
Agenda

Ben Hörömpöly & Andreas Kreß

Room Franz & Leo
Interactive exchange format with exciting topics
Room Franz & Leo

In the table below you will find the agenda for the conference days (Monday/Tuesday/Wednesday) with speed presentations, expert talks and in-depth half-day workshops on various topics of Requirements-, Systems Engineering, AI and the Agile Environment.

Ben Hörömpöly & Andreas Kreß

Room Franz & Leo
Interactive exchange format with exciting topics
Room Franz & Leo
Room "Alois"
Room "Saal"
Nemetschek Haus
Room "Franz & Leo"
Room "Köln & Kiel"
Nemetschek Haus
Room "Ludwig"
Jürgen Rambo
Gesellschaft für Systems Engineering e.V.
Dr. Christoph Oemig
Deutsche Bank AG
Dr. Dirk Fleischer
BMW
Simon Dehn
MSE, RWTH Aachen University
Lorenzo Gasperi
Alpitronic GmbH
Varun Chinthala
HOOD GmbH
Nikolai Stein
REQUISIS GmbH
Szabi Koppany
Raiqon GmbH
Patrick Grüßenbeck
BMW
Nikhil Jha & Ruslan Bernijazov
AI Marketplace GmbH
Alexander Pärschke & Ülkü Karaduman Koyuncu
Deutsche Bahn AG
Dr. Carsten Wiecher &
Bernd Weyring
Schmitz Cargobull AG
Andreas Graf
itemis AG
David Diaz &
Arshita Paliwal
Dassault Systèmes
Sebastian Fickert & Dominik Häußer
SOPHIST GmbH
Rainer Piechoczek
Fresenius Medical Care Deutschland GmbH
Jonas Alles
em engineering methods AG
Kirsten Krischke & Simone Hopp
MID GmbH
Jennifer Korent
Willert Software Tools GmbH
Christina Rohrmoser
Lean-Coders
Larissa Niedecken
Transformation Experience
Stephan Roth
oose eG
Thomas Rogalski & Andreas Kraft
DRÄXLMAIER Group
André Beuth &
Jens Krahmann
OpenText
Wolfgang Hiermann
Spirit in Projects GmbH
Johannes Knöferle
Flughafen München GmbH
Andreas Willert
Willert Software Tools
Nevres Balic
FORVIA Hella
Kevin Plesner & Hella Wagner
Metafinanz Informationssysteme GmbH
Dr. Oskar von Dungern
enso managers GmbH
Raum "Alois"
Raum "Saal"
Nemetschek Haus
Raum "Franz & Leo"
Raum "Köln & Kiel"
Nemetschek Haus
Raum "Ludwig"
Dr. Michael Jastram
Formal Mind GmbH
Björn Schorre
Ingenieurbüro für Systems Engineering
Michael Mark
DB Regio AG
Waldemar Lisin
ONE Business & Technology GmbH
Rene Honcak
ZF Friedrichshafen AG
Martin Melicher
Vector Informatik GmbH
Daniel Turner
DRIMCO GmbH
Guillaume Tréfeu
KSB SE & Co. KGaA
Dr. Christoph Fuchs
HOOD GmbH
Peter Schedl
IBM Deutschland GmbH
Andreas Pollom
Fraunhofer IESE
Christoph Bergner
MID GmbH
Nikolai Stein
REQUISIS GmbH
Jan Jancar
Softacus GmbH
Christoph Pfeuffer
Airbus Defence and Space
Gunnar Harde
adesso SE
Jesko Rehberg
QUNIS GmbH
Kata Schiller
Leuphana Universität
Dr. Bernd Grahlmann
GRAHLMANN
Fernando Valera
Visure Solutions
Dr. David Allaverdi
Zuken GmbH
Christian Bock
ZIEHL-ABEGG SE


Der Dirigent braucht ein Orchester: Organisationsweite Kompetenzentwicklung mit dem INCOSE Systems Engineering Competency Framework
Selbst der beste Dirigent kann ohne ein kompetentes Orchester keine Wirkung entfalten. Die Organisation muss in verschiedensten Bereichen über die nötigen Kompetenzen verfügen, damit die Partitur aus Anforderungen ihren vollen Klang entfalten kann.
Gute Entwicklung darf nicht vom Zufall einzelner „Heldentaten“ abhängen. Viele Unternehmen haben zwar Prozesse, Methoden und Tools für Systems - und Requirements Engineering etabliert, aber noch keine breit akzeptierten Kompetenzprofile, Lernpfade oder Fachkarrieren. Das INCOSE SE Competency Framework (SECF) kann für genau diese organisationsweite Befähigung genutzt werden.

Jürgen Rambo treibt seit über 25 Jahren Praxis, Forschung und Lehre zu Methoden, Prozessen und Tools der digitalen Produkt- und Systementwicklung voran. Als Berater, Trainer, Coach und Autor (bei GfSE und VDI) verbindet er modellbasiertes Systems Engineering (MBSE) mit agilen Arbeitsweisen sowie kultureller und digitaler Transformation, damit Unternehmen und Teams sich und ihre Produkte GEMEINSAM BESSER ENTWICKELN.
Nicht nur zum Coden: Wie ein KI-Assistent mit Documentation as Code zur schlanken Requirements Management Lösung wird
Requirements Management Systeme sind schon seit längerem auf dem Markt. Ändert man seine Arbeitsweise dahingehend, dass man Anforderungen wie Quellcode behandelt, passiert einiges: eine Entwicklungsumgebung wird zur zentralen Arbeitsumgebung, Versionen und Baselines werden über die Sourcecodeverwaltung abgebildet und KI-Coding Assistenten halten Einzug. Dieser Vortrag zeigt, nach einer kurzen Einführung zu relevanten Konzepten, an praktischen Beispielen, dass diese nicht nur Programmieren können, sondern zeitgleich ein Naturtalent in Sachen Anforderungsmanagement sind.

Dr. Christoph Oemig
Christoph studierte Medieninformatik in Wedel und Furtwangen. Seine Promotion erlangte er im Bereich Human-Computer Interaction (HCI) an der Otto-Friedrich Universität Bamberg. Er ist IREB Certified Professional for Requirements Engineering (CPRE), IIBA Certified Business Analysis Professional (CBAP), UXQB Certified Professional for Usability and User Experience (CPUX) und als Chapter Area Lead für die Business Analyse verantwortet er alle anforderungsbezogenen Belange in der Tribe Domain New Banking der Deutschen Bank. Er ist Mitglied der Fachgruppe Requirements Engineering der Gesellschaft für Informatik und regelmäßiger Sprecher auf Konferenzen wie der REConf, REFSQ oder dem European BA Day.
KIMBA beschleunigt KI-gestütztes RE und MBSE: Forschung & Praktische Erkenntnisse
KIMBA zeigt, wie KI-Methoden Requirements Engineering und Model-Based Systems Engineering (MBSE) transformieren. Anhand Use Cases aus der Praxis demonstrieren wir die automatisierte Generierung von Systemmodellen aus Anforderungen sowie den KI-gestützten Zugang zu MBSE-Wissen für Nicht-Tool-Experten. Die Präsentation beleuchtet neue Kollaborations- und Datenarchitekturen, konkrete Erfolgsfaktoren aus Forschung und Produktion und lädt zur Diskussion der Rolle des Requirements Engineers als Orchestrator im KI-gestützten Entwicklungsprozess ein.

Dirk Fleischer ist nach Studium und Promotion an der RWTH Aachen Mitarbeiter der BMW-AG seit 1997.
In der heutigen Position ist er Referent für Digitalisierung im Entwicklungs-Ressort. Zuvor hatte er verschiedene leitende Rollen in der Produktion von Fahrzeugkomponenten und in der Entwicklung von Fahrzeugen bei BMW.

Simon Dehn ist seit April 2021 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Systems Engineering am Institut für Maschinenelemente und Systementwicklung (MSE) der RWTH Aachen University.
In seiner Promotion erforscht er Methoden zur automatisierten Generierung von Systemmodellen aus Anforderungsdaten in SysML v2.
Seit Dezember 2024 leitet er die Forschungsgruppe System of Systems Engineering im Bereich Connected Systems.
RE Charged
The product innovation towards higher and faster charging opportunities in the fields of electrical charged vehicles, leads not only to charging stations with rather sophisticated technology stacks, but comes with a steady stream of new regulations which need to be covered in the whole charging infrastructure. There is a need for a smooth transition of new product releases into the markets by passing homologation and get market relevant certificates without too much trouble.
To tackle this need with an upfront and frontloading strategy, requirements engineering has been targeted for further improvement.
After a overview on the RE baseline given, we present the plan with the following packages and the experience and results gathered in the work off.
Lorenzo Gasperi is a Requirements Engineer at Alpitronic GmbH in Bolzano, a leading company in DC fast-charging technology for electric vehicles. In his role, he is responsible for the elicitation, specification, and validation of software requirements in the context of innovative charging solutions. He works closely with interdisciplinary teams from product management, system architecture, and software development, ensuring compliance with international standards such as ISO 15118 and OCPP. With a background in systems or software engineering, he brings solid experience in model-based development and agile development processes.

