Agenda
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Agenda

In the following tables you will find the agenda for the conference days (Monday/Tuesday/Wednesday) with speed presentations, specialist presentations and workshops.

You can find detailed information about the subsequent two-day special workshop CARS (Certified Agile Requirements Specialist) on Thursday and Friday (incl. certification code) here.

* We would like to point out that one or the other talk/workshop may still change, but on the whole we intend to keep the agenda for 2021 as it is in 2020.

  • Ballsaal
  • Forum 1
  • Forum 2
  • Forum 3
08:00

Registrierung und Besuch der Ausstellung

09:00

Eröffnung der REConf 2021

09:15

Keynote: Breaking down the silos!
Markus Sontheimer

Keynote: Breaking down the silos!

In der Logistik stehen den neuen Chancen und Umsätzen durch Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle allerdings auch Barrieren gegenüber. Als Unternehmen mit einer über 140-jährigen Geschichte sind wir nicht frei von Bürokratie und Silostrukturen zwischen und innerhalb der einzelnen Geschäftsbereiche. Diese Strukturen haben sich auch in der bestehenden IT-Landschaft niedergeschlagen. Die teilweise monolithisch ausgerichtete Softwarelandschaft verhinderte eine schnelle Anpassung unserer Prozesse an die neuartigen Anforderungen einer digitalisierten Welt. Insbesondere bei der Entwicklung unserer Connect 4.0 Produkte mussten wir mit traditionellen Arbeitsweisen brechen. Für Connect 4.0 haben wir daher frühzeitig auf agile Methoden und interdisziplinäre Teams Wert gelegt. Durch die neuen Strukturen und Prozesse können wir Produkte schneller in den Markt bringen und die Anforderungen der Kunden berücksichtigen.

 

Markus Sontheimer, Member of the Board of Management (CIO/CDO) wurde 1968 in Friedrichshafen geboren. Er hatte nach seinem Abschluss als Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) an der Fachhochschule Esslingen verschiedene Führungspositionen im In- und Ausland im IT-Bereich bei der Daimler AG (1994 bis 2010) inne; zuletzt als CIO Daimler Financial Services und Vertrieb, Marketing und Aftersales Mercedes Benz. Danach hat er fünf Jahre als CIO Group Finance der Deutschen Bank die globale IT von Group Finance restrukturiert und das wichtige regulatorische Projektportfolio implementiert.
Zum 1. Dezember 2015 wurde Markus Sontheimer als Chief Information Officer in den Vorstand der Schenker AG, Essen, berufen. Am 22. Juni 2016 wurde er außerdem vom Aufsichtsrat zum Chief Digital Officer (CDO) ernannt und leitet die Ressorts IT und Digitalisierung.

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10:15

Ausführliche Begrüßung zur REConf 2021

10:30

Speed Presentations

Tools, Methoden & Verfahren
Raum Alois
KI & Digitalisierung
Raum Franz&Leo
Agiles RE
Nemetschek Haus
Sponsoren
Raum Ludwig
11:40

#trace – Leichtgewichtige semiformale Anforderungen

Boris Holzer
itemis AG

Dr. Joachim Fox
ZF Group

#trace – Leichtgewichtige semiformale Anforderungen

Level: Fortgeschrittene

Es ist schwierig, gute Anforderungen zu schreiben. Das gilt umso mehr im Bereich sicherheitskritischer Systeme, wo Standards wie ISO 26262 oder Automotive SPICE semi-formale Notation und den Nachweis von Vollständigkeit, Konsistenz und Korrektheit einfordern. Erschwerend kommen unterschiedliche Informationsbedarfe der Projektbeteiligten hinzu; so erwartet ein Tester etwa ein anderes Abstraktionsniveau als ein Entwickler.

Die Unterstützung durch gängige Anforderungsmanagement-Werkzeuge ist ausbaufähig. Zwar können Formalismen durch Templates erzwungen werden, aber dies erleichtert oft weder die Editierbarkeit noch die Lesbarkeit. Funktionen wie eine formale Prüfung der Anforderungen oder eine intuitive Navigation entlang der Anforderungen und Ihrer Verknüpfungen – idealerweise sogar in nachgelagerte Werkzeuge hinein – sind allenfalls rudimentär vorhanden.

ZF in Koblenz hat daher nach Wegen gesucht, das Schreiben und Bearbeiten von formalen Anforderungen leicht zugänglich zu gestalten, und dennoch semi-formale Analysen zu ermöglichen. Der Ansatz greift auf die in Social Media weitverbreiteten Hashtags zurück. Die vorhandenen Formalismen für Hashtags wurden dabei so erweitert, dass sowohl die Erfordernisse hinsichtlich Standardkonformität als auch etwa rollenspezifische Sichten umgesetzt werden können. Die werkzeugtechnische Unterstützung wurde durch eine dedizierte Erweiterung des Tools YAKINDU Traceability sichergestellt.


Boris Holzer ist Niederlassungsleiter bei der itemis AG in Lünen und dort verantwortlich für das Produkt YAKINDU Traceability. Seine Leidenschaft liegt sowohl in der Verbesserung des Entwicklungsprozesses als auch der entwickelten Software. Nach seinem Studium der Wirtschaftsmathematik hilft er seinen Kunden seit über 20 Jahren dabei, Software besser zu machen.

 

Dr.-Ing. Joachim Fox ist Global Engineering Sr. Manager bei ZF am Standort Koblenz im Bereich Bremssysteme und dort zuständig für Softwaresystementwicklung (Anforderungen, Architektur, Safety, Security, Unit Testing, Prozesse und Softwareentwicklungs-Infrastruktur). Nach Studium und Promotion in Elektrotechnik/Regelungstechnik war er zudem in der Vorentwicklung für Brake-by-Wire-System tätig. Das auf dieser Konferenz vorgestellte Thema entwickelte er aus dem Bedarf heraus, eine möglichst intuitive, aber dennoch semi-formale Beschreibungssprache für Anforderungen zu verwenden, die in großen und komplexen Organisationen gut skaliert.

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Requirements- und Systems-Engineering für künstlich intelligente Systeme

Jan Ebert
HOOD GmbH

Requirements- und Systems-Engineering für künstlich intelligente Systeme

Level: Experten

KI ist auf dem Vormarsch, Potenziale von Machine-Learning (ML) zeigen sich in immer mehr Branchen und Produktarten. Ist das Systems-Engineering gut auf diese Revolution vorbereitet? Sind die bekannten und bewährten Prozesse und Methoden geeignet, um KI-Systeme effizient und zuverlässig entwickeln zu können?

Es zeigt sich, dass es einige fundamentale Unterschiede gibt, die dem Einsatz etablierter Vorgehensweisen Grenzen aufzeigen: Wenn die Regeln, nach denen sich das System verhält, nicht aus der Spezifikation abgeleitet, sondern aus Trainings-Daten gelernt aber nicht nachvollziehbar beschrieben werden, dann kann es keine Detail-Spezifikation oder anforderungsbasierte Verifikation in gewohnter Form mehr geben.

Ziel des Vortrags ist es aufzuzeigen, warum für die Entwicklung von KI Systemen auch das Systems-Engineering Neuerungen braucht. Erste Ansätze für geeignetere Strategien werden vorgeschlagen.

 


Jan Ebert ist Coach und Trainer für agile Software- und System-Entwicklung. Des Weiteren ist er auch im Bereich Requirements Management und Requirements Engineering tätig. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen in der Einführung von agilen Vorgehensweisen und aktuellen Requirements Engineering Techniken inklusive zugehöriger Werkzeuge in Entwicklungsunternehmen.

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RE - Verwaltungs- oder Gestaltungsdisziplin? Eine Frage der Kultur

Josef Falk
SEQIS GmbH

RE - Verwaltungs- oder Gestaltungsdisziplin? Eine Frage der Kultur.

Level: Fortgeschrittene

Man kann nicht nicht gestalten.

Was Paul Watzlawick im Original über die Kommunikation gesagt hat, gilt in abgewandelter Form auch für die Software-Entwicklung. Das fertige Produkt hat ein bestimmtes Aussehen, eine bestimmte Struktur, eine bestimmte Form - es wird gestaltet.

Es ist also keine Frage, ob es Gestaltung im Softwareentwicklungs-Prozess gibt oder nicht. Es wird immer gestaltet. Die Frage ist aber sehr wohl, ob diese Gestaltung geplant vor sich geht - oder sich mehr oder weniger zufällig ergibt.

Wenn man sich zur geplanten Gestaltung bekennt, dann stellt sich in weiterer Folge die Frage: Wer ist für die Gestaltung zuständig?

Ist es der Fachbereich, also die Stelle, von der die Anforderungen kommen?

Oder aber ist es die Entwicklung, die die Anforderungen letztendlich in Code gießt.

Oder passiert die Software-Gestaltung irgendwo dazwischen?

Zwischen Fachbereich und Entwicklung steht unter anderem das Requirements Engineering.

Der Vortrag ist ein Plädoyer dafür, die Disziplin des Requirements Engineering als Gestaltungsdisziplin zu betrachten. Es wird zur Diskussion gestellt, inwieweit sie das heute schon ist und was gegebenenfalls geändert werden muss, damit das Requirements Engineering zur Gestaltungsdisziplin wird.

 


Mag. Josef Falk ist IT-Analytiker bei der Firma SEQIS GmbH. Seit dem Abschluss seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre in Wien gestaltet er IT-Lösungen in den unterschiedlichsten Fachbereichen – und ist dabei Mittler zwischen Fachbereich und IT-Entwicklung. Besonderes Augenmerk legt er bei der Analyse auf den Innovationsgrad. Neben seiner Projekttätigkeit befasst er sich mit der Entwicklung der Business Analyse und ist aktuell Mitglied des Vorstandes des Austria Chapter des IIBA (International Institute of Business Analysis).

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Jama Software

12:25

Mittagspause & Die Rotkäppchen-Show

13:40

Ein RM-Tool für alle Projekte – Das war einmal

Dr. Frank Houdek
Daimler AG

Ein RM-Tool für alle Projekte – Das war einmal

Level: Fortgeschrittene

Der Einsatz von Requirements Management Tools ist bei der Spezifikation komplexer Systeme, wie beispielsweise einem Automobil, unerlässlich, um die Vielzahl der Anforderungen, den vielen Änderungen und der notwendigen Verwaltung der Abhängigkeiten zwischen den Anfordeurngen zurecht zu kommen. Aus diesem Grund wurde bereits in den frühen 2000er Jahren in der Mercedes-Benz PKW Entwicklung das Requirements Management Tool DOORS eingeführt. Bis zum flächendeckenden Einsatz sind dann nochmals einige Jahre vergangen.

