HTWS23: Requirements Engineering für Nicht-Informatiker
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HTWS23: Requirements Engineering für Nicht-Informatiker

Requirements Engineering mit Fachabteilungen

Tag und Uhrzeit: Montag, 11. März 2019, 09:00 - 13:00 Uhr

In diesem Workshop geben die Autoren ihre Erfahrungen weiter, die sie beim Requirements Engineering mit und durch Fachabteilungen gemacht haben: Welche Techniken sind leicht verständlich, welche nicht? Wie lässt sich Requirements Engineering vereinfachen und schulen?
Viele Techniken und Methoden, die im Requirements Engineering genutzt werden (wie z. B. UML-Modelle) sind den Mitarbeitern/-innen in den Fachabteilungen nicht bekannt und teilweise auch nicht ohne weiteres verständlich. Im Projektgeschäft arbeiten jedoch nicht nur Informatiker/-innen unter sich, sondern im Rahmen der Digitalisierung sind auch Stakeholder mit einem nichttechnischen Hintergrund beteiligt. Durch die Agilität wird es mehr und mehr üblich, dass das Requirements Engineering durch einen Nicht-Informatiker durchgeführt wird. Denn der Product Owner vertritt das Wissen und die Perspektive der Anwender und Kunden (Fachseite), führt jedoch das Requirements Engineering durch. 
Komplexität erfordert Naht- statt Schnittstellen. Darum ist es eine praxisrelevante Frage, welche Requirements Engineering-Techniken für Fachexperten verständlich sind, wie Informatiker und Nicht-Informatiker gemeinsam Requirements Engineering durchführen können und wie man die Nahtstellen in Kommunikation und Dokumentation gestaltet.
In diesem Workshop stellen die vier Experten ihre Erfahrungen mit dem Thema vor, sowie Lösungen und Methoden, die sich bewährt haben.

Workshopgestaltung: Jeder Teil enthält 10% Theorie als Impulsvortrag und 90% Beispiele, Hands-On und Diskussionen. (s. Agenda)

Wer an dem Workshop teilnehmen sollte: Projektleiter, Entwicklungsleiter, Produktmanager, Business Analysten, Requirements Manager, Tester, Scrum Teams, Product Owner, Scrum Master, Vertriebs- und Marketingmitarbeiter, Trainer.

Lernziele:

  • Praktische Erfahrungen im Requirements Engineering mit Fachabteilungen / Fachleuten – Do’s und Don‘ts
  • Leicht verständliche Techniken und Notationen
  • Vereinfachung des Requirements Engineering
  • Schulungstechniken des Requirements Engineering.

Welche Voraussetzungen die Teilnehmer mitbringen müssen:

  • Kenntnis von Requirements Engineering-Artefakten wie User Stories und Epics
  • UML-Grundkenntnisse
  • Grundkenntnisse in Prozessmodellierung.

Workshop-Level: Fortgeschrittene

Welches Equipment sollen die Workshopteilnehmer mitbringen? (z.B. Notebook, Tablet, usw.): kein Equipment notwendig.

Agenda des Workshops:

Jeder der folgenden Teile hat ca. 30 Minuten Dauer (1+2 sind zusammen 30 Minuten):
  1. Einführung, Motivation, Grundlagen
  2. Erfahrungen aus der Ausbildung von BWL-Studenten (Rüdiger Weißbach)
  3. Workshops für „Praktiker“ aus den Firmen bzw. Workshops MIT Firmen (firmenintern); (Rüdiger Weißbach)
  4. Ganzheitliches Requirements Engineering und Co-Evolution: Erfahrungen aus Projekten (Jörn Fahsel)
  5. Agile RE-Artefakte (Jörn Fahsel)
  6. User Stories/Epics oder Use Cases -> Was trägt wie zum „Big Picture“ des REs bei? (Nikolaas Döbel)
  7. Missverständnisse und Schwierigkeiten im RE, auch und gerade bei agilen Requirements (Andrea Herrmann)

Nikolaas Döbel: Seit 2009 freiberuflicher und branchenübergreifender Business Analyst/Requirements Engineer
(Rollen: Textwüstenvermeider/Berater/Trainer) vom Anforderungsbuero.de, mit dem derzeitigen Fokus auf „Big Picture -> wie behalte ich das Große und Ganze im Blick und verzettle mich nicht mit vereinzelten Anforderungen?“
Davor - 12 Jahre, als Requirements Engineer/Backoffice Mitarbeiter - bei der Firma Lexware GmbH & Co. KG angestellt.

Jörn Fahsel: Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand für E-Publishing und Digitale Märkte seit 2013 an der FAU Erlangen, davor 13 Jahre als Prozessberater im ITK und Sozialumfeld sowie als Dozent und Ausbilder für Fachinformatik tätig. Der Arbeitsschwerpunkt liegt auf Sozio-Technischer Transformation, aktuell aus Sicht der Digitalisierung im Publishing 4.0 Branchenkonzept. www.plattform-p40.de

Dr. habil. Andrea Herrmann: Freiberufliche Trainerin und Beraterin für Software Engineering seit 2012 mit mehr als 20 Berufsjahren in Praxis und Forschung, bis hin zu Vertretungs- und Gastprofessuren. Mehr als 100 Fachpublikationen, regelmäßige Konferenzvorträge. www.herrmann-ehrlich.de


Prof. Rüdiger Weißbach: Seit 2009 Professor für Wirtschaftsinformatik am Department Wirtschaft der HAW Hamburg, vorher 22 Jahre IT-Arbeit in Anwendungsbetrieben (Elektroindustrie, Bausparkasse). Der  Arbeitsschwerpunkt liegt im Spannungsfeld von RE, BPM und Projektmanagement, derzeit gerade aus Sicht der „Digitalisierung“ traditioneller Branchen.