Varun Chinthala works at HOOD GmbH as a Consultant for Systems Engineering. He holds a Master's degree in Systems Engineering and has extensive experience in implementing and streamlining systems engineering processes. In previous projects, he successfully optimized requirements engineering and management as well as systems architecture design. Varun brings professional experience from the automotive and electric vehicle charger manufacturing, enhancing his expertise in systems engineering and requirements management.
18 Jahre REQUISIS – Von DOORS-Expertise zu KI-gestützten Engineering-Tools
Seit 18 Jahren unterstützt REQUISIS Unternehmen aus verschiedenen Branchen bei der Einführung und Weiterentwicklung professioneller Requirements-Engineering-Prozesse sowie beim Einsatz von IBM DOORS und IBM Engineering Lifecycle Management. In dieser Zeit haben sich Methoden, Werkzeuge und Erwartungen an die Systementwicklung stark verändert – von klassischen Requirements-Datenbanken bis hin zu KI-gestützten Engineering-Plattformen.
Dieser Vortrag nimmt das Jubiläum zum Anlass für einen kurzen Rückblick auf wichtige Stationen aus 18 Jahren REQUISIS: von frühen Erweiterungen für DOORS 9 über Lösungen für Sicherheit, Migration und ReqIF-Datenaustausch bis hin zu modernen Erweiterungen für DOORS Next. Anhand praktischer Beispiele wird gezeigt, welche Herausforderungen in großen Entwicklungsprojekten typischerweise auftreten und welche Lösungen sich in der Praxis bewährt haben.
Im zweiten Teil richtet sich der Blick nach vorne. Neue KI-gestützte Werkzeuge eröffnen völlig neue Möglichkeiten für das Requirements Engineering: automatische Analyse von Anforderungen, Unterstützung bei Qualität und Konsistenz sowie intelligente Copiloten direkt im Engineering-Tool. Der Vortrag stellt aktuelle REQUISIS-Lösungen vor, die Teams dabei unterstützen, Requirements effizienter zu erstellen, zu analysieren und zwischen Systemen auszutauschen.
Feiern Sie mit uns 18 Jahre REQUISIS und werfen Sie gemeinsam mit uns einen Blick auf die Entwicklung des Requirements Engineerings – von den Anfängen bis zu den Möglichkeiten, die moderne KI heute eröffnet.
Die Infos zum Referenten folgen in Kürze.
Strategischer Einsatz von KI bei BMW: Vom Pilotprojekt zum unternehmensweiten Rollout
In diesem Vortrag stellen wir den Einsatz der Raiqon AI-Plattform bei BMW vor, eine Fallstudie, die zeigt, wie KI im Anforderungsmanagement die Produktentwicklung beschleunigen und gleichzeitig die Qualität verbessern kann.
BMW hat früh erkannt, dass KI sowohl für die kurzfristige Beschleunigung als auch für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit von strategischer Bedeutung ist. Das Umfeld des Unternehmens erfordert strenge Sicherheit, Skalierbarkeit, Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit. Zu den wichtigsten Anliegen gehörten die Markteinführungszeit, die Ressourceneffizienz und Verzögerungen bei den Überprüfungsprozessen.
Nach einer gründlichen Marktanalyse inklusive mehr als einem Dutzend KI-Tools entschied sich BMW im Jahr 2024 für Raiqon als vielversprechendste KI-Plattform für das Anforderungsmanagement. Ein erster Pilotversuch mit ausgewählten Anwendern verlief erfolgreich und wurde von einer umfassenderen Evaluierung gefolgt. Dank einer engen agilen Zusammenarbeit konnte Raiqon die zusätzlichen Funktionsanforderungen von BMW schnell umsetzen und Lösungen mit Daten aus der Praxis validieren.
Zu den Ergebnissen gehören deterministische KI-Ausgaben, eine breitere Tool-Unterstützung, Skalierbarkeit auf Millionen von Artefakte und deutlich schnellere Überprüfungszyklen durch KI-basiertes Authoring und Qualitätsanalysen. BMW plant, Raiqon ab Januar 2026 für über 10.000 Ingenieure einzusetzen. Auf der ReConf 2026 werden wir die wesentlichen Use-Cases von BMW samt aktuellen Kennzahlen präsentieren, die die Produktionsreife und die geschäftlichen Auswirkungen der KI belegen.

Szabi Koppany ist Gründer und CEO von Raiqon GmbH. Zuvor Geschäftsführer der Intland Software GmbH (Codebeamer) und Leiter der Unternehmensentwicklung bei der Werhahn KG.
Patrick Grüßenbeck
Die Informationen zum 2. Referenten folgen in Kürze.
Benchmarking Generative AI for Requirements Management
This work introduces RM Bench, a structured and reproducible benchmark for evaluating Generative AI, particularly Large Language Models (LLMs) in Requirements Management (RM). It systematically assesses model reliability across 18 test cases spanning varying prompt complexities and task types. Empirical findings show that while LLMs handle syntactic changes well, they struggle with semantic and compliance-driven reasoning. RM Bench highlights the limitations of general-purpose metrics and benchmarks, emphasizing the need for domain-specific, trustworthy AI evaluation in Requirements Engineering.

I am Nikhil Jha, author of this work is working at AI Marketplace GmbH as AI Technology Generalist, he is also Lead at Google Developer Group Paderborn, and master’s in computer science from Universität Paderborn. His research bridges requirements engineering and artificial intelligence, focusing on requirements change management and evaluation using GenAI which he did during his Master’s Thesis.
Ruslan Bernijazov is the Founder and Managing Director of AI Marketplace GmbH and has been developing AI solutions for engineering for almost a decade. His work combines deep expertise in model-based systems engineering (MBSE), digital engineering, and engineering IT with a strong focus on implementation in complex industrial environments. Previously, he built up the Systems Engineering research area within the Advanced Systems Engineering group at the Heinz Nixdorf Institute and led the Center of Excellence for AI at Fraunhofer IEM. Over the past ten years, he has supported numerous organizations in introducing and evolving systems engineering processes, methods, and toolchains—from strategic setup to sustainable adoption in day-to-day practice.
Willkommen Polarion: Communities, Change, Konfiguration & Customizing als Enabler für den Toolwechsel
Wir zeigen am Beispiel des Zentralen Fahrzeugeinkaufs der Deutschen Bahn, wie Polarion als zentrales Requirements-Engineering-Tool erfolgreich eingeführt und etabliert wurde. Der Fokus liegt auf Konfiguration und Customizing als Erfolgsfaktoren für Zusammenarbeit, Traceability und Reporting. Wir teilen Migrationserfahrungen, Lessons Learned und betonen die Bedeutung von Community und Change-Management für nachhaltige Akzeptanz und Standardsetzung bei Toolwechsel.

Alexander Pärschke ist seit 13 Jahren als Ausschreibungs- & Anforderungsmanager in der Fahrzeugbeschaffung bei der Deutschen Bahn tätig. Darüber hinaus ist er Teil der fachlichen Betriebsführung von DOORS.
2023 wurde er als fach. Projekt-Lead beauftragt, einen Nachfolger für DOORS zu identifizieren und zu implementieren, und übernimmt dort die Rolle des fachlichen Architekten.
Stefan Nerke, Berater für Systems und Requirements Engineering bei der HODD Group, ist Ende 2023 zu dem Projekt gestoßen. Gemeinsam mit Kollegen der HOOD Group ist er mit dem Anforderungsmanagement und der Unterstützung der Konfiguration in Polarion beauftragt.
Thomas Schölzl, seit 2010 als Berater bei Sophist, ist Experte für Requirements Engineering Tools und Methode. Seit September 2024 konzipiert und gestaltet er gemeinsam mit einem Kollegen, als Teil des Projekts, die Befähigung und Weiterbildung der Deutschen Bahn im Umgang mit Polarion.

Ülkü Karaduman Koyuncu ist ebenfalls Ausschreibungs- & Anforderungsmanager und Teil der fachlichen Betriebsführung von DOORS in der Fahrzeugbeschaffung der Deutschen Bahn tätig.
Als Software-Ingenieurin ist Ülkü 2024 ins Projekt gekommen und unterstützt Alexander in seiner Rolle als fachliche Architektin des Projekts.
Kundenorientiertes RE in komplexen Entwicklungsprojekten mithilfe von MBSE und KI-Agenten
Der Vortrag gibt einen Einblick in die Anwendung LLM-basierter KI-Agenten im Requirements Engineering und im Model-Based Systems Engineering (MBSE) bei Schmitz Cargobull.
Ziel des Vortrags ist es aufzuzeigen, wie KI-Agenten durch den Zugriff auf unternehmensspezifisches Wissen, die Anbindung an bestehende Toolchains und die Einbettung in vorhandene Entwicklungsprozesse echten Mehrwert schaffen – etwa durch die Automatisierung von Aufgaben, das Aufbrechen von Wissenssilos und die Unterstützung der praktischen Umsetzung von MBSE.