Mittlerweile ist die Produktkomplexität in Bereiche vorgestoßen, dass eine Spezifikation auf Basis von Text als zentrale Beschreibungsform zunehmend als nicht mehr ausreichend empfunden wird. In der Konsequenz wurde nach Alternativen gesucht. Hier zeigt es sich, dass die Bedarfe der einzelnen Fachdisziplinen derart in unterschedliche Richtungen entwickelt haben, so dass der Einsatz eines gemeinsamen Werkzeugs zunehmen weniger sinnvoll erscheint.

Der Vortrag beschreibt die Entwicklung des Einsatzes von Requirements Management in der Mercedes-Benz PKW Entwicklung und zeigt aktuelle Weiterentwicklungs-Ansätze auf, die auch für andere Branchen als Anregung zur Weiterentwicklung deren Requirements Management Tool Landschaft dienen können.

 

Nach seinem Studium und Promotion in Informatik an der Universität Ulm ist Frank Houdek bei der Daimler AG im Bereich der PKW-Entwicklung als Teamleiter für Requirements Management und Testprozesse tätig. Als Gründungsmitglied des IREB e.V. ist er dort in diversen Arbeitskreisen tätig.

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Künstliche Intelligenz Assistenten für Requirements Engineering

Dr. Marija Kopf
Dr. Kopf GmbH

Künstliche Intelligenz Assistenten für Requirements Engineering

Level: Fortgeschrittene und Experten

Der Vortrag untersucht was Artificial Intelligence, insbesondere Machine Learning und Natural Language Processing für Requirements Engineering tun kann. Er beschäftigt sich damit, ob diese Technologien so weit sind, dass sie einem Requirements Engineer die Arbeit erleichtern können, indem die Algorithmen seine, bzw. ein Teil der Aufgaben übernehmen können. Als Herausforderungen wurden die manuellen, aufwändigen und repetitiven Aufgaben ausgesucht, wie z.B. Identifizieren und Importieren von Requirements aus Dokumenten verschiedener Formate, Klassifizierung von Requirements, Vergleich von Projekt Requirements, Suche nach ähnlichen Requirements etc. Für die Lösugnssuche wurde die Design Thinking Methode angewandt. Die interessantesten Ergebnisse werden in diesem Vortrag präsentiert: Identifikation, Klassifizierung, semantische Suche und semantischer Vergleich von Requirements. Der Vortrag ist für Requirements Engineers und deren Manager von Interesse. Weiter wird erklärt, wie die Unternehmen die AI Lösungen in Requirements Engineering Prozesse integrieren können.

Dr. Marija Kopf ist promovierte Informatikerin mit zwei Jahrzehnten Berufserfahrung als IT Berater für verschiedene Automotive Hersteller und First Tier Lieferanten. Sie verfügt über reiche Erfahrung im Interim Management, ein tiefes Wissen auf den Gebieten Software-Prozesse und Methoden. In den letzten Jahren fokussiert sie sich auf Künstliche Intelligenz, Data Analytics und deren Anwendungsmöglichkeiten.

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Team Driven Concept: gemeinsam Anforderungen effizient erarbeiten

Sabine Wildgruber
Business Meets IT

Dr. Eva Hafner
Training, Consulting, Coaching

Team Driven Concept: gemeinsam Anforderungen effizient erarbeiten

Level: Experten; Verständnis und Kenntnis zu Vorgehen, Aufwänden und Schwierigkeiten bei der Entwicklung größerer, komplexer Projekte

In einer Kultur geprägt durch Silodenken, Fingerpointing oder fehlendem Mut zu Entscheidungen ist es schwierig, innovative Produkte mit Kundenfokus zu entwickeln. Statt zusammen wird gegeneinander gearbeitet, der wichtigste Erfolgsfaktor für gutes Requirements Engineering, das “miteinander Reden”, bleibt auf der Strecke. Unser Team Driven Concept Ansatz zur gemeinsamen Erarbeitung von Anforderungen im agilen Concept Team hat sich als eine Möglichkeit erwiesen, in eine solche Kultur zu intervenieren. Aber auch andere Herausforderungen im Requirements Engineering wie z.B. unstrukturierter Scope, fehlende Verantwortlichkeiten oder verteilte Stakeholder mit unterschiedlichen Zielsetzungen, können mit diesem Ansatz adressiert werden.

Darüber hinaus kann der Team Driven Concept Ansatz einen signifikanten ersten Schritt in Richtung agiler Transformation darstellen. Er kann sofort gestartet werden, auch wenn die eigentliche Entwicklung z.B. aufgrund fehlender technologischer Voraussetzungen noch nicht einem agilen Framework folgt. Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen unterstützt er damit eine forward-Transformation anstatt der allgemein üblichen backward-Transformation. Damit die weiteren Entwicklungsprozessschnittstellen wie Design oder Entwicklung auch bei hybriden Modellansätzen nahtlos anknüpfen können, werden Vertreter aus diesen Prozessen mit in die Arbeit des agilen Concept Teams eingebunden. Schritt für Schritt kann nun auch per agiler backward-Transformation einfacher in ein voll agiles Entwicklungsmodell transformiert werden.

 


Sabine Wildgruber hat nach ihrem BWL- und Informatikstudium als Beraterin, Trainerin und Coach im Bereich strategisches und operatives Produktmanagement und Projektleitung auf Basis agiler und klassischer Vorgehensweisen sowie Mischformen die Zusammenarbeit zwischen Fachabteilungen und IT in Unternehmen aus verschiedenen Branchen wie Versicherung, Telekommunikation und Automobil unterstützt.
Sie begleitet Projekte von Ideation bis zum Produktlaunch. Den beschriebenen Ansatz hat sie bei der Begleitung des Prozess-Rollouts für den Prozess “Concept-to-Market" erprobt.

 

Dr. Eva Hafner verfügt über mehr als 10 Jahre Erfahrung im IT Produkt Management und der Business Analyse bei unterschiedlichen Unternehmen, u.a. Credit Suisse, Telefónica Germany und TÜV SÜD Management Service GmbH. Aktuell arbeitet sie als selbständiger Trainer, Berater und Coach.
Den hier beschriebenen Ansatz führte sie erstmals 2012 in der Rolle des Product Owners in einem Großprojekt ein. Seitdem hat sie den Ansatz für verschiedene Projekte wiederverwendet und weiter entwickelt.

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MID GmbH

14:35

Security ist allein Aufgabe der Sicherheitsexperten? - Nötiger Kulturwandel hin zu mehr Security by Design

Dr. Markus Fockel
Fraunhofer IEM

Security ist allein Aufgabe der Sicherheitsexperten? - Nötiger Kulturwandel hin zu mehr Security by Design

Level: Fortgeschrittene

Schwerpunktmäßig auf Safety ausgerichtete Systeme werden zunehmend offener (z.B. Car2X-Kommunikation, Cloud-Anbindung von Industrieanlagen) und komplexer (z.B. autonomes Fahren, Industrie 4.0). Die Informationssicherheit (Security) der Systeme ist heute häufig alleinig die (Zusatz-)Aufgabe eines einzelnen Experten im Team. Bei der steigenden Komplexität der Systeme skaliert dieser Ansatz nicht und Sicherheitsvorfälle werden unvermeidbar. Security muss eine Aufgabe jedes Teammitglieds sein und die Security-Experten eine koordinierende und beratende Rolle einnehmen. Nur so werden Systeme secure by Design. Normen, wie die IEC 62443 in der industriellen Automatisierungstechnik, fordern die Anwendung von Maßnahmen für Security by Design entlang des gesamten Entwicklungsprozesses. Bedrohungen müssen identifiziert und bewertet werden, Security-Anforderungen müssen abgeleitet werden, die System- und Software-Architektur muss sicher konzipiert werden, Software muss sicher programmiert werden, ...

In diesem Vortrag werden die Rolle des Security-Experten und der nötige Kulturwandel zur Sensibilisierung aller Entwickler verdeutlicht. Dabei werden die Aufgaben und Maßnahmen entlang des Security-by-Design-Prozesses vorgestellt. Als eine Beispielmaßnahme wird die systematische Bedrohungsanalyse mit Ableitung von Security-Anforderungen detaillierter beschrieben. Unser Prozess dafür wurde nach IEC 62443 zertifiziert. Die Herausforderungen für Security-Experten und Lösungswege zum Kulturwandel hin zu verteilter Security-Verantwortung werden an dieser Maßnahme veranschaulicht.

 

Dr. Markus Fockel ist Seniorexperte in der Abteilung Softwaretechnik & IT-Sicherheit des Fraunhofer-Instituts für Entwurfstechnik Mechatronik IEM. Er promovierte an der Universität Paderborn zum Thema "Safety Requirements Engineering for Early SIL Tailoring" und leitet heute im Themenfeld Requirements Engineering für Security & Safety Projekte mit Industriepartnern, u.a. aus den Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Automotive und Gesundheitswirtschaft. Ein Schwerpunkt solcher Projekte ist die Optimierung des Entwicklungsprozesses bzgl. Security by Design und Bedrohungsanalysen. So unterstützte er einen Hersteller für Industriesteuerungen auf dem Weg zur Zertifizierung gemäß dem Security-Standard IEC 62443.

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KI für Requirements Engineering? Möglichkeiten und erste Erfahrungen

Henning Femmer
Qualicen GmbH

KI für Requirements Engineering? Möglichkeiten und erste Erfahrungen

Level: Fortgeschrittene

Techniken der natürlichsprachlichen Analyse und des maschinellen Lernens haben in den letzten Jahren große Sprünge gemacht. Dennoch werden sie im Requirements Engineering noch eher sporadisch eingesetzt. Dabei bergen Sie Potentiale um zahlreiche aufwendige, noch weitgehend manuelle Aktivitäten im Requirements Engineering zu automatisieren.

In dem Vortrag zeigen wir für die verschiedenen Phasen des RE Engineering (Elicitation, Analyse, Documentation, …) auf, welchen Beitrag KI-basierte Techniken hier leisten können und welche spezifischen Werkzeuge existieren. Wir geben einen Überblick: Was geht heute? Und was wird morgen vielleicht gehen? Anhand von Beispielen wie z.B. die automatische Erkennung von Anforderungen in Dokumenten, automatische konsistente Formulierung von Anforderungen oder Erzeugung von Modellen aus textuellen Anforderungen zeigen wir die Funktionsweisen der Techniken auf.

In dem Vortrag gehen wir insbesondere auch auf unsere Erfahrung bei der Nutzung entsprechender Techniken ein und zeigen konkrete Werkzeuge zum anwenden dieser Techniken.

 

Henning Femmer
Mitgründer der Qualicen GmbH, schult Praktiker, erstellt Audits und verbessert Prozesse im Bereich Testen und Requirements Engineering in allen Domänen. Henning hat Software Engineering in München, Augsburg, Belfast (Nordirland) und Maryland (USA) studiert und an der Technischen Universität München promoviert. Er ist ein regelmäßiger Sprecher auf unterschiedlichsten Venues, wie den Software Quality Days, der International Requirements Engineering Conference, der REConf, der PTC Live, der UpFront Thinking und weiteren Veranstaltungen.

