revolution braucht ein RE2.0 – Herausforderungen und Lösungsansätze

Die zukünftige Welt mit IoT, Industrie 4.0 und „digitaler Revolution“ wird unsere Welt stark verändern, sowohl technisch, als auch organisatorisch, sozial und gesellschaftlich. Die Herausforderungen dafür übertragen sich auf das Requirements Engineering der Zukunft, ein RE2.0. Aus neuen Ansätzen für Management, Systems Engineering und für neue Technologien werden Herausforderungen für ein zukünftiges RE2.0 aufgezeigt. Mögliche Lösungsansätze, die auch auf eigenen Projekterfahrungen in der Beratung basieren, werden davon abgeleitet und zur Diskussion gestellt.

Dr.-Ing. Thaddäus Dorsch ist Berater, Coach und Trainer für Systems und Requirements Engineering bei der HOOD Group. Er hat langjährige Erfahrung in der Systementwicklung und im Systems Engineering in der Telekommunikation, Verteidigung und Automotive. Er beschäftigt sich mit kundenorientierter Prozessentwicklung und -verbesserung, sowie mit Konzepten für die digitale Transformation.

Nicht Funktionale Anforderungen - Fun Factor oder Quälerei

Richard Pielczyk, Hanko Rubach
msg systems ag

Nicht Funktionale Anforderungen - Fun Factor oder Quälerei

Nicht Funktionale Anforderungen (NFA) fristen in der Anforderungsanalyse und der Vorhabenentwicklung häufig eine untergeordnete Rolle. Sie werden oft als Ballast empfunden und zugunsten der vermeintlich interessanteren funktionalen Anforderungen stiefmütterlich und zu spät betrachtet. Die NFA werden in jedem Projekt neu geschrieben.

Die msg hat sich des Themas angenommen und eine Methode entwickelt, wie aus einer belastenden Tätigkeit eine effiziente und effektive Art der Erhebung von NFA gemacht werden kann.

Die msg arbeitet mit der ISO/IEC 25010 und weiteren Standards (ISO/IEC 25021, ISO/IEC 25022, ISO 9126-2 ff., BITV, BSI Grundschutzkatalog, BDSG). Katalogbasiert, mit Checklisten und Fragekatalogen werden die Anforderungen des Kunden systematisch, strukturiert nach der Methode der msg identifiziert, analysiert und erfasst. Ein detailliertes Wissen um das Thema NFA aus vielen Projekten wird kombiniert mit der Methodenkompetenz der Berater der msg und garantiert eine hohe Sicherheit, NFA auf sehr hohem Niveau zu erhalten und für weitere Vorhaben multiplizierbar zu machen.

Die msg hält für jede NFA eine Metrik vor, die inklusive deren Interpretation die Testbarkeit der NFA ermöglicht. Die katalogbasierte Arbeitsweise erlaubt ein Tayloring der Anforderungen nach Projektphasen, Stakeholdern und speziellen Projektanforderungen. Der generische Ansatz der Anforderungsdefinition ermöglicht die Nutzung in unterschiedlichen Projekten und fachlichen Zusammenhängen.

Richard Pielczyk arbeitet als Lead Project Manager bei der msg. Er war vorher in verantwortungsvollen Rollen mit Budget- und Personalverantwortung in der Software- und Beratungsbranche tätig. Seine fachlichen und inhaltlichen Schwerpunkte sind das Management von Unternehmenseinheiten, Projektmanagement, Anforderungsanalyse, Design und Implementierug von Softwarelösungen. Herr Pielczyk arbeitete vor seinem Engagement bei der msg u.a. bei namhaften Firmen wie Deutsche Post, IBM, Capgemini.

Hanko Rubach arbeitet als Lead IT Consultant bei der msg systems ag. Er ist spezialisiert auf die Beratung und Konzipierung von verteilten Informationssystemen, insbesondere im Kontext von Geoinformationen und eGovernment-Anwendungen. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen im Bereich des Anforderungsmanagements, der Architekturkonzeption und -modellierung sowie in den Bereichen Interoperabilität und Standardisierung. In der msg ist Herr Rubach Teil des “Center of Competence Requirements Engineering“. Herr Rubach arbeitete vor seinem Engagement bei der msg u.a. bei CSC Deutschland.
 