Dr. Carsten Wiecher ist als Requirements Engineer bei der Schmitz Cargobull AG tätig. In seiner Forschungs- und Entwicklungstätigkeit beschäftigt er sich mit der Frage, wie Anforderungen und Systeme formal, aber dennoch intuitiv und praxisnah beschrieben werden können. Dabei liegt sein Schwerpunkt im Bereich Requirements Engineering und Systemmodellierung, um die Digitalisierung von Trailern voranzutreiben.

Bernd Weyring ist ein erfahrener Elektroingenieur, der das Requirements Engineering bei der Schmitz Cargobull AG aufgebaut hat und dieses seit über sechs Jahren erfolgreich leitet. Schmitz Cargobull ist der führende Hersteller und Marktführer von Sattelaufliegern in Europa. Im Mittelpunkt seiner Tätigkeit steht die Digitalisierung der Trailer, um durch den Einsatz moderner digitaler Werkzeuge die Arbeit der Fahrer und Spediteure zu revolutionieren und somit die Zukunft der Logistik zu gestalten. Dabei legt er besonderen Wert auf die Kombination von Requirements Engineering mit modellbasierter Architekturgestaltung und Innovationsmanagement. Diese Herangehensweise hat nicht nur zu innovativen Produkten für Schmitz Cargobull geführt, sondern auch zu zahlreichen Patenten beigetragen.
Kontext statt Halluzinationen - Wie mache ich die KI zum Ingenieur?
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Systems Engineering stößt in der Praxis häufig an Grenzen, wenn fachlicher Kontext und Bedeutung fehlen. Dieser Beitrag zeigt, warum KI ohne explizit modelliertes Engineering-Wissen zu fehlerhaften oder nicht nachvollziehbaren Ergebnissen neigt. Anhand konzeptioneller und praxisnaher Beispiele wird erläutert, wie Semantik, Ontologien und Knowledge Graphs als strukturierende Grundlage dienen, um Kontext für KI systematisch bereitzustellen.

Andreas Graf ist Head of AI & ML bei der itemis AG. Er beschäftigt sich seit 25 Jahren mit Prozessen, Methoden und Werkzeugen - insbesondere in der Automobilindustrie. Er unterstützte die Projekte bei der Einführung von modellbasierter Software- und Systementwicklung. Dazu leitet er bei itemis eine Abteilung, die sich unter anderem mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Systems beschäftigt.
Executable Requirements as the Conductor of Systems Engineering
“Executable Requirements as the Conductor of Systems Engineering" presents Requirements-in-the-Loop (RIL), a practical approach to bridging Model-Based Systems Engineering (MBSE) and Model-Based Design (MBD). RIL enables engineers to formalize and simulate requirements early, detecting errors before coding begins, and reusing them later during MiL, SiL, and HiL testing. Using an industrial aerospace landing gear use case, we demonstrate how RIL improves requirement quality, reduces costly iterations, and ensures stronger alignment between stakeholder needs and system implementation.

David Diaz is an Industry Process Specialist at Dassault Systèmes with six years of experience as a Systems Engineer. He holds a master’s degree in Advanced Control and Systems Engineering, is INCOSE ASEP certified, and has over five years of hands-on expertise with MBSE tools.

As one of the authors Arshita Paliwal, also an Industry Process Specialist at Dassault Systèmes, brings over three years of experience in Systems Engineering. She holds a master’s degree in Aerospace Engineering (specialization in Systems Engineering), and certifications as INCOSE ASEP and OMG Certified SysML Model Builder Professional (Level 2).
KI als Interviewpartner: Wie generative KI-Systeme die Anforderungsermittlung verändern
Generative KI verändert das Requirements Engineering grundlegend – nicht, indem sie den Menschen ersetzt, sondern indem sie ihn stärkt. Sie übernimmt Routineaufgaben, schafft Transparenz und gibt dem Requirements Engineer mehr Raum für das Wesentliche: Verstehen, Moderieren und Kommunizieren.
Die Teilnehmenden erfahren konkret, wie sich KI-Tools in die Praxis der Anforderungsermittlung integrieren lassen – von der Vorbereitung über die Durchführung bis zur Nachbereitung von Stakeholder-Interviews. Sie erhalten praxisnahe Anwendungsbeispiele, erprobte Prompts und Impulse für die eigene Arbeit.
Der Vortrag wirft bewusst Fragen zur Rolle des Requirements Engineers der Zukunft auf:

Sebastian Fickert
Ich bin als Berater und Trainer im Bereich Requirements Engineering tätig und unterstütze Unternehmen bei der Einführung, Optimierung und praktischen Anwendung von RE-Methoden in Entwicklungsprojekten. In meiner täglichen Arbeit kombiniere ich methodisches Know-how aus dem Requirements und Systems Engineering mit betriebswirtschaftlichem Verständnis, um technische Anforderungen mit organisatorischen Zielen in Einklang zu bringen.
In den vergangenen Jahren habe ich zahlreiche Schulungen, Workshops und Projektbegleitungen durchgeführt und dabei den gezielten Einsatz von generativen KI-Systemen im Requirements Engineering erforscht und praktisch erprobt. Diese Erfahrungen sind in unser Buch „KI im Requirements Engineering“ eingeflossen, das sowohl theoretische Grundlagen als auch konkrete Anwendungsfälle und Best Practices beschreibt.
Im Vortrag bringe ich meine praktischen Projekterfahrungen, Methodenkompetenz und didaktische Perspektive als Trainer zusammen, um den Teilnehmenden sowohl fundiertes Wissen als auch unmittelbar umsetzbare Ansätze zu vermitteln. Mein Ziel ist es, zu zeigen, wie KI den Arbeitsalltag von Requirements Engineers sinnvoll ergänzt – und wie Unternehmen diese Technologien verantwortungsvoll und effizient nutzen können.
Dominik Häußer
Als Berater und Trainer bei den SOPHISTen unterstütze ich Kunden bei der Erhebung von Anforderungen, der Dokumentation von Architekturen und der Weiterentwicklung unterschiedlichster Systeme. Dabei kann ich auf meine Grundlagen als Diplom-Wirtschaftsinformatiker und zahlreiche Projekte im Bereich Systems-Engineering auf unterschiedlichen Abstraktionsebenen technischer Produkte zurückgreifen. Meine Erfahrungen kann ich durch verschiedene Projekte in der agilen Softwareentwicklung und meine Tätigkeit als Trainer ergänzen. Im Bereich Systems Engineering habe ich erfolgreich Methoden entwickelt, eingeführt, angewendet und Menschen dabei unterstützt ihre Arbeit zu erleichtern. Insbesondere der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und die Optimierung des Einsatzes interessiert mich sehr. Außerdem bringe ich mich als Arbeitsgruppenmitglied bei der Entwicklung des Lehrplans des „Certified Professional for Requirements Engineering Advanced Level Elicitation“ des IREB e.V. ein. Mich inspiriert die Vorstellung, dass bessere Systeme das Leben von Menschen erleichtert und wir alle Potenziale besser nutzen.
Not everything is a user requirement - Model-based system scoping at Fresenius Medical Care
Die Integration von Konnektivitätsfunktionen in ein reguliertes medizinisches Umfeld stellt besondere Herausforderungen dar. Der Vortrag zeigt, wie ein modellbasiertes Systems-Engineering-Vorgehen (MBSE) die Systemabgrenzung und Anforderungsermittlung in der Interaktion mit interdisziplinären Stakeholder im Kontext System-of-Systems unterstützt. Durch strukturierte Modellierung im Problemraum werden Stakeholder-Bedürfnisse präzisiert, Verantwortlichkeiten klar getrennt und lösungsneutrale sowie nachvollziehabre Anforderungsspezifikationen abgeleitet. Aus der Anwendung am Beispiel Usability Engineering werden praxisnahe Einblicke und Lessons Learned für eine modellbasierte Arbeitsweise gegeben. Erkenntnisse und Empfehlungen dienen als Diskussionsanregung, wie Stakeholder in ein modellbasiertes Requirements Engineering involviert werden – ohne diese zu überfordern, aber trotzdem qualitativ hochwertige Anforderungen zu erreichen – um bessere Systeme und Lösungen zu entwickeln ohne Einschränkungen.

Rainer Piechoczek ist Director Expert Therapy System Architect bei Fresenius Medical Care im Bereich Heim-Dialyse-Therapiesysteme. Er verfügt über umfassende Erfahrung und Expertise in regulatorischen Fragestellungen sowie übergreifende Kenntnisse in Themen wie Sicherheit, Datenschutz und vernetzte Services.