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Continuous Requirements Engineering – Agiler Umgang mit Spezifikationen externer Partner

Frank Neukam &       Dr. Wolf-Hendrik Kaps
Robert Bosch GmbH

Continuous Requirements Engineering – Agiler Umgang mit Spezifikationen externer Partner

Level: Fortgeschrittene

Der Vortrag beschreibt ein agiles Verfahren für den Umgang mit sich stetig ändernden Spezifikationen externer Entwicklungspartner am Beispiel AUTOSAR. Ziel dieses Verfahrens ist die zeitnahe Verfügbarkeit dieser Spezifikationen direkt im Requirements Tooling der mit AUTOSAR befassten Entwicklungsabteilungen, inklusive der kompletten Verlinkung dieser Spezifikationen untereinander. Dies erlaubt eine frühzeitige Analyse und ermöglicht dadurch kurze Feedback-Zyklen.

Die Kernaussage des Vortrags beschreibt ein Continuous Requirements Engineering System, welches durch vollständige Automatisierung und inkrementelle Updates ein wesentliches Hindernis für agile Arbeitsweisen im Requirements Engineering beseitigt. Dazu werden anhand von konkreten Fallbeispielen die durch Einsatz dieses Verfahrens erheblich gesteigerte Effizienz dargestellt.

 

Frank Neukam

  • Bosch Mitarbeiter seit 1996
  • 3 1/2 Jahre im Kundenteam für Powertrain tätig
  • seit 1999 Schwerpunkt im Bereich Basis Software
  • 3 1/2 Jahre in Architektur und Tooling tätig
  • seit 2018 Architekturaufgaben für Vehicle Computer mit starkem Fokus auf Requirements Engineering
  • seit 2003 Mitarbeit in Automotive Standards (MSR, AUTOSAR)

 

Dr. Wolf-Hendrik Kaps

  • Bosch Mitarbeiter seit 2001
  • mehrere Jahre Tool-Entwicklung im Bereich Chassis Systems
  • seit 2003 Mitarbeit in Automotive Standards (MSR, AUTOSAR)
  • AUTOSAR Vertreter der Robert Bosch GmbH mit Schwerpunkten Methodik und Tooling
  • seit 2013 verantwortlich für Generic Aspects im AUTOSAR Standard

 

 

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REQUISIS GmbH

16:00

Kulturwandel im Maschinen- und Anlagenbau

Hermann Achatz &    Raik Strohbach
HAWE Hydraulik SE

Kulturwandel im Maschinen- und Anlagenbau

Level: Fortgeschrittene

Let’s manage the change and change thinking in management!

Die Veränderung im Handeln und Denken des Traditions- und Familienunternehmens hin zur anforderungsgesteuerten Projektkultur mit sinnvoller Toolunterstützung, birgt einen extremen Wertewandel. Dieser muss durch evolutionäre Entwicklungsschritte menschennah und auf möglichst vielen Schultern stattfinden. Im Fokus stehen vor allem die Personen, die es gewohnt sind, anders zu arbeiten; manch einer mag es historisch gewachsen oder traditionell nennen. Das etablierte Spannungsfeld vieler paralleler Projekte, in Verbindung mit aufwändigen Prozessen und einer kunterbunt gefüllten Toollandschaft führt zu zeitraubenden Konfrontationen der Beteiligten bei diktierten Änderungen. Es scheint unmöglich, in dem gestressten System ein Anforderungsmanagement zu implementieren; es Bedarf einen Wandel anderer Art.

Die Vortragenden werden konkrete Aspekte im kulturellen Wandel aufzeigen und die Erfolgsfaktoren der evolutionären- mit einer disruptiven Veränderung in Relation setzen. Oft werden Problemlösungen an winzig kleinen Einflussfaktoren erarbeitet und verlieren dadurch ihre Wirksamkeit, wobei der Schlüssel zum Erfolg greifbar nahe liegt. Auch wenn noch nicht auf jede Frage die richtige Antwort, oder der richtige Hebel, gefunden werden konnte, wird schnell der Energiegehalt einer solchen Veränderung aus der breiten Masse spürbar. Wir wollen unseren Weg teilen. Dabei sollen unsere Ideen und Lösungsansätze Ihre Motivation entfachen, Änderungen zu fördern und eine positive Einstellung weiterzugeben!

 

Hermann Achatz 1969 in München geboren, beginnt 1989 das Studium der Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Datentechnik an der Fachhochschule München. Nach dem erfolgreichen Abschluss als Diplom-Ingenieur (FH) beginnt er seine berufliche Laufbahn als Mechatronics Engineer in der Halbleiterindustrie. Im Jahr 1999 wechselt Hermann Achatz in Automotive Bereich, dort war er 17 Jahre für einen Engineering-Dienstleister in der E/E Systemintegration, Systemgestaltung und Elektrifizierung u.a. als Business Unit Leiter tätig. Seit Anfang 2017 ist Herr Achatz Leiter der R&D Elektronik Abteilung bei der HAWE Hydraulik SE und ist dort Produktverantwortlicher und leitet die Entwicklung u.a. für funktional sichere mechatronische Produkte.

 

Raik Strohbach 1979 in Lutherstadt Wittenberg geboren, beendete 2004 sein Studium der Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Steuerungs- und Regelungstechnik als Diplom-Ingenieur an der Universität Magdeburg. Erste berufliche Erfahrungen im Bereich Automatisierungstechnik sammelte er in der Getränkeindustrie. Im Jahr 2008 wechselte er zur Firma HAWE Hydraulik SE in die R&D Elektronik-Abteilung als Entwickler mit Fokus auf Software für Ventilansteuerungen.

RE und FuSi: Das gehört zusammen – Ein Konzeptvorschlag für eine durchgängige Lösung bei CLAAS

Dominik Ehring
Universität Duisburg-Essen

Jan Gröver
CLAAS KGaA mbH

RE und FuSi: Das gehört zusammen – Ein Konzeptvorschlag für eine durchgängige Lösung bei CLAAS

Level: Fortgeschrittene

Es stellt sich die Frage, wie die Berücksichtigung der Eliminierung von Gefahren bzw. die Reduzierung von Risiken in der Konzeptentwicklung durch RE verbessert werden kann. Anders als in der Theorie ist die Funktionale Sicherheit im Unternehmen CLAAS kein integraler Bestandteil der RE-Methodik. Es existieren zwei getrennt voneinander durchgeführte Ansätze, wobei eine durchgängige Verfolgbarkeit im Prozessualen nur sehr schwer gewährleistet werden kann.

Was ist die Folge? Treten Änderungen von Anforderungen während des Entwicklungsprozesses auf, welche sicherheitsrelevante Funktionen tangieren, kann es passieren, dass die Auswirkungen auf die FuSi unberücksichtigt bleiben. Dieser Sachverhalt beschränkt sich nicht allein auf das Unternehmen CLAAS, sondern stellt eine unternehmens- und branchenübergreifende Problematik dar.

In Zeiten der Digitalen Transformation, wachsenden Automatisierungsgrades und Vernetzung von Maschinen steigt die Komplexität in Form von Anzahl, Abhängikeiten und Kontrolle der Funtkionen. So wird mit einem stark wachsenden E/E-Anteil die frühzeitige, konsistente und durchgängige Berücksichtigung der Funktionalen Sicherheit immer bedeutungsvoller.

 

Dominik Ehring, M.Sc. Wirtschaftsingenieurwesen

  • Angestellt als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Duisburg-Essen, Institut für Produkt Engineering, am Lehrstuhl für Produktentstehungsprozesse und Datenmanagement
  • Projektdurchführung als Masterand in einer Kooperation zwischen der Universität Duisburg-Essen und dem Landmaschinenhersteller CLAAS, im Bereich Digital Product Engineering

 

Jan Gröver, Dipl. Ing. Informationsverarbeitung

  • Angestellt als Domain Lead CASE, CLAAS KGaA mbH
  • Projektverantwortlicher für die Entwicklungsmethoden und Tools im Bereich Computer Aided Software Engineering und Requirements Engineering

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Ass im Ärmel: Systematisches Requirements Engineering in agilen Teams

Prof. Dr. Joachim Sauer
NORDAKADEMIE Elmshorn

Ass im Ärmel: Systematisches Requirements Engineering in agilen Teams

Level: Fortgeschrittene

Ein agileres, leichtgewichtigeres Vorgehen beim Requirements Engineering scheitert oft am Gegensatz zwischen stark plangetriebenen Methoden der Anforderungsanalyse und Vorstellungen von flexibler Zusammenarbeit in agilen Methoden wie Scrum.

Um dieses Problem anzugehen, wird ein auf Basis praktischer Erfahrungen bei Dräger entwickeltes Vorgehensmodell zum agilen Requirements Engineering vorgestellt, das sich stark an Scrum und an Techniken für verteiltes Scrum orientiert. Es besteht aus den drei Phasen Requirements Engineering, (Agile) Entwicklung und Dokumentation/Release.

Als wichtiges Gremium wird ein Stakeholder-Board neu eingeführt, das sich aus Stellvertretern der einzelnen Interessengruppen zusammensetzt. Seine wichtigste Aufgabe besteht in der Diskussion und Priorisierung der Epics – zusammenhängende fachliche Anforderungen, die größer als ein Release sind und einen Überblick über das Gesamtvorhaben ermöglichen. Dabei wird ein Priorisierungsverfahren genutzt, das sich am etablierten agilen Planning Poker zur Aufwandsschätzung orientiert.

Eine Evaluation des praktischen Einsatzes bei Dräger mittels Datenauswertung und Experteninterviews zeigte, dass sich das Verfahren sehr gut für agiles Requirements Engineering eignet.

In diesem Vortrag werden das Modell und die damit gesammelten Erfahrungen vorgestellt. Praktische Hinweise mit Checklisten, Erfolgsfaktoren sowie Tipps zur Durchführung ermöglichen es den Teilnehmern, das vorgestellte Modell für ähnliche betriebliche Situationen zu adaptieren und so auch im eigenen Unternehmen agiler bei der Anforderungsanalyse zu werden.

 

Prof. Dr. Joachim Sauer ist Sprecher des Fachbereichs Informatik und Studiengangsleiter des Bachelorstudiengangs Angewandte Informatik an der NORDAKADEMIE Elmshorn. Nach dem Studium zum Diplom-Informatiker an der Universität Hamburg promovierte er im Arbeitsbereich Softwaretechnik. In der Wirtschaft war er viele Jahre als Softwareentwickler und -architekt sowie als IT-Berater und Projektleiter tätig. Ein aktueller Forschungsschwerpunkt sind Digitalisierungsprojekte und hybride Vorgehensweisen bei der Softwareentwicklung.