Hybrides und Multi-modales Requirements Management beim Sportfernsehen

Kay Fuhrmann, Micro Focus/QualityPark

Hybrides und Multi-modales Requirements Management beim Sportfernsehen

Erfahren Sie, wie einer der größten Fernsehsender der Welt mit breitem Online- und Mobile-Portfolio modernes Anforderungsmanagement für seine Applikationsentwicklung einsetzt und die Herausforderungen verschiedener Applikationstypen mit passenden Prozessen in einer integrierten Requirements-Lösung meistert.

Der Vortrag stellt die Herausforderungen moderner Enterprise IT eines Sportfernsehsenders bei verschiedenen Applikationstypen und darauf abgestimmten Entwicklungsprozessen im Bereich Requirements Management dar.

Es wird auf die Nachteile von rein traditionellem und rein agilem Anforderungsmanagement sowie auf die Besonderheiten und Herausforderungen von hybriden Ansätzen eingegangen.

Basierend auf den speziellen Anforderungen in diesem Unternehmen wird der dort umgesetzte Lösungsansatz dargestellt wie auch die Herausforderungen bei der Umsetzung beschrieben.

Kay Fuhrmann ist als Geschäftsführer bei QualityPark und Product Director bei Micro Focus seit fast 20 Jahren in den Bereichen Requirements, Test und ALM sowohl im traditionellen wie auch im agilen Umfeld aktiv.
Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit bildet die Einführung von Requirements Engineering Methoden und Tools in Großunternehmen, wobei er auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz aus vielen internationalen Projekten zurückgreifen kann. Sein Spezialthema ist die Integration des Anforderungsmangements in den Application Lifecycle.


16:35
Turnschuh trifft Anzug - Anforderungsabstimmung zwischen agilen und nicht-agilen Stakeholdern

Christine Fronia, Dirk Klasen,
hmmh AG

Turnschuh trifft Anzug - Anforderungsabstimmung zwischen agilen und nicht-agilen Stakeholdern

Am Vormittag mit Spezialisten aus dem SAP-Umfeld Anforderungen abstimmen, am Nachmittag mit T-shaped Mitarbeitern das Scrum – Planing im agilen Agentur-Team vorbereiten.

Am nächsten Tag mit dem Abteilungsleiter, der sein Team steuert, das nächste Release besprechen, am folgenden Tag mit dem agilen Coach, der seinem Team vertraut einen Story Mapping – Workshop durchführen.

Als RE begegnen wir diesen unterschiedlichen Welten - und merkwürdigen Missverständnissen zwischen beiden. Wir müssen immer noch Abstimmungen zwischen den beteiligten Stakeholdern herbeiführen und in verschiedenen Konfliktsituationen bestehen.

Aber passen die verschiedenen Maßnahmen zur Abstimmung u. Konsolidierung zusammen? Wie sehen Empfehlungen für die Schnittstelle zwischen agiler Entwicklung und Kundenanforderungen aus nicht agilem Umfeld aus? Ein Praxisbericht aus dem Agenturumfeld.

Christine Fronia, Senior Agile Requirements Engineer & Coach bei der hmmh AG. Ich arbeite seit der Jahrtausendwende in verschiedenen Branchen im Bereich RE. Bei der hmmh AG habe oder hatte ich die folgenden Rollen inne: Teamleiterin Requirements Engineering (vor agiler Umstrukturierung), Aufbau und Weiterentwicklung des Bereiches Requirements Engineering (aktuell), Requirements Engineer in Projekten (aktuell), Host für eine Community of Practise RE (aktuell).

Dirk Klasen, Requirements Engineer für eCommerce Projekte bei der hmmh AG. Ich bringe einen langjährigen Erfahrungshintergrund aus dem Bereich Operations Management mit, ein klassischerweise nicht-agiler Bereich. Aktuell arbeite ich als Requirements Engineer in Entwicklungsprojekten, die in von agilen Teams umgesetzt werden.

Requirements Engineering für digitale Zeiten – Was Sie wissen müssen (und was nicht)!

Dr. Gabriele Haller, Dr. Christopher Schulz,
gt-muenchen GmbH

Requirements Engineering für digitale Zeiten – Was Sie wissen müssen (und was nicht)!

2018. Wir befinden uns im Zeitalter der Digitalisierung. Industrie 4.0, Internet of Things und Geschäftsmodellinnovationen fordern eine konstante Neuausrichtung des Businesses.

Doch wo am besten anfangen? Schließlich ist Digitalisierung ein umfassender Transformationsprozess, betrifft das Unternehmen gleichermaßen wie seine Kunden, Partner und Wettbewerber.