Jonas Alles ist Senior Consultant für Model-Based Systems Engineering in der Business Unit Digital Engineering bei der :em AG – einem Unternehmen, das digitale Lösungen für das Engineering bereitstellt. Mit langjähriger Erfahrung im Systems Engineering in der Automobil-, Medizintechnik- und Elektronikindustrie bringt er neben digitalen Prozessen, Tools und Daten insbesondere die menschliche Kollaborationsperspektive ein.
RE, KI und die Kunst des Dirigierens – Chancen und Grenzen im Ensemble
Der Vortrag stellt die gezielte KI-Unterstützung im RE-Prozess vor, die die Suche und Analyse von Diagrammen und Modellen als Grundlage für die Anforderungserhebung und -dokumentation wesentlich erleichtert. Der Vortrag blickt auf die Rahmen- und Startbedingungen und den täglichen Einsatz von KI für Requirements Engineers als Orchestrator: Durchsuchen bestehender Dokumentation, Aufzeigen von ungenauen Formulierungen und weiteren Stolpersteinen damit alle Anforderungen zu einem einheitlichen Ensemble führen.

Kirsten Krischke ist Executive Consultant bei der MID GmbH mit dem Schwerpunkt Requirements Engineering, Fachliche Analyse/ Fachliche Architektur und Modellierung von Business-Anwendungen. Sie blickt auf 20 Jahre Erfahrung in komplexen Softwareentwicklungsprojekten in den Branchen Öffentliche Verwaltung und Gesundheitswesen zurück. Dabei begleitet sie sowohl agil als auch klassisch geführte Entwicklungsvorhaben, arbeitet eng mit den Bedarfsträgern des zu entwickelnden Systems zusammen und fungiert an der Schnittstelle zwischen Fach- und IT-Bereich.

Simone Hopp ist bei der MID GmbH als Consultant für Data Science und Künstliche Intelligenz tätig. Sie ist spezialisiert auf die Entwicklung innovativer KI-Lösungen mit Large Language Models, Agenten und RAG-Systemen. In ihrer Rolle entwickelt sie Proof of Concepts und setzt KI-Use-Cases von der ersten Idee bis zum funktionsfähigen Prototyp um. Bei der gezielten Unterstützung von KI im RE-Prozess war Simone Hopp als KI-Entwicklerin für die gesamte KI-Fachseite verantwortlich – von der Konzeption der technischen Architektur bis zur Implementierung der Lösung. Ihre Leidenschaft liegt darin, modernste KI-Technologien in praktische Werkzeuge zu überführen, die echten Mehrwert schaffen.
SysML v2: Jenseits des Hypes
Wir schauen hinter die Kulissen: kann die SysML v2 das Versprechen einlösen, die Einführung und Anwendung von Model Based Systems Engineering zu vereinfachen? Im Prinzip ja. Jedoch müssen die Rahmenbedingungen stimmen, damit ein SysML v2 Tool in der Praxis so eingesetzt werden kann, dass sich daraus Vorteile ergeben. Dazu zählen Aspekte wie Anbindung an durchgängiges Requirements Engineering, Integration in eine Tool-Umgebung, die Rolle der Methodik, und die potenzielle Erweiterbarkeit des SysML v2 Tools.
Diese Punkte betrachten wir anhand eines konkreten Beispielprojektes und zeigen auf, wie diese Rahmenbedingungen die Vorteile der SysML v2 Anwendung erschließen.

Jennifer Korent ist Trainerin und Coach bei SodiusWillert. Als Trainerin konzentriert sie sich auf Modellbasiertes Systems Engineering (MBSE) und darauf, wie MBSE den Kunden helfen kann, die Herausforderungen bei der Entwicklung moderner, nachhaltiger Systeme zu bewältigen, über alle Engineering Disziplinen hinweg und einschließlich Methoden-Support. Jennifer kommt zu SodiusWillert mit mehr als 10 Jahren Erfahrung im Software-Engineering, mit Schwerpunkt auf Embedded Systemen. Als Software-Ingenieurin hat sie ein breites Know-how in C, C++, C#, Java und ST nach EN61131 erworben. Jennifer hat einen Master of Science in nnovations- und Technologiemanagement von der Wilhelm Büchner Hochschule und einen Bachelor-Abschluss in Elektrotechnik von der Fachhochschule für Wirtschaft und Technik PHWT.
“Wer braucht noch IT-Consultants?“ KI als mein Berater & Requirements Engineer
Wer stellt relevante Fragen und versteht die „Vibes" in Unternehmen, wenn künftig KI Anforderungen erhebt und dokumentiert? Moderne Beratung als Requirements Engineer beginnt dort, wo KI an ihre Grenzen stößt - bei unausgesprochenen Themen. KI zeigt, was möglich ist - aber wann merken Unternehmen: „Jetzt brauchen wir einen Menschen, der weiterhilft“? In diesem interaktiven Vortrag wird das Publikum zur "menschlichen KI" und erlebt den Unterschied zwischen reiner Informationsverarbeitung und echtem Verstehen.

Christina Rohrmoser
Als IT-Beraterin und Brückenbauerin bringe ich vielseitige Erfahrung mit – von Softwareentwicklung über Requirements Engineering bis UI-Design. Meine Leidenschaft liegt darin, Anforderungen zu entwerfen, verfeinern und umzusetzen, wobei ich kontinuierlich neue Methodiken und Tools teste, um am Puls der Zeit zu bleiben.
Besonders wichtig ist mir dabei die Visualisierung: Mit Miro schaffe ich gemeinsame Bilder, denn hier beginnt für mich gemeinsames Verständnis. Diese visuelle Arbeitsweise prägt auch meine interaktiven Workshops, in denen ich bewährte Methodiken mit der jeweiligen Unternehmenskultur verschmelze. Mein Credo dabei: Jedes Projekt ist einzigartig und braucht maßgeschneiderte Denkansätze, die wirklich funktionieren.
Requirements Engineering als Treiber von nachhaltiger Transformation: Co-Creation, Moderation und interkultureller Brückenbau zwischen IT und Business
Requirements Engineering wird durch gezielte Co-Creation-Methoden und interaktive Moderation zum Motor nachhaltiger Transformation. Der Vortrag zeigt, wie interkulturelle Sensibilität in globalen Teams den Erfolg sichert. Anhand eines Praxisbeispiels eines globalen IT-Providers veranschauliche ich, wie moderierte Zusammenarbeit Anforderungen präzise erfasst und verbindlich umsetzt. Teilnehmer erhalten Werkzeuge, um kulturelle Barrieren zu überwinden und RE als verbindende Kraft zwischen IT und Business zu stärken.

Larissa Niedecken
Ich bin Transformationsexpertin mit über zwölf Jahren Erfahrung in technologiegetriebenen Unternehmen. Als Gründerin von Transformation Experience berate ich zu nachhaltiger, menschenzentrierter Transformation. Zuvor leitete ich bei einem globalen Technologiekonzern das Co-Creation-Programm für die DACH-Region und entwickelte digitale Transformationsstrategien. Dabei gestaltete ich innovative Lösungen in interdisziplinären und internationalen Teams. Ich verfüge über fundierte Kenntnisse in Scrum, Human-Centric Design und interkultureller Kommunikation und spreche verhandlungssicher Englisch.
Echtes MBSE mit SysML v2
Viele Projekte nutzen SysML vor allem für Diagramme – der eigentliche Wert liegt jedoch in den Modelldaten dahinter. Der Vortrag zeigt, wie SysML v2 die Hürden der SysML-Silos überwindet: durch Schnittstellen zu anderen Disziplinen, domänenspezifische Erweiterungen und die SysML v2 API. Anhand von Beispielen wird deutlich, wie SysML v2 als Backbone-Technologie Disziplinen, Werkzeuge und Artefakte verbindet und multidisziplinäres, digitales Engineering ermöglicht.

Stephan Roth
Als Trainer und Berater unterstützt Stephan Roth Organisationen dabei, fit für das Komplexitätszeitalter zu werden. Seine thematischen Schwerpunkte sind das modellbasierte Systems Engineering (MBSE), Softwarearchitektur, Software Craft und Clean Code Development, sowie die digitale Transformation. Sein interdisziplinäres Wissen gibt er gerne in Trainings, Workshops, unterstützend im Projekt, oder auch in Buchform weiter. Stephan ermutigt Menschen in Organisationen, neue Wege zu gehen und notwendige Veränderungen zuzulassen. Dabei hilft ihm sein agiles Mindset und die vielfältigen Erfahrungen, die er in unterschiedlichen Rollen bei diversen Unternehmen – von strikt hierarchisch bis agil & selbstorganisiert – sammeln konnte.
Neugestaltung der RE-Toolchain in der Digitalen Transformation
Der Vortrag gibt Einblick in die Ablösung und Erweiterung einer bestehenden RE-Toolchain bei der DRÄXLMAIER Group im Kontext eines unternehmensweiten Transformationsprogramms. Im Fokus stehen methodische, technische und organisatorische Aspekte der Migration von PTC Windchill RV&S zu Polarion. Der Beitrag beleuchtet Herausforderungen, Good Practices und die Rolle von KI sowie Change Management bei der Etablierung eines harmonisierten, ASPICE-basierten RE-Prozesses über verschiedene Unternehmensbereiche hinweg.