 

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16:55

Validating the future in rail systems using IoT and model-based specifications

Andreas Korff
Parametric Technology GmbH

Randolf Berglehner
DB Netz AG

Validating the future in rail systems using IoT and model-based specifications

Level: advanced

The European initiative EULYNX standardizes the way safety-critical rail infrastructure systems are specified using model-based specifications to save costs and improve the quality. An important aspect is to execute the models for validating the behavior very early in the development cycle. The DB Netz AG, representing Deutsche Bahn in EULYNX, now goes one step further: In order to validate the compatibility of new systems with existing systems in the infrastructure environment, they have successfully connected specification models with real interlocking systems using PTC technology. The executable models generated from Windchill Modeler are connected via Thingworx to running interlocking systems, which are linked using Kepware. This allows to validate the specifications not only by domain experts as simulations but ensures that the new system will work within the given infrastructure. The result is a working model-in-the-loop setup using the early requirements viewpoint.

 

Andreas Korff has over 25 years of experience in the development of complex, real-time, safety- and mission-critical systems. Within PTC, his role as Director Business Development for MBSE involves him in the successful coordination of market trends, customer needs and the capabilities of PTC products and staff about model-based systems and software development in EMEA. Being member of OMG, PRoSTEP, GI, GfSE and INCOSE, he has written numerous articles, submissions and books and book contributions about UML, SysML, product line engineering and modelling methodologies. Within the Object Management Group, he contributes to several Revision Task Forces, like for OMG SysML.

 

Dipl. Inf. (FH) Randolf Berglehner working for the Deutsche Bahn, has more than 40 years of experience in process control and safety technics. Since several years he works as an expert in developing and using model-based Systems Engineering (MBSE) and formal methods in the rail-sector in national and international research projects.

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Service Design - Damit die „Citizen Journey“ nicht im Stau endet

Uwe Koblitz & Tobias Wellens
msg systems ag

Service Design - Damit die „Citizen Journey“ nicht im Stau endet

Level: Fortgeschrittene

Der öffentliche Sektor befindet sich in einem Umbruch zur digitalen Welt. Die Frage ist, wie die Dienstleistungen der öffentlichen Hand in diese neue Welt überführt werden können, um sowohl dem Kundenbedürfnis nach Zufriedenheit mit der Leistung, wie auch dem Behördenanspruch nach Effizienz und Effektivität zu entsprechen.

Service Design verspricht einen neuen Ansatz, die Qualität von Dienstleistungen zu steigern und den Weg in eine Dienstleistungsgesellschaft zu finden. Der Prozess von Exploration und Kreation baut auf einer Vielzahl von Methoden auf, die das RE in einer sehr frühen Phase der Anforderungsermittlung unterstützen. Der Vortrag greift verschieden Methoden des Service Design wie Persona, Customer Journey, Touchpoints und Service Maps auf und zeigt wie sie die Entwicklung von Prototypen beeinflussen.

Die Ergebnisse des Service Design realisieren sich im Programm Publikum der Landeshauptstadt München, das inzwischen mehr als 100.000 Kundentermine pro Monat in verschiedensten Behörden abwickelt. Der Vortrag geht auf die Herausforderungen in der Praxis ein und zeigt wie man zu besseren Dienstleistungen kommen kann.

 

Haupt-Referent Uwe Koblitz:
Ich arbeite als Projektmanager und stellvertretender Programmleiter im Programm Publikum zur Besuchersteuerung und setzte beim Kunden, mit dessen Unterstützung die Idee und die Methode Service Design ein. Als Lead Project Manager bei der msg betreue ich die Entwicklung des Beratungsprodukts Public Service Design.

 

Co-Referent Tobias Wellens:
Ich arbeite im Project Management Office des Programm Publikum zur Besuchersteuerung und wende dort im Zusammenspiel mit dem Kunden die Methoden des Service Design an. Als Associate IT- Consultant arbeite ich an der Entwicklung des Beratungsprodukts Public Service Design.

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Vollständigkeit und Konsistenz von Requirements durch non-intrusive Systembeobachtung

Martin Heininger
HEICON – Global Engineering GmbH

Dr. Alexander Weiss
Accemic Technologies GmbH

Vollständigkeit und Konsistenz von Requirements durch non-intrusive Systembeobachtung

Level: Experten

Auf den Nachweis der Vollständigkeit von Requirements wird in sicherheitsrelevanten Software-Projekten der Luftfahrt zukünftig ein immer größeres Augenmerk gelegt.

Die Daten- und Kontrollflussanalyse sowie die Analyse der strukturellle Source Code Überdeckung sind die zentralen Pfeiler für den Nachweis der Vollständigkeit.

Mit den bisherigen technischen Möglichkeiten war es kaum möglich einen Verbindung zwischen diesen Analysen und den Requirements herzustellen.

Die Verfügbarkeit der Non-intrusive Systembeobachtungsmethode schließt nun diese Lücke.

Diese Methode ermöglicht die Messung von Software internen Parametern, Variablen, strukturelle Überdeckung, Daten- und Kontrollflüsse während einer Testfahrt mit dem Auto oder dem Zug oder sogar während eines Testfluges.

Mit diesen Daten wiederum lassen sich dann hervorragende Rückschlüsse über die Vollständigkeit der zu implementierenden funktionalen und architekturellen Requirements ziehen. Der übliche Nachweis der strukturellen Coverage über Unittests und meist sehr Source Code nahen Low Level Requirements kann weitgehend entfallen. Diese non-intrusive Technologie hat das Potential über Jahrzehnte geprägte Software Entwicklungsprozessschritte zu revolutionieren.

 

Dipl.-Ing. (FH) Martin Heininger, ist seit Anfang 2018 Inhaber der HEICON – Global Engineering GmbH, einem Beratungsunternehmen für sicherheitsrelvante, software-intensive embedded Systeme.
Zuvor war er 12 Jahren als freiberuflicher Berater tätig. Er verfügt über 20 Jahre Erfahrung im Bereich Entwicklungsprozessen und Methoden. Besonderer Schwerpunkte bilden das Requirement Engineering und Test Engineering. Der Autor berät und betreut Projekte in der Luftfahrt, der Automatisierungs- und Bahntechnik sowie in der Automobilindustrie.

 


Dr.-Ing. Alexander Weiss studierte an der TU München den Diplomstudiengang Informationstechnik. Thema seiner an der TU Dresden abgelegten Dissertation war die effiziente Beobachtung von eingebetteten Prozessoren. Als Mitgründer und Geschäftsführer der Accemic Technologies GmbH arbeitet er aktiv an der Entwicklung von Systemen zur nichtintrusiven und kontinuierlichen Beobachtung und Laufzeit-Analyse von eingebetteten Anwendungen, insbesondere auch auf Mehrkern-Prozessoren.

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„Nichtfunktional“ kommt von „funktioniert nicht“

Dr. Marcus Winteroll
oose Innovative Informatik eG

„Nichtfunktional“ kommt von „funktioniert nicht“

Level: Fortgeschrittene

Egal, ob wir von nichtfunktionalen oder Qualitätsanforderungen sprechen, irgendwie machen diese Anforderungen Probleme. Das geht schon damit los, dass gar nicht klar ist, um was es hier wirklich geht. Und es ist noch unklarer, wie damit umzugehen ist, gerade – aber nicht allein – in agilen Projekten. Aber das fällt auch nur ins Gewicht, wenn die nichtfunktionalen Anforderungen überhaupt rechtzeitig erkannt werden, was leider auch zu selten der Fall ist.

In dem Vortrag werde ich zunächst den Unterschied zwischen funktionalen und nichtfunktionalen Anforderungen deutlich machen und diese auch zu dem ebenfalls unklaren Begriff der „Randbedingungen“ abgrenzen. Und ich werde eine pragmatische Vorgehensweise vorstellen, wie in Projekten mit nichtfunktionalen Anforderungen umgegangen werden kann. Dabei werde ich auch auf die Besonderheiten der agilen Entwicklung eingehen und folgende Fragen beantworten:

  • Gehören nichtfunktionale Anforderungen in das Product Backlog?
  • Wenn ja, in welcher Form?
  • Was sind die Alternativen?

 

Dr. Marcus Winteroll ist Mitglied der oose Innovative Informatik eG und beschäftigt sich als Trainer und Berater mit der Analyse sowie Verbesserung von Geschäfts- und Entwicklungsprozessen und den Herausforderungen der Digitalisierung. Dazu setzt er auf agile Methoden; aber auch die klassischen Vorgehensweisen sind ihm aus seiner langjährigen Erfahrung als Projektleiter, Prozessmanager, Analytiker, Qualitätssicherer und Entwickler vertraut. Er ist Autor des Buches "Requirements Engineering für Dummies" und teilt seine Erfahrungen als Sprecher auf Konferenzen und als Autor von Fachartikeln.

17:40

Pause

18:00

Keynote: NO LIMITS – Wie schaffe ich mein Ziel
Joey Kelly

Keynote: NO LIMITS – Wie schaffe ich mein Ziel

Joey Kelly, Unternehmer und Ausdauersportler referiert in seinem Vortrag eindrucksvoll seinen Lebensweg, den er mit Ausdauer, Zielen, Willen und Leidenschaft konsequent verfolgt.
Bislang absolvierte er über 50 Marathons, über 30 Ultramarathons, 9 Wüstenläufe, 3 Mal das Radrennen „Race Across America“ von der West- zur Ostküste der USA, insgesamt über 100 Marathons, Ultramarathons und Ironmans, sowie über 100 Halbmarathons, Kurzdistanztriathlons und -wettkämpfe. Bis heute hält er mit 8 IronMan-Triathlons innerhalb eines Jahres den Rekord.
In 17 Tagen und 23 Stunden durchquerte Joey Kelly im September 2010 Deutschland von Wilhelmshaven bis zur Zugspitze. Auf seinem 900 km langen Fußmarsch, ohne Geld, ernährte er sich nur von dem was die Natur ihm gab, täglich mindestens 50 km.
Im Winter 2010/2011 bestritt er mit Markus Lanz im deutschen Team den „Wettlauf zum Südpol“ in 10 Tagen legten sie eine Strecke von 400km zurück, bei Temperaturen bis zu -40 Grad, 100 Jahre nach dem legendären Wettkampf zwischen Scott und Amundsen.
2011 kehrte er nach 10 Jahren zum Badwaterrun, einem der härtesten Ultramarathons weltweit zurück, um seine damalige Laufzeit von 55:08 h mit unter 48 Stunden über 217 km Distanz zu verbessern, mit 43:22 h gelang ihm seine diesjährige Zielsetzung.
Es begann alles mit einer Wette, Ausdauersport als Ausgleich zu seiner Arbeit mit der legendären „Kelly Family“, die in den neunziger Jahren große musikalische Erfolge feierte, lehrten ihm mit absoluter Disziplin, viel Ehrgeiz, zielstrebig seine Ziele zu erreichen und sich zukunftsorientiert neue Ziele zu setzen.

