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Traceability, die Partitur im Orchester der Produktentwicklung

Tag und Uhrzeit: Montag, 27. April 2026, 09:00 - 13:00 Uhr

Traceability ist eine Grundlegende Prozessfähigkeit, die in allen gängigen Prozess Modellen über alle Industriezweige hinweg gezeigt werden muss. Dieser Workshop wird sich mit der Traceability in vier Schwierigkeitsstufen auseinandersetzen und Lösungen zu gängigen Fragestellungen erarbeiten.

Hierbei wird in 4er Gruppen zur jeweiligen Schwierigkeitsstufe ein Traceability Scheme entwickelt und im Plenum diskutiert. Angefangen bei einer generellen Betrachtung von Anforderungen, Design und Verifikation und Validierung wird die Schwierigkeitsstufe mit der Betrachtung von Safety, Compliance, Standards und Normen, und schließlich Traceability zu und innerhalb von Modellen langsam erhöht. 

In der Diskussion wird auch die Vereinbarkeit mit Agilen Vorgehensweisen, Parallelisierung von Entwicklungsschritten, Umgang mit Tool-Schnittstellen, Tailoring und Erfüllung von Normen wie ISO 15288, ISO 29148, A SPICE adressiert.

Die Diskussion wird individuell auf das Niveau der Teilnehmer angepasst und schwerpunktmäßig vertieft. Im Handout sind sowohl die Grundlagen als auch das Präsentationsmaterial mit Musterlösung enthalten. Ein optionales Fotoprotokoll erfasst spezifische Ergebnissen des Workshops und wird im Nachgang verteilt.

Workshopgestaltung: 

Nach einer kurzen Einführung werden durch die Teilnehmer in drei Stufen Traceability Schemata entwickelt. Spezifische Fragestellungen zu den jeweiligen Stufen werden vorgestellt, können aber durch Fragen der Teilnehmer ergänzt werden. Hierbei unterstützen die Trainer, um einen Vorgriff auf folgende Stufen zu vermeiden und langsam an die komplexen Thematiken heranzuführen.

Der Startpunkt jeder Stufe wird mit einem vorbereiteten Schema sichergestellt. Dadurch können die Gruppen individuelle Fragestellungen sowohl in der Breite als auch tiefe diskutieren. Durch die vorbereiteten Schemata wird ein gemeinsames Fortschreiten auf die nächste Stufe sichergestellt. Die mitgebrachten Fragen zeigen Lücken der jeweiligen Stufe auf und die Teilnehmer entwickeln daraufhin in ihren Gruppen Antworten auf ausgewählte Fragestellungen. Im Anschluss werden die Ergebnisse pro Gruppe präsentiert.

Nach der Erarbeitung der drei Stufen, wird die modellbasierte Traceability durch die Trainer präsentiert. Notwendige Bestandteile werden an einem Beispiel erläutert. Die Lösung muss sich an Rahmenbedingungen wie Modellierungssprache und -methodik, Abstraktionsebenen, Toolchain und Plugins, das Configurations und Change Management orientieren. Das Thema wird mit einer Fragerunde geschlossen.

Der Workshop wird mit einer Feedback-Runde im Plenum abgeschlossen. Sollte ein Fotoprotokoll notwendig sein, wird dies im Anschluss verteilt.

Lernziele:

  • Übersicht von relevanten Arbeitsprodukten kann erstellt werden
  • Arbeitsprodukte können in Abhängigkeit zueinander gesetzt werden
  • Links und Typen können benannt werden
  • Gängige Lösungen zur Integration / Prozessgestaltung sind Verstanden
  • Bedeutung und Verbindung von RE zu anderen Funktionen / Prozessen wird klar

Voraussetzungen für die Teilnahme am Workshop: 

  • Arbeitsergebnisse wie Spezifikation, Architektur und Design, Test Spezifikation sollten ein Begriff sein.
  • Grundlegendes Verständnis des V-Modells und der Traceability sollte gegeben sein.

Je nach Niveau werden die Inhalte unterstützt von zwei Trainern direkt in der Gruppe eingeführt. Das Handout wird mit der Einladung zum Workshop verschickt. Grundlagen sind dort enthalten.

Workshop-Level: Fortgeschrittene

Welches Equipment sollen die Workshopteilnehmer mitbringen? (z.B. Notebook, Tablet, usw.): keins

Agenda des Workshops:

  • Intro
  • Easy
  • Advanced
  • Complex
  • Model Traceability

Sebastian Strobl

Nach Studienabschlüssen in International Relations und Systems Engineering startete meine Karriere in der Entwicklung von Dienstleistungen. Wie kann die Industrie Satellitenkonstellationen und Missionsflugzeuge betreiben und dadurch Mehrwert für den Kunden schaffen? Hierbei war es meine Aufgabe Methoden zu entwickeln wie Kundenbedürfnisse in klare Anforderungen für Produkte und Organisationen übersetzt werden können.

Seit Juni 2020 bin ich für die Digitalisierung des Systems Engineerings bei einem unserer größten Entwicklungsprojekte technisch verantwortlich. Dies beinhaltet die Definition von Methoden und Werkzeugen für das requirements engineering, die system architecture und das technical management. Die Nachverfolgbarkeit und Integration von Anforderungen und Design ist dabei von zentraler Bedeutung – nicht nur für die Zertifizierung, sondern auch für die Analyse von Änderungen. Bei hunderten Ingenieuren verteilt über ganz Europa und verschiedene Firmen kann hier schnell der Überblick verloren gehen.

Christoph Neuböck

Nach meinem Abschluss an der TU Wien war ich bei zuerst bei Technia und dann bei Capgemini tätig, wo ich Kunden bei der Einführung integrierter PLM- und Engineering-Plattformen wie 3DExperience unterstützte. Anschließend wechselte ich zu Airbus Defence and Space, um die Skalierung von Model-Based Systems Engineering (MBSE) voranzutreiben. Nach fünf Jahren Berufserfahrung im Systems Engineering erwarb ich zusätzlich die INCOSE Certified Systems Engineering Professional (CSEP)-Zertifizierung.

Als MBSE Model Manager plane und steuere ich die Modellierungsaktivitäten in komplexen Projekten. Dazu gehören die zeitliche Abstimmung der Modellierungsschritte, das Management von Veränderungen über Architektur – und Betrachtungsebenen hinweg sowie die Sicherung der Modellintegrität als verlässliche Entscheidungsgrundlage in Reviews. Mein Ziel ist es, Projekte effizient zu den für sie relevanten Modellierungszielen zu führen und zugleich nachhaltige Lösungen zu entwickeln, die auch in zukünftigen Projekten wirksam bleiben.

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