Thomas Rogalski
Fachlicher Hintergrund in Mechatronik und Systems Engineering. 15 Jahre Berufserfahrung in der Produktentwicklung elektronischer Systeme. Die letzten Jahre vermehrt tätig im Kontext der Prozess und Methodendefinition. Aktuell verantwortlich für das Rollout und Release Management der ALM Lösung im Rahmen des Digitalen Transformationsprogramms.

Andreas Kraft
Elektroingenieur / Automatisierungstechnik mit 20 Jahren Berufserfahrung im Bereich Produktentwicklung mit Hilfe von Multiphysics Simulationstools, später im Bereich Systems Engineering Schwerpunkt bei der Betreuung von Projekten und Produkt-Akquisen im Bereich Ambientebeleuchtung tätig. Aktuell verantwortlich für das Arbeitspaket Requirements Engineering im Rahmen des Digitalen Transformationsprogramms.
Information about the lecture will follow shortly.
Requirements Engineering für KI-Systeme – Praxiserfahrungen aus dem Projekt KAZE (kamerabasierte Abfertigungszustandserkennung) am Flughafen München
Künstliche Intelligenz verändert das Requirements Engineering grundlegend. Während klassische Systeme deterministisch funktionieren, beruhen KI-Anwendungen auf Daten, Lernprozessen und Wahrscheinlichkeiten. Dadurch entstehen neue Herausforderungen für die Anforderungsdefinition, Qualitätssicherung und Nachvollziehbarkeit – insbesondere auf Auftraggeberseite, wo Anforderungen die Grundlage für Ausschreibung, Abnahme und Betrieb bilden.
Der Vortrag zeigt am Beispiel des Projekts KAZE der Flughafen München GmbH, wie sich Anforderungen an KI-Systeme methodisch fundiert und nachvollziehbar gestalten lassen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Data-, Model- und Trust-Requirements helfen, KI-Systeme prüfbar, auditierbar und vertraglich belastbar zu spezifizieren – auch wenn deren Verhalten probabilistisch ist.
Die Teilnehmer erfahren, wie Anforderungen an Datenqualität, Modellmetriken und Transparenz systematisch erfasst werden können. Anhand konkreter Erfahrungen aus der Praxis werden Methoden vorgestellt, mit denen sich Unsicherheiten im Requirements Engineering beherrschbar machen lassen.
Der Vortrag richtet sich an erfahrene Requirements Engineers, Business Analysts und Auftraggebervertreter, die ihre Methodenkompetenz für KI-basierte Systeme erweitern möchten. Er vermittelt konkrete Ansätze, wie man Anforderungen an lernende Systeme strukturiert, überprüfbar dokumentiert und über den Lebenszyklus hinweg qualitätsgesichert steuert.

Mag. Dipl.-Ing. Wolfgang Hiermann ist Geschäftsführer der Spirit in Projects GmbH und seit über 25 Jahren als Berater, Trainer und Gutachter im Bereich Requirements Engineering, Systems Engineering und IT-Governance tätig.
Er begleitet mit seiner Firma öffentliche Auftraggeber und große Organisationen bei der Konzeption, Ausschreibung und Qualitätssicherung komplexer IT- und KI-Systeme.
Sein Schwerpunkt liegt auf der methodischen Weiterentwicklung des Requirements Engineerings, insbesondere im Umgang mit datengetriebenen und lernenden Systemen.

Johannes Knöferle ist Projektleiter mit Fokus auf Steuerung internationaler Teams und Digitalisierungs- sowie Organisationsprozessen im Luftfahrt- und Flughafenumfeld. In seiner Rolle bei FMG Flughafen München GmbH verantwortet er Produkt- und Performance-Management im Bereich Airside Operations und treibt operative Exzellenz sowie Prozessoptimierung voran. Seine Leidenschaft gilt der ganzheitlichen Betrachtung komplexer Wertschöpfungsketten – von Planung über Umsetzung bis zur nachhaltigen Wirkung.
Auf der Suche nach Relevanz in Mitgeltenden Unterlagen. Untertitel: Wie KI dazu beitragen kann, Risiken bei Beauftragungen zu reduzieren
Es ist ein weitverbreitetes Problem in der Automobilindustrie: zusätzlich zur Komponentenspezifikation erhält der Zulieferer vom OEM eine Fülle mitgeltender Unterlagen unterschiedlicher Anwendungsbereiche, wie z.B. Sicherheitsnormen, Zulassungsanforderungen, logistische Rahmenbedingungen, etc.. Der Zulieferer trägt die Verantwortung dafür, daraus alle Details herauszufiltern, die ergänzend zur Komponentenspezifikation in die Requirements einfließen müssen.
In diesem Vortrag zeigen wir auf, wie KI dabei helfen kann und so für den Zulieferer das Risiko minimiert, dass übersehene Anforderungen aus mitgeltenden Unterlagen die Kosten explodieren lassen.

Andreas Willert widmet sich seit mehr als 20 Jahren intensiv den Themen MBSE, Requirements Engineering und Qualitätssicherung im Umfeld von komplexen Systemen und Software, mit dem Schwerpunkt Embedded Systeme. Konsequent verfolgt er seine Mission: zeigen, dass sich komplexe Systeme auf einem hohen Qualitätsniveau entwickeln lassen, ohne die Effizienz aus den Augen zu verlieren. Neben der Tätigkeit als Geschäftsführer der Firma Willert Software Tools GmbH und Chief Methodologist bei SodiusWillert SAS teilt Andreas seine Erfahrungen in diesem Umfeld als Buchautor, Methoden-Schulungen an der TAE und als Referent auf verschiedenen Kongressen.

Nevres Balic ist seit 2018 bei Hella – heute FORVIA Hella – Product Manager für die Applizierung der IBM Jazz tool chain bei HELLA mit Focus auf Effizienz und Durchgängigkeit der Entwicklungsmethoden. Dabei sind die Vollständigkeit und Qualität von Anforderungen von grundlegender Bedeutung. Daher hat Nevres das Forschungsprojekt KI Assistent initiiert. Bevor er zu Hella kam, hat Nevres bei Continental, Bosch, TRW und Kostal umfassende Erfahrungen in der Planung und Entwicklung von Automotive Systemen gesammelt.
Future Requirements Engineer - Aufgaben neu denken
Der Vortrag positioniert den Future Requirements Engineer als Symbolfigur für den Wandel hin zur Symbiose von Menschen und KI in der Arbeitswelt. Er steht stellvertretend für all jene Wissensarbeiter, die erkennen, dass KI nicht einfach ein Werkzeug ist, sondern eine technologische Zäsur, die uns zwingt, Arbeit grundlegend neu zu denken, weg von der Rolle des Ausführenden oder Dokumentierenden, hin zum Dirigenten einer neuen, gemeinsamen Intelligenz.
Ziel des Vortrags ist es, eine Grundlage für den Weg in diese neue Realität zu legen, indem er einen Perspektivwechsel anbietet: weg von der Frage, wie wir KI einsetzen, hin zu der, wie Arbeit im Zeitalter der KI neu gedacht werden muss. Wir möchten einen Gegenpol zu den vielen klassischen Top-Down-Programmen zur KI-Einführung setzen, welche aktuell ins Stocken geraten, weil sie genau diesen Perspektivwechsel nicht vollziehen. Unsere Hypothese lautet: Erfolgreiche KI-Transformation gelingt nur, wenn Menschen, nicht Strategiepapiere, verstehen, wie KI ihre einzelnen Aufgaben tatsächlich verändert.
Die Methodik Future Requirements Engineer baut exemplarisch auf diesem Perspektivwechsel auf. Sie zeigt, wie KI-Transformation bottom-up beim Individuum beginnt und darauf aufbauend neue Strukturen der Zusammenarbeit zwischen Menschen und Maschine entstehen. Aus dieser Haltung heraus entsteht das Fundament für die Organisationen der Zukunft.