Dies ist umso beeindruckender, wenn man sich vor Augen hält, dass Joey als Künstler, Manager und Familienvater einen Fulltimejob hat.
Gerade sein eisener Wille und seine Selbstdisziplin erlauben es ihm, Dinge zu leisten wie kein anderer. Alles ist bei ihm eine Sache des Kopfes, eine Frage der Selbstüberwindung, des konsequenten Umsetzens und des zielorientierten Handelns.

Weitere Informationen finden Sie unter www.joeykelly.de
oder über Facebook: www.facebook.com/JoeyKellyOfficial

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19:00

Get Together & Die Rotkäppchen-Show

19:30

Abendessen

20:30

Abendprogramm

08:00

Registrierung

08:55

Kurze Begrüßung

Keynote: Den Zufall in die Karten spielen lassen
Tobias Leisgang

Keynote: Den Zufall in die Karten spielen lassen

Nichts dem Zufall überlassen! Das ist die Devise in der Unternehmenswelt. Es werden Pläne geschmiedet, Risiken bewertet und Prognosen für die Zukunft erstellt. In einer immer komplexeren Welt steigt kontinuierlich der Aufwand für die Vermeidung ungeliebter Überraschungen.

Dabei können Zufälle ziemlich erfolgreich sein. Prominente Beispiele gibt es viele. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte, dass konsequente Vermeidung von Zufällen und Überraschungen dem Unternehmen schadet.

Sollten wir dem Zufall also eine Chance geben? Wenn ja, wie können wir eine Kultur schaffen, in der Überraschungen und Zufälle willkommen sind? Was machen wir mit den bösen Überraschungen? Die muss man doch trotzdem vermeiden, oder? Fragen über Fragen. Lass dich mit Antworten und Inspirationen überraschen!

 

Als CompanyPirate inspiriert Tobias Leisgang auf dem gleichnamigen Blog und in Vorträgen Menschen in Unternehmen neue Wege zu beschreiten. Er ist überzeugt, dass erfolgreiches und nachhaltiges Wirtschaften im 21. Jahrhundert radikale Veränderungen braucht.

Die Unternehmenswelt kennt Tobias bestens aus seiner hauptberuflichen Tätigkeit. Seit November 2018 verantwortet er bei einem globalen Automobilzulieferer Innovation mit externen Partnern - vom Konzern bis zum Startup. Vorher war er 15 Jahre bei einem amerikanischen Technologiekonzern in Rollen vom Entwickler bis zum Leiter System Engineering tätig und hatte dabei Einblick in Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen.

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10:00

Speed Presentations

Erfolg / Misserfolg
Raum Alois
Kommunikation
Raum Franz & Leo
Agiles RE
Nemetschek Haus
Aussteller
Raum Ludwig
11:00

Das ABC für erfolgreiche Web-Portale

Jens Kawelke & Josephine Tan
NTT DATA Deutschland

Das ABC für erfolgreiche Web-Portale

Level: Fortgeschrittene

Ausgehend von einer Recherche von Web-Portalen im Versicherungsumfeld haben wir die Gründe für hohe Absprungraten bei einigen Portalen beleuchtet.

In vielen Fällen gehen wir von einem Ungleichgewicht zwischen Requirements Engineering auf der einen Seite und User Experience – und User Interface Design auf der anderen Seite aus. Insbesondere bei der Entwicklung von Webapplikationen wird dem Design immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Aber sind die Design-Tätigkeiten auch effizient mit denen des Requirements Engineerings verzahnt? Unsere Erfahrung zeigt, dass sich RE und Design häufig noch zu sehr aus dem Weg gehen.

In der agilen Software-Entwicklung von Frontend-Applikationen muss es aber eine Symbiose aus RE und Design geben, die dabei helfen soll, ein Design zu konzipieren, das den fachlichen Anforderungen entspricht, technisch und finanziell gut umsetzbar ist und gleichzeitig den Anwender durch hervorstechende User Experience überzeugt.

Neben der Vorstellung unseres Vorgehens bei der Portal-Recherche, der Demonstration einiger Beispiele und der Kategorisierung der unzureichenden Ergebnisse, möchten wir unsere Erfahrungen und Beobachtungen bei der Verknüpfung von Requirements Engineering und Design in agilen Projekten an die Zuhörer weitergeben und unser ABC für die erfolgreiche Reduktion von Absprungraten in Web-Portalen vorstellen.

 

Jens Kawelke hat die meiste Zeit seiner mehr als 20-jährigen beruflichen Laufbahn Kunden aus dem Versicherungs- und Rückversicherung-Bereich in IT-Projekten unterstützt. Seit 11 Jahren ist er als Requirements Engineer aktiv - sowohl als Berater als auch als Trainer und Teamleiter bei NTT Data. In den letzten Jahren hat er sein Team aus Requirements Engineers neu ausgerichtet und es mit UX- und UI-Designern verstärkt, um RE und UX zu verknüpfen und für Software-Entwicklungsprojekte im Bereich UX eine Alternative zu klassischen Design-Agenturen zu schaffen.

Josephine Tan, die in Deutschland aufgewachsen ist, hat den Großteil ihres Berufslebens als Designerin in Sales- und Marketing-Positionen sowie als Projektmanagerin und Sales-Verantwortliche in Indonesien verbracht, bevor sie 2019 zurück nach Deutschland kam und als Designerin bei NTT Data gestartet ist. Heute verantwortet sie das UX-Design in enger Zusammenarbeit mit Product Ownern und Requirements Engineers in Projekten bei unseren Automotive-Kunden.

"Herr Agilist, eine Planung bitte!" - Wie man mit Analyse die agile Projektplanung unterstützt

Kirsten Krischke & Victoria Mittelbach
MID GmbH

"Herr Agilist, eine Planung bitte!" - Wie man mit Analyse die agile Projektplanung unterstützt

Level: Fortgeschrittene

In agilen Entwicklungsprojekten ist die Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich und der Entwicklungsmannschaft ein entscheidender Faktor, um erfolgreich das gewünschte Produkt zu entwickeln. Von Anfang an ist dabei ein disziplinenübergreifendes Denken wichtig, bei dem sowohl die fachlich erforderlichen Prozesse als auch die technischen Herausforderungen berücksichtigt werden.

Eine agile Vorgehensweise bedeutet generell, dass es viele Feedbackschleifen gibt, in denen sich im Vergleich zur klassischen Vorgehensweise der Fachbereich und die IT über das zu entwickelnde Produkt abstimmen. Doch erfolgreich muss man damit noch lange nicht sein. Denn fehlt für einen Iterationszyklus eine gemeinsame Vision, wird es schwierig das anvisierte Ziel zu erreichen. Zusätzlich ist es aus Projektlenkungssicht auch bei einer agilen Arbeitsweise notwendig, Aussagen über die Zeitschiene des Entwicklungsvorhabens zu treffen, um damit Budget und Ressourcen bereitzustellen. Budget und Ressourcen, die die Freiräume schaffen, die gemeinsamen Ziele zu erreichen.

Anhand eines Praxisbeispiels wird gezeigt, wie beginnend mit der Scopeklärung bis hin zur konkreten Ableitung einer Roadmap ein disziplinenübergreifender Plan erarbeitet werden kann, der allen Beteiligten beim Zusteuern auf ein gemeinsames Ziel hilft.

 

Kirsten Krischke, Managing Consultant bei der MID GmbH, hat den Schwerpunkt Requirements Engineering, Fachliche Analyse und Modellierung von Business-Anwendungen. Sie blickt auf über 14 Jahre Erfahrung in komplexen Softwareentwicklungsprojekten in den Branchen Öffentliche Verwaltung und Gesundheitswesen zurück. Dabei begleitete sie sowohl klassisch als auch agil geführte Entwicklungsvorhaben, arbeitete eng mit den Bedarfsträgern des zu entwickelnden Systems zusammen und fungierte an der Schnittstelle zwischen Fach- und IT-Bereich. Neben den Projekttätigkeiten leitet sie ein Team aus Consultants, die vorwiegend in der fachlichen und technischen Analyse im agilen Umfeld tätig sind und ist für die MID mit verantwortlich für das Geschäftsfeld Requirements Engineering / Business Analyse.

 


Victoria Mittelbach, Managing Consultant bei der MID GmbH, leitet ein Team aus Consultants, das schwerpunktmäßig im agilen Umfeld und in der Analyse tätig ist. Sie ist mit verantwortlich für das Geschäftsfeld Agile Consulting und besitzt selbst langjährige Erfahrung in agilen Projekten, der Analyse und dem Requirements Engineering sowie der Software Architektur – überwiegend in der Öffentlichen Verwaltung. Dabei begleitete sie verschiedene agile Softwareentwicklungsprojekte als Product Owner oder Solution Architect und agierte an der Schnittstelle zwischen dem Fachbereich und der Entwicklungsabteilung.

Derzeit sind Kirsten Krischke und Victoria Mittelbach in einem Neubau-Projekt zur Ablösung eines Legacy Systems eingesetzt, welches von einem agilen Vorgehen, einer Domänen-basierten Microservice-Architektur und einer starken Anwendereinbindung geprägt ist. In diesem Projekt, welches für den Vortrag als Praxisbeispiel dient, ist Kirsten Krischke als strategischer Requirements Engineer und Victoria Mittelbach als Product Owner tätig.

HMI 2030 – Zukunftsszenarien und aktuelle Anforderungsgestaltung

Jessica Fritz
Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik

HMI 2030 – Zukunftsszenarien und aktuelle Anforderungsgestaltung

Level: Fortgeschrittene

Als wissenschaftlich-technischer Fachverband an den Schnittstellen von Informationstechnik, Elektrotechnik/Elektronik und Automatisierungstechnik befasst sich der VDE unter anderem mit der Gestaltung der Mensch-Maschine-Schnittstelle (MMS) für neue digitale Technologien am Arbeitsplatz in der Produktion. Er bietet seit Anfang 2019 Experten aus dem Bereich MMS eine neutrale Plattform an, neu zu definierende Gestaltungsbedarfe über Firmengrenzen hinweg zu entwickeln und sich über zukünftige Praxis-Anwendungen auszutauschen. Die sich daraus ableitenden Ergebnisse fließen unter anderem ein in die Überarbeitung der EU-Maschinenrichtlinie, neue Normenwerke sowie Handlungsempfehlungen für die Politik.