Statt den Kopf in den Sand zu stecken und sich vom digitalen Fortschritt überrumpeln zu lassen, gilt es, die Chancen der (digitalen) Zeit zu nutzen und zu handeln. Überlegt, geplant und systematisch. Dem Requirements Engineering kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Es gilt, die Anforderungen an Wertschöpfung, Produkte & Services sowie Kundenkanäle eines Unternehmens zu definieren und damit die verbindliche Basis für die digitale Transformation zu legen. Dies erfordert fundiertes Wissen und das richtige Augenmaß.

Im Konferenzbeitrag geben die Referenten einen Überblick über die zentralen Paradigmen der Digitalisierung. Ausgehend vom Geschäftsmodell eines Unternehmens zeigen sie, welchen Eigenschaften ein digitales Requirements Engineering genügt und nach welchen Prinzipien dieses pragmatisch und konkret in einer Organisation umgesetzt werden kann.

Dr. Gabriele Haller studierte Physik und Mathematik in Freiburg und Berlin. Nach ihrem Studium wandte sie sich dem Software Engineering zu und arbeitete zunächst als Test Ingenieurin, Requirements Managerin und Projektleiterin. Nach einigen Jahren Erfahrung in der operativen Projektarbeit, erweiterte sie ihr Spektrum und kümmerte sich um die Optimierung von Methoden und Prozessabläufen in komplexen Projekten. Als Beraterin und Trainerin führt sie heute Projektleiter und deren Teams durch den Dschungel von Methoden und Standards zum effektivsten Weg ins Ziel.

Dr. Christopher Schulz studierte Informatik am KIT in Karlsruhe und an der INSA de Lyon. Seit 2007 berät er Kunden in der Automobil- und Bankenbranche an der Schnittstelle zwischen Business und IT. Seine Consulting Schwerpunkte liegen im Requirements Engineering sowie in Digitalen Geschäftsmodellen. Neben Beratungsengagements bei internationalen Kunden gibt Herr Schulz seine Expertise mittels Fachpublikationen, Blogging, Vorträgen und Trainings sowohl firmenintern als auch -extern weiter.

Modellbasiertes Requirements Engineering - Geht das auch agil?

Achim Krallmann, Alexander Ritter
SQS AG

Modellbasiertes Requirements Engineering - Geht das auch agil?

Die Dokumentation von Anforderungen über Anwendungsfälle, Geschäftsobjekte und Systeme und die damit verbundenen Diagramme, wie z.B. Prozessdiagramme, Kontextdiagramme oder Aktivitätsdiagramme, setzen den Einsatz einer Modellierungssprache und eines dazugehörigen Modellierungswerkzeuges voraus. In der agilen Welt werden Anforderungen allerdings häufig über Epics und User Stories abgebildet. Der Vortrag zeigt, welche Möglichkeiten es gibt, diese beiden Welten zu verbinden.

Dabei wird ausführlich auf den Aufbau eines agilen Teams für das modellbasierte Requirements Engineering eingegangen und auf die Einbettung dieses Teams in agile Projektstrukturen (Scrum of Scrums, Nexus).

Der Zuhörer wird dadurch in die Lage versetzt, für agile Projekte zu entscheiden, ob und wie ausführlich der Einsatz eines modellbasierten Requirements Engineerings sinnvoll ist.

Achim Krallmann ist seit über 20 Jahren als Berater in den Bereichen Testmanagement und Requirements Engineering tätig. Dabei haben ihn von Beginn an modellbasierte Ansätze fasziniert. Aktuell arbeitet er bei der SQS AG als ‚Agile Quality Coach‘ und Trainer für Schulungen rund um das Thema Requirements Engineering. Er ist Mitautor des Buches ‚Modellbasiertes Requirements Engineering – Von der Anforderung zum ausführbaren Testfall‘ und u.a. zertifiziert als SCRUM Master, CPRE, CPSA, PMP und OCUP (Advanced).

Alexander Ritter ist seit fast 10 Jahren als Testmanager und Requirements Engineer für die SQS AG in agilen und klassischen Projekten tätig. Er ist Mitautor des Buches ‚Modellbasiertes Requirements Engineering – Von der Anforderung zum ausführbaren Testfall‘ und u.a. zertifiziert als SCRUM Master und CPRE.

Steht noch nicht fest!
17:30

Verabschiedung in der Ausstellung und Verlosung

18:00

Ende und Ausklang der REConf 2018