Kevin Plesner
„Ich bin Senior Consultant bei der metafinanz Informationssysteme GmbH und Initiator des Konzepts Future Employee (hier: Future Requirements Engineer). Im Fokus meiner Arbeit steht die Verbindung von Data Analytics, KI und Organisationsentwicklung. Mit meinem Hintergrund in Wirtschaftsinformatik und meiner Master-Thesis zum theoretischen Fundament des Future Employee-Ansatzes verbinde ich wissenschaftliche Tiefe mit praktischer Erfahrung - mit dem Ziel KI-Transformation als positiven Wandel für Mensch, Organisation und Gesellschaft zu gestalten.“

Hella Wagner
„Ich bin Senior Consultant bei metafinanz Informationssysteme GmbH und in den Bereichen IAM Governance, Data Intelligence und Organisationsentwicklung tätig. Seit 1,5 Jahren bin ich Organisatorin eines Innovationsformats innerhalb der metafinanz und werde mit meinem Hintergrund als Architektin und Rettungssanitäterin vor Allem für meine vielseitigen Ideen geschätzt.“
Standard für Produktdaten als solide Wissensbasis für Kollaboration und KI
Digitales Engineering, Lieferkette, Fertigung und Betrieb mechatronischer Produkte ist von interdisziplinärer Zusammenarbeit geprägt; innerhalb und zwischen Unternehmen. Heute kommen viele verschiedene Tools und Datenformate zum Einsatz. Diese müssen zwar weiterhin bestehen, doch die Zusammenarbeit erfordert einen ganzheitlichen Ansatz für den Austausch von Informationen, die einzelne Artefakte wie Anforderungen und Systemkomponenten miteinander verknüpft und semantisch integriert. Hier wird die Verknüpfung durch einen international standardisierten ‚Knowledge Graphen‘ vorgestellt. Neben der Zusammenarbeit fördert er die Nutzung durch künstliche Intelligenz.

Dr.-Ing. Oskar von Dungern ist Ingenieur, Manager und Berater. Im Berufsalltag arbeitet er seit Anbeginn an der Schnittstelle zwischen Nutzern und Herstellern technischer Systeme von Mechatronik bis Software. Er bringt modellbasierte und agile Methoden in Projekte ein und entwickelt sie weiter. Bei der Gesellschaft für Systems Engineering trägt er seit vielen Jahren ehrenamtlich zur Specification Integration Facility (SpecIF) bei. Aktuell engagiert er sich für die Standardisierung der Zusammenarbeit unterschiedlicher Organisationen und Disziplinen im gesamten Produktlebenszyklus.
Infos zum Vortrag und Referenten folgen.
Product Velocity: Vier Prinzipien für radikal beschleunigte Produktentwicklung
Globale Wettbewerber verkürzen ihre Entwicklungszyklen drastisch. BYD bringt Fahrzeuge in 18 Monaten auf die Straße, während traditionelle OEMs noch doppelt so lange benötigen. Product Velocity zeigt, wie Unternehmen physische Produkte mit der Geschwindigkeit von Software entwickeln, ohne dass Qualität oder Innovationskraft auf der Strecke bleiben. Anhand von Fallbeispielen erfolgreicher Unternehmen stellt der Vortrag vier Prinzipien vor, die diesen Wandel ermöglichen:
Value Thinking macht Kundennutzen messbar und richtet Teams konsequent an Wertströmen aus.
Architect for Flow ersetzt Projektdenken durch Plattformdenken und nutzt offene, interoperable Werkzeuge als Basis für Industrial DevOps.
Shift Left verlagert Lernen, Tests und Innovation in frühe Phasen durch digitale Zwillinge und maschinenlesbare Artefakte.
Accelerate etabliert datengetriebene Rückkopplung und lernende Organisationen, die sich kontinuierlich verbessern.
Der Vortrag zeigt, dass Geschwindigkeit, Offenheit und Innovation untrennbar zusammengehören. Er zeigt zugleich, dass die Umsetzung schwer und ohne eine neue Generation integrierter Werkzeuge und Standards kaum erreichbar ist.

Dr. Michael Jastram
Michael hat eine Leidenschaft für die Entwicklung komplexer Produkte. Ausgebildet als Naval Architect am MIT., begann seine Karriere in der Softwareentwicklung und wechselte schnell zur Software- und Systemarchitektur. Bald erkannte er die Bedeutung der Modellierung für das Management von Komplexität, was zu seiner Promotion zum Thema Anforderungsmodulierung führte. Aktuell setzt er sich intensiv mit Methoden und Werkzeugen zu System- und Designmodellierung auseinander. Als Gründer von Formal Mind hilft er Kunden, die Herausforderungen der digitalen Transformation zu meistern. Er ist außerdem Autor des Newsletters SE-Trends, der nun bereits im zehnten Jahr erscheint. Aktuell arbeitet er an dem Buch Product Velocity, das Ende 2026 im MIT Press-Verlag erscheinen wird.
Lastenhefte, die rocken – Wie Requirements Engineering Projekte auf Kurs und im Takt hält
Requirements Engineering ist die Lead-Gitarre im Systems Engineering – es gibt den Takt und die Tonart vor. Der Vortrag zeigt, wie ein strukturiertes Lastenheft als zentrales Instrument Klarheit schafft, Entscheidungen leitet und alle Projektbeteiligten auf denselben Rhythmus bringt. Mit Beispielen aus realen Industrieprojekten wird deutlich, wie strukturierte Anforderungen das Fundament bilden, auf dem erfolgreiche Systeme entstehen – präzise, abgestimmt und mit vollem Sound.

Dipl.-Ing. Björn Schorre, Certified Systems Engineer (CSE-B), zertifiziert durch die Gesellschaft für Systems Engineering (GfSE), ist Inhaber des Ingenieurbüros für Systems Engineering.
Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Entwicklung komplexer technischer Systeme unterstützt er Unternehmen bei der Erstellung klarer, belastbarer Anforderungen und Systemarchitekturen.
Er ist Autor, Mentor und Host des Podcasts „ZukunftsArchitekten“ – und bekannt für seine praxisnahen, klar strukturierten Ansätze, die Ingenieurarbeit mit Leidenschaft und Haltung verbinden.
Sein Motto: „Weniger Lärm, mehr Klarheit – für Systeme, die wirklich rocken.“
Mensch und KI – wie Requirements Engineers die Softwareauswahl mit KI gestalten
Der Vortrag beleuchtet, wie Künstliche Intelligenz (KI) als gezieltes Assistenzwerkzeug im Prozess der Software- und Technologieauswahl eingesetzt werden kann. Anhand praxisnaher Beispiele wird gezeigt, in welchen Phasen KI echten Mehrwert bietet und wo menschliches Urteilsvermögen unverzichtbar bleibt. Die Teilnehmenden erfahren, wie das bewusste Zusammenspiel von Mensch und KI zu besseren, schnelleren und fundierteren Entscheidungen führt – und warum der Requirements Engineer als Dirigent dieses Prozesses entscheidend ist.

Michael Mark
Michael startete seine Laufbahn mit einer technischen Ausbildung, die ihm ein praxisnahes Verständnis für komplexe Zusammenhänge vermittelte. Aufbauend darauf erwarb er im Studium der Elektro- und Informationstechnik ein solides theoretisches Fundament. Seit über 18 Jahren ist er in der Entwicklung von Software und Produkten aktiv, insbesondere im System Engineering und der agilen Produktentwicklung. Seit 2020 begleitet und gestaltet er im zentralen CIO-Bereich der DB Regio AG die digitale Transformation des Nahverkehrs. Im Jahr 2025 schloss er seine Ausbildung zum KI-Spezialisten (IHK Stuttgart) ab, um sein technisches Wissen gezielt um moderne Ansätze der künstlichen Intelligenz zu erweitern. Am Requirements Engineering begeistert ihn besonders, wie sich durch strukturierte Methoden und innovative Technologien – vor allem KI – Anforderungen klarer erfassen, besser verstehen und effizienter umsetzen lassen. Dabei steht für ihn stets die Verbindung von Technik, Mensch und Prozess im Mittelpunkt.