Die VDE-Expertengruppe „Gestaltungsregeln für digitale Technologien an der Mensch-Maschine-Schnittstelle in der Fabrikhalle“ hat dafür sechs Anwendungsszenarien identifiziert:

  1. Die Kooperation mehrerer Nutzer in unterschiedlichen Rollen (Hersteller, Dienstanbieter, Betreiber) beim Maschineneinsatz
  2. Der Umgang mit selbstlernenden, adaptiven Systemen am Beispiel fahrerloser Transportsysteme
  3. VR/AR in der Wartung und bei Assistenzsystemen
  4. Der Umgang mit Unterschieden zwischen Kulturen, Milieus, Generationen, Bildungsniveaus, Überforderungsschwellen
  5. Die Maschine als Lernort
  6. Intelligente Unterstützung in Ausnahmesituationen

Im Vortrag werden die vertieften Ergebnisse der Arbeitsgruppe für die Use Cases vorgestellt. Dabei wird auch auf die Fragestellung eingegangen, welche vorliegende Prozessschritte der Normung und Standardisierung umgesetzt werden, damit relevanten Regelwerke für die Gestaltungsregeln der Mensch-Maschinen-Schnittstelle für die digitale Zukunft angepasst werden.

 

Jessica Fritz arbeitet seit 2018 als Managerin digitale Technologien und Services beim VDE. Als Ingenieurin der Computerwissenschaften betreut sie die Themen Mensch-Maschinen-Interaktion sowie Cybersecurity. Zuvor war sie bereits seit 2013 als Projektmanagerin und Normungsreferentin bei VDE|DKE tätig.

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OSSENO Software GmbH

11:25

PiRo Systems Engineering GmbH

11:55

Reifegradmodell für agiles Requirements Engineering

Veit Joseph & Renate Böck
Datev eG

Reifegradmodell für agiles Requirements Engineering

Level: Fortgeschrittene

Traditionelle Reifegradmodelle werden den Anforderungen an die Disziplin Requirements Engineering im agilen Entwicklungsumfeld von Softwareunternehmen nicht mehr gerecht. Wir möchten Ihnen zeigen, welche Voraussetzungen eine Reifegraderhebung unter diesen Umständen erfüllen sollte und wie es uns gelungen ist, mit dieser Methode letztendlich auch zu wertstiftenden Ergebnissen nicht nur für unser Unternehmen, sondern vor allem auch für unsere Entwicklungsteams zu kommen.

 

Veit Joseph ist bei der DATEV eG in einer zentralen Einheit als Requirements Engineer tätig. Sein Schwerpunkt ist hierbei die Ausbildung und Qualifikation von Requirements Engineers in den Teams und die generelle Professionalisierung der Disziplin.

 

Renate Böck ist bei der DATEV eG in einer zentralen Einheit als Requirements Engineer tätig, die die Professionalisierung der Disziplin vorantreibt. Ihre Schwerpunkte liegen hierbei auf Organisation der Community und auf der Ausbildung und Qualifizierung der Requirements Engineers.

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Kulturschock: Wenn "Generation Z" auf "alte Hasen" trifft

Nadine Knur
HOOD GmbH

Kulturschock: Wenn "Generation Z" auf "alte Hasen" trifft

Level: Anfänger und Fortgeschrittene

Wie kann eine erfolgreiche Zusammenarbeit trotz unterschiedlicher Mindsets und Prägungen gelingen?

In vielen Unternehmen arbeiten derzeit vier Generationen von Kollegen unter einem Dach. Mit Mitte 20 tritt nun die jüngste ins Büro. Selbstbewusst, effizient, leicht desillusioniert und online gebildet - so das Bild der Generation Z. Ihr wird zugeschrieben, den Weg des geringsten Aufwandes zu gehen, um ihr Ziel zu erreichen. Sie schätzt Unabhängigkeit, freies Wissen und ist in eine High-Tech- und bewegt sich in einer stark vernetzten Welt mit eigenen Kommunikationskanälen. Schwer vorstellbar, dass sie sich auf die Arbeit mit Lasten- und Pflichtenheften oder einer Traceability Matrix einlassen würde.

Generation Z liebt unabhängige Arbeitsumgebungen und erwartet Loyalität. Dabei hat sie mehr mir ihren globalen gleichaltrigen Mitstreitern gemeinsam, als mit den Kollegen der Generation Babyboomers, den "alten Hasen" ihres Unternehmens.

Diese unterschiedlichen Mindsets, gemischt mit bspw. Vorurteilen der anderen Generation gegenüber, Angst um Machtverlust, Verständnislosigkeit gegenüber festen Strukturen, bergen Konflikte, die eine effiziente Zusammenarbeit stören und stehen damit Unternehmenserfolg und innovativer Entwicklung im Weg.

Kommen Sie mit auf die Reise zu den Generationsprofilen von Babyboomers bis zur Generations Z. Schärfen Sie dabei das Verständnis der einzelnen Handlungsmotive und diskutieren Sie die Lösungsstrategien für eine erfolgreiche und harmonische, agile Zusammenarbeit im RE.

 


Nadine Knur ist ein Mensch mit breit gestreuten Interessen und Talenten. Eine begeisterungsfähige, optimistische Generalistin.

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Hybrides Systems Engineering im SAFe (Scaled Agile Framework)

Stefan Rölle
Ibeo Automotive Systems GmbH

Hybrides Systems Engineering im SAFe (Scaled Agile Framework)

Level: Fortgeschrittene

Vorrangiger Inhalt des Vortrags ist es, Methoden und Lösungsansätze für alle Aktivitäten rund um das Systems Engineering zu vermitteln. Besonderer Fokus wird dabei auf die Integration von Dokumentations-Techniken in SAFe (Scaled Agile Framework) gelegt. Ziel ist es, die Zuhörer auf typische Fallstricke und die unterschiedliche Behandlung von Soft- und Hardware-Dokumentation (bei jeweils agiler Arbeitsweise, jedoch verschiedener Definitions of Done von den erzeugten MVPs) hinzuweisen sowie Lösungsansätze für die Implementierung im eigenen Unternehmen aufzuzeigen.

 

Nachdem Stefan Rölle einige Jahre Unternehmen unterschiedlichster Branchen im Bereich des Requirements Engineering für die Sophist GmbH beraten, unterstützt und geschult hat, ist er aktuell bei der Ibeo Automotive Systems GmbH Corporate Systems Engineering Manager und somit für die Definition und das Vermitteln der unternehmensweiten Prozesse rund um das Systems Engineering zuständig. Bestandteil dessen ist ebenso die toolseitige Abbildung der Prozesse im Modellierungs- und Requirements Management-Tool.

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Qualicen GmbH

12:20
Bauen wir ein Produkt oder ein System?

Dr. Marcus Winteroll
oose Innovative Informatik eG

Bauen wir ein Produkt oder ein System?

Level: Fortgeschrittene

Wir nehmen Anforderungen für Software- oder IT-Systeme auf, doch in Scrum ist von Product Backlog und Product Owner die Rede, selten von Systemen. Ist das nur eine sprachliche Variante oder steckt mehr dahinter? Tatsächlich ist dieser Unterschied wesentlich für den Blick auf das, was wir entwickeln, und hilft uns, den Kunden stärker in den Fokus zu nehmen!

 


Dr. Marcus Winteroll ist Mitglied der oose Innovative Informatik eG und beschäftigt sich als Trainer und Berater mit der Analyse sowie Verbesserung von Geschäfts- und Entwicklungsprozessen und den Herausforderungen der Digitalisierung. Dazu setzt er auf agile Methoden; aber auch die klassischen Vorgehensweisen sind ihm aus seiner langjährigen Erfahrung als Projektleiter, Prozessmanager, Analytiker, Qualitätssicherer und Entwickler vertraut. Er ist Autor des Buches "Requirements Engineering für Dummies" und teilt seine Erfahrungen als Sprecher auf Konferenzen und als Autor von Fachartikeln.

 

12:40

Mittagspause & Die Rotkäppchen-Show

14:00

Kollaboration im Systems Engineering mittels ReqIF

Dr.-Ing. Oskar von Dungern     
adesso SE

Kollaboration im Systems Engineering mittels ReqIF

Level: Fortgeschrittene

Aktuelle Diskussionen in der Automobil- und Luftfahrt-Branche betreffen die Frage, wie die Zusammenarbeit von Kunden und ihren Lieferanten über die Lieferkette verbessert werden kann. Bis in die Gegenwart werden hierarchische Anforderungslisten in einem werkzeug-unabhängigen Format mittels Requirements Interchange Format (ReqIF) abgestimmt. Der nächste Innovationsschritt zielt auf die Abstimmung von Systemspezifikationen bestehend aus Systemmodellen mit verknüpften Anforderungen, gleichfalls in einem werkzeug-unabhängigen Format. Solche Spezifikationen werden am besten durch ein semantisches Netz repräsentiert. Obwohl bis heute nicht so genutzt, eignet sich das existierende ReqIF dazu, solche semantischen Netze mit mehreren Objekt- und Beziehungstypen zu bilden. Dieser Beitrag erläutert den Hintergrund und zeigt ein praktisches Beispiel.

 

Dr. Oskar von Dungern ist seit seinem Studium der Elektrotechnik samt Steuerungs- und Regelungstechnik mit der Modellierung von Systemen befasst. Seinen beruflichen Interessen galt und gilt die Verständigung von Anwendern, Ingenieuren und Managern durch geeignete mehr und weniger formale Methoden. Als Berater und Manager widmete er sich vielen Projekten der Informationstechnik und der mechatronischen Systeme. Seit geraumer Zeit unterstützt er die Arbeit der Gesellschaft für Systems Engineering e.V. (GfSE) zur Entwicklung innovativer Verfahren zur Zusammenarbeit im Ingenieursprozess.

 

Organisatorische und kulturelle Herausforderungen des RE in Netzwerken

Marian Mistler & Nadine Schlüter
Bergische Universität Wuppertal

Organisatorische und kulturelle Herausforderungen des RE in Netzwerken

Level: Fortgeschrittene

Der Beitrag hat das Ziel, den im DFG-Projekt ReMaiN neu entwickelten Ansatz zum Requirements Management in unternehmensübergreifenden Netzwerken (FKZ: WI 1234/28-1) vorzustellen sowie dessen organisatorischen und kulturellen Herausforderungen in der Anwendung. Somit fokussiert der Beitrag hauptsächlich das Konferenzthema „Kommunikationskultur“. Der neu entwickelte ReMaiN-Ansatz ist das Ergebnis umfassender wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Literatur und der beispielhaften Anwendung von Use-Cases. Die Ergebnisse wurden mit der deutschen Industrie innerhalb von drei Iterationszyklen diskutiert und reflektiert, um Bedenken als auch Wünsche im neuen ReMaiN-Ansatz zu berücksichtigen. Im Vortrag werden hauptsächlich vier Themenfelder adressiert, die Schaffung von Transparenz, ein gemeinsames Metamodell zur Produktentwicklung, eine einheitliche Vorgehensweise im Anforderungsmanagement und die Zuordnung sowie Einbindung von bekannten Methoden in die Vorgehensweise. Hinsichtlich dieser Themenfelder werden im Vortrag kulturelle und organisatorische Problemstellungen herausgestellt und gleichzeitig aufgezeigt, welchen Beitrag der ReMaiN-Ansatz zur Problemlösung leisten kann.

