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Wie schnell können und sollen wir uns verändern? Evolutionsbiologische Überlegungen zu Innovation und Tradition

Mi., 24. April 2024, 16:00 Uhr

Die Evolutionsgeschichte von Homo sapiens ist geprägt von der Notwendigkeit, auf neue Herausforderungen mit Innovationen zu reagieren. Die biologische Evolution ist ein langsamer, von Zufallsprozessen getriebener Prozess. Die kognitive Flexibilität von Homo sapiens erlaubt es uns, auf individueller und kultureller Ebene Innovationen nicht nur schneller zu erfinden, sondern auch zu neuen Traditionen zu machen. Dass Innovation nicht Veränderung zum Selbstzweck ist, sondern erst dann tradiert wird, wenn sie sinnvoll ist, weist Parallelen zu Selektionsprozessen in der Evolution auf. In komplexen Situationen mit unvorhersehbaren Entwicklungen ist Variabilität die einzig erfolgsversprechende Strategie.

Dr. Elisabeth Oberzaucher

Elisabeth Oberzaucher studierte Zoologie an den Universitäten Wien und Würzburg. Sie promovierte in Anthropologie mit Spezialisierung auf das menschliche Verhalten. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf Mensch-Umwelt-Interaktionen, nonverbaler Kommunikation sowie evolutionäre Gender Studies. Die evolutionären Rahmenbedingungen die zur Entwicklung von menschlich universalen, geschlechtstypischen, sowie individuell unterschiedlichen Mustern in Wahrnehmung, Kognition und Verhalten geführt haben, stellen das Gerüst für ihre Forschungsaktivitäten dar. Sie lehrt an der Universität Wien, der Technischen Universität Wien und der Universität für Angewandte Kunst in Wien und leitet das Forschungsinstitut Urban Human. Sie ist Präsidentin der International Society for Human Ethology, und Mitglied der Science Busters.

www.oberzaucher.eu

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