Waldemar Lisin
Waldemar verfügt über umfangreiche Erfahrung an der Schnittstelle zwischen Business und IT. Seine Laufbahn begann als Solution Architect mit Schwerpunkt Storage, wobei er in unterschiedlichsten Branchen – von Mobilität über Industrie bis IT und Energie – tätig war. In zahlreichen Projekten hat er komplexe Anforderungen in dynamischen, agilen Umfeldern aufgenommen, spezifiziert und bis zur erfolgreichen Umsetzung begleitet. Besonders hervorzuheben ist seine Expertise bei der Einführung zentraler Anforderungsprozesse, der bereichsübergreifenden Abstimmung von Lösungen und der Verbesserung der Dokumentationsqualität. Am Requirements Engineering fasziniert ihn die Kombination aus strukturierten Methoden und kreativen Ansätzen, mit denen anspruchsvolle Ziele erreicht und die Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen nachhaltig verbessert werden kann.
Requirements als Orchestrator komplexer Systeme: Digital Engineering durch MBSE/RAG-basierte Digital-Twin-Integration
Im modernen Digital Engineering übernehmen Anforderungen die Rolle des Orchestrators, der komplexe Entwicklungsorchestrierungen steuert. Dieser Vortrag zeigt, wie Produktanforderungen mit Digital Twins, MBSE-Modellen und KI-gestützten Simulationen intelligent gekoppelt werden. Durch DevOps/MLOps-Ansätze entstehen kontinuierliche Feedback-Schleifen zwischen Anforderungen, Messdaten und ML-Modellen. Ein RAG-System ermöglicht die dynamische Verknüpfung von Produktfeatures mit Digital Engineering-Komponenten, wodurch Requirements Engineering zum zentralen Steuerungselement wird.
René Honcak ist seit Januar 2024 Leiter Digital Twin im Bereich Elektrifizierter Antriebstechnik bei der ZF Group und verantwortet die Entwicklung und Implementierung digitaler Zwillinge für die E-Mobilität. Zuvor war er Manager für Digital Twin für E-Antriebe bei ZF Friedrichshafen AG (2022-2023) sowie Entwicklungsingenieur, technischer Projektmanager und Head of Digital Twin/Data Science bei ASAP Engineering GmbH.
Seine berufliche Laufbahn begann als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität der Bundeswehr München (2011-2015). René Honcak verfügt über einen Bachelor-Abschluss in Scientific Computing und einen Master-Abschluss in Stochastic Engineering.
Seine Fachexpertise umfasst technisches Projektmanagement, Modellierung und Simulation, Data Science und maschinelles Lernen, agile Entwicklung, DevOps sowie Model based Systems Engineering. Durch seine umfassende Erfahrung in der Automobil- und Fertigungsindustrie hat er maßgeblich zur Optimierung von Entwicklungsprozessen und zur Integration neuer Technologien zur Verbesserung von Effizienz und Nachhaltigkeit beigetragen.
Requirements as the Conductor – But Is the Orchestra in Sync?
For decades, the requirements engineering community has developed a variety of theoretical solutions, including traceability frameworks, mapping strategies, OSLC-based integrations, and multi-tool chains, which promise end-to-end consistency. On paper, the discipline appears to be solved. In practice, however, much of this remains fragile, costly, and disconnected from the daily engineering reality. Teams invest heavily in maintaining integrations, synchronizing artifacts, and repairing broken links – a high "integration tax" that often yields documentation rather than actionable engineering insight.
If requirements are meant to act as the "conductor" of systems engineering, then we must ask an uncomfortable question: Is the orchestra actually playing in harmony? Many organizations achieve formal traceability yet struggle to understand the real consequences of change, maintain alignment across disciplines, and translate textual requirements into functional, logical, and physical system decisions. The theory exists, but the result is often subpar.
This talk challenges the current state of the requirements engineering (RE) market by examining why academic and standards-driven solutions fall short in daily engineering work and what it would take for requirements to truly guide the broader system – from initial intent to functional structure, logical behavior, and physical realization. We will explore how the industry can progress from traceability for its own sake to engineering-grade coherence, where change is understood and downstream effects are visible, allowing Requirements Engineering to genuinely fulfill its role as the conductor of Systems Engineering.

Martin Melicher
Director Business Development PREEvision at Vector
Requirements AI - Secure Knowledge Digitalization in Industry
As the complexity of engineered products increases, managing requirements knowledge across organizations, tools and lifecycles has become a major challenge. At the same time, industry expectations of AI have evolved beyond simple time savings toward achieving real business value through intelligent knowledge orchestration -where AI connects people, processes and information seamlessly.
This presentation demonstrates how Artificial Intelligence can serve as a “Power Tool” in requirements engineering, drawing on cross-industry experiences and a live customer case on stage. Participants will gain a practical understanding of “Requirements AI,” which supports use cases across the entire knowledge lifecycle, from capturing and assigning to assessing and updating requirements. The session highlights measurable improvements in quality, efficiency, and speed, while also addressing common pitfalls and integration challenges.
Together with a reference customer, we will explore how AI enables the secure digitalization of industrial knowledge - transforming decades of tacit engineering expertise into a living, searchable, and compliant knowledge base. A key focus will be on how AI predicts and reduces requirements-related risks. The session concludes with an interactive discussion, inviting participants to share their experiences and perspectives on effectively adopting AI for sustainable digital transformation in requirements engineering.

Daniel Turner is the Head of Operations and Strategic Partners at DRIMCO.ai and is a senior technology transformation leader and trusted board advisor with over 20 years of experience delivering complex enterprise change across global, regulated industries.
He specializes in turning around high-impact, business-critical programs and converting them into measurable value — aligning strategy, architecture, governance, and commercial models to accelerate transformation at scale
Daniel speaks internationally on transformation strategy, AI in enterprise requirements, and delivering sustainable value through technology modernization.

Guillaume Tréfeu
As Head of Lean Process Governance, Guillaume Tréfeu is responsible at KSB for the group-wide development of the process landscape for the customer specification business, including integrated risk and knowledge management. His key focus areas include lean and change management, organizational and leadership development, as well as the use of AI to digitalize knowledge in engineering.
Varianten gestalten statt verwalten - Impulse für eine beherrschbare Produktvielfalt im Requirements und Systems Engineering
Ziel des Vortrags ist es, zu zeigen, wie durch integriertes Variantenmanagement im Zusammenspiel mit Requirements Engineering und Systems Engineering die Produktvielfalt gezielt gestaltet und beherrscht werden kann.
Anstatt Varianten nur zu dokumentieren oder zu verwalten, sollen Anforderungen, Architektur und Konfiguration so strukturiert werden, dass Variantenvielfalt planbar, nachvollziehbar und wirtschaftlich bleibt. Der Vortrag vermittelt Methoden, Denkansätze und praxisbewährte Vorgehensweisen, um Komplexität systematisch zu reduzieren und Entscheidungsprozesse zu unterstützen.

Dr. Christoph Fuchs
Christoph ist ein erfahrener Experte im Bereich Product Lifecycle Management mit einer beeindruckenden Fach Karriere im Zentralbereich für Forschung und Technologie eines renommierten internationalen High -Tech-Konzerns. Er bekleidete die Position des Expert Directors in der Nachfolgeorganisation im Bereich Operations Consulting. Seine methodische Herangehensweise und Problemlösungskompetenz wurden maßgeblich durch seine frühen Berufserfahrungen geprägt. Christoph begann seine Karriere 1996 als Produktmanager im Bereich Telekommunikation bei Infineon Technologies und erlebte hautnah die Disruption der Siemens-Telekommunikation bei Infineon Technologies und erlebte hautnah die Disruption der Siemens-Kommunikationseinheit. Diese prägenden Erfahrungen sensibilisierten ihn für die essenzielle Bedeutung einer ganzheitlichen Produktentwicklung. Christoph‘s Leidenschaft liegt in der kontinuierlichen Anpassung an globale Trends und der Integration von Flexibilität in Produkte von Anfang an, um den dynamischen Marktveränderungen stets einen Schritt voraus zu sein. Mit einer Kombination aus tiefgreifendem Fachwissen, innovativem Denken und einem ganzheitlichen Ansatz ist Christoph Fuchs ein anerkannter Experte in der High-Tech-Branche und steht für Exzellenz in der Produktentwicklung bei HOOD.
Automatisiert von den Anforderungen zum Modell – Ein Praxisleitfaden mit und ohne Einsatz KI
KI ist ein mächtiges Werkzeug im Systems Engineering aber nicht alles kann oder muss mit KI gelöst werden. Insbesondere die Transformation von textuellen Anforderungen zu Modellen bietet großes Potential – ganz im Sinne von Requirements als Dirigent des System Engineerings.
Auf diese Fragestellungen wird eingegangen:
Als Resultat lernen die Teilnehmer aus welchen Teilen sich ein „Automatisierungs-Stack“ zusammensetzt und wie er beim täglichen Entwickeln Arbeit abnimmt!