 

Marian Mistler(M.Sc.) studierte Sicherheitstechnik und Qualitätsingenieurwesen an der Bergischen Universität Wuppertal. Er arbeitet seit August 2018 an dem Fachgebiet Produktsicherheit und Qualität der Bergischen Universität Wuppertal. Am Fachgebiet leitet er in der Lehre die Übungen Requirements Engineering und Q-Tools Prozesse, ist dem DFG-Projekt ReMaiN involviert und beschäftigt sich im Rahmen seiner Dissertation intensiv mit dem Thema modellbasiertes agiles Anforderungsmanagement für Organisationen.

 

PD Dr.-Ing. habil. Nadine Schlüter, studierte Logistik an der Universität Dortmund und promovierte 2013 an der Bergischen Universität Wuppertal. Sie habilitierte dort 2017 im Fach „Generic Systems Engineering“ und ist derzeit als Oberingenieurin am Fachgebiet Produktsicherheit und Qualität für nationale und internationale Forschungsprojekte im Themengebiet Anforderungsmanagement verantwortlich.

Clash of Cultures: Agility meets Automotive Engineering

Gunnar Harde
Automotive Quality Institute GmbH

Clash of Cultures: Agility meets Automotive Engineering

Level: Fortgeschrittene

Die Automobilindustrie hat sich in der Vergangenheit durch immer weiter perfektionierte Entwicklungs- und Qualitätsprozesse ausgezeichnet. In Zeiten disruptiver Veränderungen und weiter beschleunigter Digitalisierung stößt diese Ingenieurskunst jedoch an ihre Grenzen. Agilität hält nun in der Automobilindustrie Einzug, primär in der Enterprise-IT, zunehmend auch in der Fahrzeug- und Komponentenentwicklung.

Dabei treffen Welten aufeinander: Scrum-Master auf Functional Safety Engineers, iterative Entwicklungen auf ausgereifte Produktentstehungsprozesse, autonome Teams auf ausgetretene Eskalationspfade.

Gerade wenn es um die Entwicklung Safety- und Security-kritischer Bauteile geht, stehen die agilen Teams in der weit verzweigten Lieferkette vor großen Herausforderungen: Wie lassen sich die Inkremente in den phasengetriebenen Fahrzeugentwicklungsprozess einsteuern? Wie mit Branchenstandards wie Automotive SPICE oder den etablierten Quality Gates umgehen? Was, wenn Produktanpassungen neue, teure Werkzeuge erfordern?

Die Entwicklungen von Komponenten - angefangen von einfachen mechanischen Bauteilen über Motoren und Getriebe bis hin zu vernetzten Infotainmentsystemen - sind zu vielfältig, als dass die Frage nach agil oder nicht agil oder nach dem richtigen agilen Entwicklungsansatz pauschal zu beantworten wäre. Das Ergebnis: eine Adaption agiler Praktiken und Frameworks, nicht selten an der Grenze zur agilen Folklore.

Der Beitrag zeigt das Spannungsfeld zwischen Agilität und klassischer Produktentwicklung in der Automobilindustrie und skizziert Lösungsansätze. Im Fokus dabei Themen wie Reifegradabsicherung oder agile Kooperation.

 


Gunnar Harde arbeitet seit vielen Jahren als IT-Berater, Manager von IT-Projekten und als Product-Owner. Er ist zertifizierter ScrumMaster (CSM), Scrum-Product-Owner (CSPO) und Scrum-Professional (CSP-PO).
Gunnar Harde verantwortet als Mitarbeiter des Automotive Quality Institute die Themen Agilität, Automotive Cybersecurity und Over-the-Air Softwareupdates. Er berät den Verband der Automobilindustrie (VDA) und Unternehmen der Automobilindustrie zu diesen Themen. Derzeit entwickelt er maßgeblich Lösungen zur Umsetzung der UNECE-Anforderungen hinsichtlich Cybersecurity und Softwareupdates.

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Ease Solutions Consulting GmbH

14:25

Willert Software Tools GmbH

14:55

Unternehmenskultur zum Anfassen! Wie kann ich Kultur messen und welches Kulturprofil unterstützt erfolgreiches (agiles) RE?

Prof. Dr. Lars Baumann
Hochschule Hannover

Artur Strasser
time2market

Unternehmenskultur zum Anfassen! Wie kann ich Kultur messen und welches Kulturprofil unterstützt erfolgreiches (agiles) RE?

Level: Fortgeschrittene

Im Vortrag stellen wir verschiedene Kulturmodelle vor, mit denen die wesentlichen Eigenschaften einer Organisation, die eine Unternehmenskultur beeinflussen, greifbar werden. Zusätzlich benennen wir empirisch belastbare Ansätze, die es erlauben die Kultur von Personengruppen und somit von Organisationen zu bestimmen und quantitativ messbar zu machen. Auf Basis dieser konkreten Messwerte kann eine zielgerichtete Diskussion in Organisationen geführt werden, welche Einflüsse auf das (agile) RE zu erwarten sind und ob beispielsweise ein agiles Vorgehen angemessen und sinnvoll ist. Im Rahmen des Vortrages werden auch Erfahrungen mit diesen Messwerten aus Praxisprojekten vorgestellt. Das Oberziel ist, den Teilnehmern auf der Basis von empirisch belastbaren Ansätzen praktische Handlungsempfehlungen mitzugeben, um den Faktor Kultur zu bestimmen und positiv für das agile und klassische RE zu beeinflussen.

 


Prof. Dr. Lars Baumann ist Hochschullehrer und forscht seit 2007 zum Thema kulturelle Einflüsse auf die Projektarbeit und das Requirements Engineering. Aktuell liegt sein Forschungsschwerpunkt auf Einflussfaktoren in Organisationen aus dem Südostasiatischen Kulturraum. Mit seiner Unternehmensberatung ist er in agilen Projekten tätig und unterstützt Teams als agiler Coach.

 


Artur Strasser ist Geschäftsleiter von time2market, einer agilen Organisation aus Hannover. Artur unterstützt seine Kunden aus den Branchen Automotive, Banken und Versicherungen und E-Commerce bei der agilen Transformation und ist insbesondere als agiler Coach und Trainer für Führungskräfte und Teams tätig. Er hält regelmäßig Vorträge bei verschiedensten etablierten Konferenzen (REConf, PM-Forum, Manage Agile, Scrum-Day, Agile Beyond IT, etc.) und ist an mehreren Hochschulen als Dozent tätig.

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10 visuelle Quick-Hacks für bessere Kommunikation

Daniel Reinold & Christian Botta
Visual Braindump

10 visuelle Quick-Hacks für bessere Kommunikation

Level: Fortgeschrittene

Visual Braindump zeigt Ihnen, wie Sie die Kommunikation im Projektalltag mithilfe von visuellen Werkzeugen vereinfachen. Von Moderationstipps bis hin zum Aufbau einer „Learning Wall“ erlernen Sie verschiedenste „Quick-Hacks“, die Sie sofort für sich adaptieren und einsetzen können. Erfahren Sie am lebenden Objekt, wie Sie mit Maps, Canvas & Boards Themen besser strukturieren und Inhalte leichter vermitteln können. Lernen Sie mit Hilfe der "wann-zeichne-ich-was-Matrix“, wie Sie Informationen in Präsentationen oder Vorträgen zielgerechter präsentieren und Inhalte je nach Bedarf emotional, rational oder praktisch darstellen. Finden Sie in unserem Beitrag visuelle Goldstücke, die sich schnell und mit geringen Kosten realisieren und einsetzen lassen. Wir garantieren Ihnen Spaß und spannende neue Erkenntnisse!

 

Mit über 10 Jahren Erfahrung im Bereich der Projekt- und Teamleitung gründete Daniel Reinold 2015, gemeinsam mit Christian Botta, die Firma Visual Braindump.
Visualisierung, Scrum und Design Thinking bilden den Kern seiner Arbeitsweise. Entrepreneurship ist sein Antrieb. So als Crypto Enthusiast, Blogger und Autor. In seinen Vorträgen, Seminaren und Coachings begeistert er seine Kunden damit, dass er komplexe Themen verständlich präsentiert und sofort umsetzbare Lösungsansätze vermittelt.

 

Christian Botta, Jahrgang 1972, ist studierter Informationswissenschaftler und Chemie-Ingenieur. Seit 2000 ist er als Projektmanager und Berater in diversen IT-Projekten tätig, darüber hinaus arbeitet er als Dozent, Trainer und Coach. Er verfügt über Zertifizierungen sowohl im klassischen Projektmanagement (PMP) als auch im agilen Umfeld als Scrum Master und Product Owner. Als Mitbegründer er Firma Visual Braindump hat er sich zum Ziel gesetzt die Themen Visualisierung und Management näher zusammenzubringen, denn oft sagt ein Bild mehr als 100 Konzeptseiten.

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Anforderungen in natürlicher Sprache automatisch verarbeiten

Dr. Michael Jastram
Formal Mind GmbH

Anforderungen in natürlicher Sprache automatisch verarbeiten

Level: Fortgeschrittene

Fast alle Entwicklungen beginnen mit Anforderungen in der menschlichen Sprache. Das wird sich auch so schnell nicht ändern, denn Systeme werden für Menschen entwickelt. Doch mit steigender Komplexität und immer mehr Stakeholdern wird es zu einer Herausforderung, mit diesem Berg an Anforderungen umzugehen. Auch die seit den 90er Jahren verbreiteten Anforderungsmanagementwerkzeuge stoßen an ihre Grenzen. Denn diese erleichtern zwar den Umgang mit den Anforderungen, aber nicht mit deren Inhalten.
Doch das ändert sich langsam. Gerade die großen Hersteller wie IBM (DOORS) und Siemens (Polarion) versuchen, mit dem Stichwort "Künstliche Intelligenz" zu punkten und mit ihren Assistenten Watson und reQlab auf Qualitätsprobleme hinzuweisen.
Doch Qualitätsassistenten sind nur ein Beispiel für die automatische Verarbeitung von natürlichsprachigen Anforderungen – ob mit künstlicher Intelligenz oder nicht. Es gibt noch viele andere Anwendungsbeispiele, wo uns moderne Systeme Arbeit abnehmen. Dazu gehören automatische Übersetzungen in andere Sprachen, automatische Glossarerstellung und -pflege, bis hin zur automatischen Modellgenerierung als Einstiegspunkt ins MBSE.

In diesem praxisnahen Vortrag wird gezeigt, was der Stand der Technik bezüglich der Verarbeitung natürlichsprachiger Anforderungen ist. Es werden verschiedene Anforderungsfälle diskutiert und konkrete Ansätze, wie Nutzer im industriellen Umfeld einen praktischen Mehrwert realisieren können.

 

Dr. Michael Jastram ist Systems Engineer mit Schwerpunkt auf die Anforderungsmodellierung. Er teilt sein Wissen über Bücher, Fachartikel, Vorträge und als Veranstalter, sowie über seinen wöchentlichen deutschsprachigen Blog System Engineering Trends. Hauptberuflich ist er Geschäftsführer der Formal Mind GmbH, die Kunden beim Einsatz von Systems Engineering unterstützt.

Herr Jastram ist Gründer und Projekt Lead des Eclipse Requirements Modeling Frameworks, einem Open Source-Projekt zur Anforderungsmodellierung, das als Referenzimplementierung den offenen ReqIF-Standard umsetzt. Er hat 25 Jahre Berufserfahrung, davon zehn in den USA, wo er einen Abschluss am M.I.T. erwarb und als Software-Ingenieur und -Architekt in mehreren Start-Ups arbeitete.

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Parametric Technology GmbH (PTC)

15:50

Selbstorganisation und Macht

Karl Weber
Kopfstark GmbH

Selbstorganisation und Macht

Level: Fortgeschrittene; Personen, die mit agiler Zusammenarbeit vertraut sind.

Macht wird nicht ergriffen. Vielmehr verleihen Gruppen sie an diejenigen, die einen besonderen Nutzen erbringen. Das sagt der Wissenschaftler Dacher Kelter. Und: Macht lädt zu ihrem Missbrauch ein. Je mehr Macht, desto verführerischer die Einladung.

Beide Erkenntnisse sind von erheblicher Bedeutung für agile Teams und Organisationen, die in ihrem Wesenskern auf der (Selbst-) Wirksamkeit der Beteiligten beruhen. Wirksamkeit ist eng mit Macht verbunden. Auf ihrem Gegenpol stehen frustrierende Ohnmacht und Ineffizienz.

Macht braucht jedoch kulturelle Einbindung und offene Reflexion, um ihren Missbrauch zu verhindern. Denn Machtmissbrauch bedroht Verantwortlichkeit, Zusammenarbeit und Motivation der Einzelnen ebenso wie die Wirtschaftlichkeit, Widerstandskraft und Zukunftsfähigkeit von Organisationen.

Dieser Beitrag beleuchtet die Grundlagen, aus denen heraus Macht verliehen wird. Er vollzieht nach, wie es zu Machtmissbrauch kommen kann. Und er zieht Schlussfolgerungen für agile Teams und Organisationen, damit sie Macht effektiv nutzen, ihren Missbrauch jedoch vermeiden können.

 

Karl Weber ist geschäftsführender Gesellschafter der Kopfstark GmbH. Er studierte Maschinenbau und war als Konstrukteur in der Automobilzulieferindustrie tätig, bevor er in die IT-Industrie wechselte und dort gemeinsam mit Partnern zwei erfolgreiche Unternehmen für CAD- und PLM-Lösungen aufbaute und als Geschäftsführer führte. Nach dem Verkauf der Unternehmen gründete er 2007 Kopfstark und spezialisierte sich nach einem Masterstudium für Coaching und Organisationsentwicklung auf lösungsfokussierte Beratung von Unternehmen, Teams und Einzelpersonen. Kopfstark – der Name steht für den Leitgedanken des Unternehmens, dass Erfolg zuerst im Kopf entsteht – wird heute von vier Partnern gleichberechtigt und agil geführt. Zu den Kunden von Kopfstark zählen zahlreiche namhafte Unternehmen in ganz Deutschland. Mehr Informationen unter www.kopfstark.eu.

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Was Unternehmenskultur *nicht* ist -- Und wie man sich nicht auf die Nase legt, wenn man sie verändern will

Oliver Zilken
REWE digital

Was Unternehmenskultur *nicht* ist -- Und wie man sich nicht auf die Nase legt, wenn man sie verändern will

Level: Fortgeschrittene und Experten

Ein Gespenst geht um in den Fluren agiler Firmen -- ein Gespenst der “Kultur”. Diese gälte es zu erkennen, zu beeinflussen, zu ändern. Dabei wird alles, was im täglichen Geschehen schlecht läuft oder bei einer Veränderung schief geht, schnell auf eine “fehlerhafte Kultur” zurückgeführt.

Kaum jemand aber redet davon, was diese allgegenwärtige und doch so chimärenhafte Kultur eigentlich ausmacht. Vor allem aber fehlt in den meisten gängigen Betrachtungen ein Blick darauf, was Kultur *nicht* ist -- was dazu führt, dass Veränderungen unter Berufung auf einen solcherart mißverstandenes Kulturbegriff in aller Regel scheitern.

Es ist also nicht die Kultur selbst, die fehlerhaft ist, sondern das Verständnis darüber, was sie ausmacht. Fünf ebenso grundlegende wie weit verbreitete Fehler stellt dieser Vortrag vor, zeigt ihre Zusammenhänge und wie sie sich vermeiden lassen im Versuch, Kultur im positiven zu verändern.

 


Oliver Zilken arbeitet seit 2014 bei der REWE digital GmbH in Köln, in der Rolle des Chief Scrum Master.  Als studierter Softwareentwickler kam er das erste mal im Jahr 2008 mit dem Thema Agilität in Berührung, was ihn bis heute dauerhaft prägt. Als ScrumMaster gestaltete er zunächst die Einführung von Scrum bei sipgate als Scrum Master mit. Später wechselte er zur iDev GmbH in Köln, wo er mehrere Jahre als Leiter der agilen Softwareentwicklung verantwortlich für Prozesse und agile Vorgehensweisen im Unternehmen war. Momentan liegt sein Fokus in der Führung und Ausrichtung der knapp 25 Scrum Master bei REWE digital, sowie der Gestaltung einer agilen skalierten Zusammenarbeits-Organisation. Oliver ist seit 2010 durchgehend zertifizierter CSM, CSPO und CSP der ScrumAlliance.

Er ist seit Jahren regelmäßig als Referent und Keynote-Speaker auf verschiedenen internationalen Events unterwegs. Außerdem betätigt er sich nebenberuflich zusätzlich als Trainer und Coach in den Themen digitale Transformation, agile Leadership sowie agile HR.

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Herausforderungen bei der Entwicklung organisationsweit akzeptabler Industrie Best Practices / end-to-end Lösungen (ASPICE)

Michael Halder
IBM

Herausforderungen bei der Entwicklung organisationsweit akzeptabler Industrie Best Practices / end-to-end Lösungen (ASPICE)

Level: Fortgeschrittene

Technologische Veränderungen in der Automobilentwicklung führen zu einer verstärkten Zusammenarbeit innerhalb und zwischen Unternehmen. Die Entwicklung innovativer Produkte erfordert enge Zusammenarbeit von Experten aus OEMs und Zulieferern. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Ergebnis der Zusammenarbeit ein sicherheitskritisches Produkt darstellt, bei dem die Einhaltung von Prozessen und die lückenlose Rückverfolgbarkeit entscheidende Faktoren sind.

Die Einrichtung gemeinsamer Projekte zwischen verschiedenen Organisationseinheiten ist sowohl aus Tool, Schnittstellen und Prozesssicht herausfordernd. Die Präsentation zeigt, wie IBM Engineering Lifecycle Management auf diese Herausforderung reagiert und gibt Einblicke in eine strategische Initiative zur Entwicklung einer Automotive End-to-End Best-Practice-Lösung zur Einhaltung von Industriestandards wie ASPICE und ISO-26262. Während sich der Vortrag auf die Automobilindustrie konzentriert, sollen in Zukunft ähnliche Lösungen zur Erleichterung von Branchenkonformität für andere regulierte Branchen wie A&D, Medical & Pharmaceutical Devices folgen.

Die Präsentation zeigt, vor welchen Herausforderungen IBM bei der Entwicklung einer Lösung bestehend aus Projekt Templates (Anforderungsmanagement, Worklflow und Testing), Berichtswesen und Prozessdefinitionen stand und wie das Unternehmen mit diesen Herausforderungen umgeht. Der Vortrag stellt außerdem dar, dass die eigentliche Herausforderungen bei der Einführung einer solchen Lösung kultureller und organisatorischer Natur sind.

 

Michael Halder ist Teil des Offering Management Teams für IBM Engineering Lifecycle Management. Er verantwortet die Entwicklung von Branchenlösungen für das IBM ELM-Portfolio und arbeitet hierfür mit einem funktionsübergreifendes IBM Team zur Entwicklung von Vorlagen, Berichten und Prozessen in Abstimmung mit Assessoren und internationalen Automobilherstellern und Zulieferern. Zuvor war er bei Bosch und SAP tätig.

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16:35

Pause

16:55

Keynote: Nächste Ausfahrt Zukunft - Eine Gesellschaft im Umbruch
Ranga Yogeshwar

Keynote: Nächste Ausfahrt Zukunft - Eine Gesellschaft im Umbruch

Zu keiner Zeit in der Geschichte gab es so viele grundlegende und tiefgreifende Veränderungen wie heute. Das führt immer wieder zu neuen Rahmenbedingungen.
Die Veränderung birgt Möglichkeiten und Gefahren und führt zu einer tief verunsicherten Gesellschaft.
Wie begreifen und erleben wir das Neue in unserem Umfeld und unserer Gesellschaft? Ranga Yogeshwar zeigt in diesem Vortrag Wege hin zu einer Kultur der Veränderungen.

 


Ranga Yogeshwar wurde 1959 in Luxemburg als Sohn eines indischen Ingenieurs und einer luxemburgischen Künstlerin geboren. Er schloss sein Studium an der RWTH Aachen als DiplomPhysiker ab und wechselte 1987 zum Westdeutschen Rundfunk Köln, wo er das Ressort Wissenschaft leitete. Während seiner Fernsehtätigkeit entwarf und moderierte er zahlreiche Fernsehsendungen, u.a. „Quarks&Co.“, „Die Große Show der Naturwunder“ und „Wissen vor Acht“. Seit 2008 ist Ranga Yogeshwar als freier Wissenschaftsjournalist und Autor tätig. Er erhielt mehr als 60 Auszeichnungen, darunter die Ehrendoktorwürde der Universitäten Wuppertal und Koblenz-Landau, das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland, das Verdienstkreuz des Landes NordrheinWestfalen, den Ordre de Mérite du Grand-Duché de Luxembourg und wurde 2019 zum Honorarprofessor an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg berufen. Der Bestsellerautor und Vater von 4 Kindern lebt mit seiner Frau in der Nähe von Köln.

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18:00

Ende & Ausklang - Farewell bis zur REConf 2022 in der Ausstellung

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