Peter Schedl ist als Program Manager bei der IBM verantwortlich für industriespezifische Lösungen. Aktuell befasst er sich insbesondere mit den neuen Herausforderungen, die Künstliche Intelligenz an die Entwickler von Produkten stellt, und wie diese gemeistert werden können. Seit mehr als 25 Jahren nutzt und berät er zu den Vorteilen eines modellbasierten Ansatzes für die Erstellung von Architekturen für Systeme, Hardware und Software.
Stakeholder-gerechte Erhebungsworkshops: Wie Auswahl von Methoden, Werkzeugen und Repräsentationen zu besseren Architekturentscheidungen führt
Architekturentscheidungen gelingen, wenn Erhebungsworkshops stakeholder-gerecht gestaltet sind. Der Vortrag zeigt aus mehreren Jahren Praxis, wie sich Methoden, Werkzeuge und Repräsentationen je nach Profil, Ingenieur:innen, Führungskräfte, Domänenexpert:innen, unterscheiden: von Einsatzszenarien und Missionsbildern über Funktionsketten bis zu modellbasierten Skizzen. Drei kurze Vignetten illustrieren Fragen, Visuals und Moderationsgriffe, die Lösungsdenken konsequent auf Bedarfe zurückführen und Traceability bis zur Systemarchitektur sichern. Ergebnis: schnellere, belastbarere Entscheidungen, weniger Rework und klarere Schnittstellen – ohne Tool-Pitch, mit übertragbaren Erfahrungen für unterschiedliche Branchen und Projektgrößen, inklusive Fallstricken und Learnings.
Andreas Pollom schloss 2019 sein Diplomstudium im Maschinenbau an der Technischen Universität Kaiserslautern ab und arbeitet seitdem am Fraunhofer-Institut für Experimentelle Software Engineering (Abteilung Embedded Systems Engineering). Sein Schwerpunkt liegt auf der Erhebung operationeller Architekturen im Defense-Kontext; dort betreute er als leitender Architekt mehrere Projekte. Im zivilen Umfeld entwickelt er kundenspezifische MBSE-Methodenansätze und war zuletzt als Systems Engineer und Systemarchitekt für die Erstellung von Systemarchitekturen verantwortlich.
Skalierbares Konfigurations- und Traceability-Management über Werkzeuge und Domänen hinweg
Der Vortrag zeigt die Umsetzung einer skalierbaren Enterprise-Lösung für domänen- und werkzeugübergreifendes Konfigurations- und Traceability-Management. Anhand eines realen Szenarios mit bis zu 15 integrierten Werkzeugen und Domänen wird demonstriert, wie konfigurationsbasiertes Traceability-Management mit über 100 Millionen Links effizient umgesetzt werden kann. Die Lösung ist werkzeugneutral, standardbasiert und ermöglicht eine übergreifende Navigation über die Inhalte verteilter Systeme ohne Kopieren / Synchronisation von Daten. Ergänzt wird der Ansatz durch integriertes Variantenmanagement sowie konfigurierbare KI-gestützte Automatisierung über Werkzeug- und Domänengrenzen hinweg.

Christoph Bergner ist Inhaber der MID GmbH Nürnberg, einem mittelständischen Unternehmen (150 Mitarbeiter), das sich auf modellgetriebene Technologien konzentriert. MID entwickelt Produkte, die Tool-Interoperabilität, Traceability-Management unterstützen. Christoph engagiert sich in verschiedenen Initiativen für die Interoperabilität von Werkzeugen und ist ein häufiger Redner auf Veranstaltungen. Er ist Mitbegründer verschiedener Startups, darunter die sichere Kollaborationsplattform Stackfield.
Umsetzung von KI- und RAG-gestützte Engineering-Anwendungsfällen für RE-Tools am Beispiel von IBM DOORS Next
Die rasante Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) verändert das Requirements Engineering grundlegend. Besonders der Ansatz der Retrieval-Augmented Generation (RAG) eröffnet neue Möglichkeiten, Effizienz, Qualität und Compliance im gesamten Entwicklungsprozess zu steigern.
Der Vortrag zeigt praxisnahe Anwendungsfälle, in denen KI echten Mehrwert schafft – etwa bei der Verbesserung der Anforderungsqualität, der Übersetzung, der automatischen Generierung von Modellen und Testfällen, der Erkennung von Konflikten sowie der Unterstützung regulatorischer Vorgaben.
Ein Schwerpunkt liegt auf der technischen Umsetzung: Wie lassen sich Daten aus Tools wie IBM Engineering DOORS Next für RAG-Modelle nutzbar machen? Welche Technologien – von PDF-Parsing, Vector-Datenbanken und Storage-Systemen bis hin zu LLMs – werden benötigt, um eine praxistaugliche Integration zu erreichen?
Neben einer kompakten Einführung in RAG werden aktuelle State-of-the-Art-Methoden wie Query Expansion und Reranking sowie Best Practices zur Integration in bestehende Toolchains vorgestellt. Abgerundet wird der Vortrag durch eine Einordnung realer Use Cases aus der Produktentwicklung und einen Ausblick auf den Einsatz intelligenter Agenten in zukünftigen Engineering-Workflows.

Nikolai Stein ist Gründer und Geschäftsführer der REQUISIS GmbH. Zusammen mit seinem Team unterstützt er seit 20 Jahren Kunden aus verschiedenen Branchen rund um das Thema Requirements Management und Engineering mit den Produkten von IBM DOORS und IBM Engineering Lifecycle Management.
Davor hat er bei Mercedes-Benz in einer Abteilung für Prozesse, Methoden und Tools gearbeitet.
Er war bei REQUISIS verantwortlich für die Entwicklung mehrerer Produkte für DOORS 9.x und die IBM ELM Plattform. Hierbei entstand z.B. eine Sicherheitslösung für DOORS 9 (requisis_DSP), das Migrationstool für die einfache Migration von DOORS 9 nach DOORS Next requisis_MiX, die ReqIF-Lösung ReqIF-Manager. Seit 3 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit dem Thema KI und der Nutzbarmachung für das Thema Requirements-Engineering und Management und den damit Verbundenen Technologien und Methoden. Aus dieser Konzeptuellen Arbeit ist bei REQUISIS der KI-Copilot für DOORS Next requisis_ORCA entstanden.
Nikolai Stein ist ein lösungsorientierter, pragmatischer Requirements - und Software Engineer mit Leib und Seele, der gerne alle Produkte bis ins Detail verstehen möchte.
Neben den IBM- und Requirements-spezifischen Themen besitzt er ein umfassendes und tiefes Wissen in den Themen Netzwerke, Virtualisierung, Containerisierung, IT-Betrieb und Support-Management.
Anforderungen als Innovationstreiber – wie frühe Einbindung den Produktwert steigern kann
Anforderungen sind mehr als reine Spezifikationen – sie können entscheidend zur Produktinnovation beitragen. Dieser Vortrag zeigt, wie die frühe und strukturierte Einbindung des Anforderungsmanagements Innovation fördert und die Kundenorientierung im Produktentwicklungsprozess stärkt.
Wir beleuchten, wie Anforderungen in einem Software-Innovationsprojekt entstehen, und stellen konkrete Methoden vor, um Anforderungen zu verifizieren, zu validieren und mit Innovations- sowie Dokumentationsprozessen zu verbinden.

Jan Jancar
Ich bin ein erfahrener Fachmann im Bereich Anforderungsmanagement und habe in den letzten Jahren in verschiedenen
Projekten zur Implementierung von Compliance- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen beigetragen.
In meiner Rolle unterstütze ich Unternehmen dabei, ihre Prozesse zu optimieren. Ich verfüge über fundierte Kenntnisse in Bereichen wie Konfigurationsmanagement, Anforderungsmanagement-Setup, Traceability-Strategien, Wiederverwendung und weiteren Anforderungsdomänen.
Wie dirigiert man das Requirements Engineering?
Für alle die, die mit dem Quality Management System (QMS) noch nicht ganz warm geworden sind, jetzt die Chance. Es wird der Weg aus der Prozessdefinition, in den Projekt Management Plan gezeigt. Wie definiert sich das Requirements Engineering im Projekt? Kann ich das auch auf andere Projekte übertragen? Woher weiß ich, ob das Requirments Engineering gut läuft? Was für Tücken gibt es da und wie bekommen wir Ausnahmen harmonisiert? Wie wird eine Feedback Schleife aufgebaut? Welche Stakeholder sollte man am Tisch haben?
Christoph Pfeuffer
Angefangen im Requirements Engineering habe ich Systems Engineering studiert und beschäftige mich sehr intensiv mit der Frage, wie wir Produktkomplexität beherrschbar machen können. Ein Teil der Antwort ist sicherlich in der Prozess- und Methodendefinition zu finden. Sowohl im Automotive Umfeld als auch im Luftfahrt Bereich konnte ich Erfahrung zur Gestaltung einer lernenden Organisation sammeln. Kern davon ist zum einen die Erfassung von Erfahrungen in einem Standard und zum anderen die Erhaltung einer Flexibilität bei der Projektdefinition.
Vom Epic zum Container – Wie eine neue Sicht auf Anforderungsbündel die Wertgenerierung beschleunigt
Epics helfen dabei, Anforderungen inhaltlich zu strukturieren, doch die Priorisierung und Umsetzung anhand dieser Epics führt oft zu Verzögerungen und Verschwendung. Der Vortrag zeigt, wie das „Container“-Konzept diese Schwächen überwindet. Container bündeln die wichtigsten User Stories für die anstehenden Entwicklungszyklen. Dadurch wird eine wertorientierte Umsetzung gefördert und Ergebnisse schneller erzielt. Anhand eines Praxisbeispiels erfahren die Teilnehmenden, wie Container verwendet werden und dadurch agile Prozesse effektiver gestalten lassen.

Gunnar Harde ist Principal Consultant und unterstützt Unternehmen beim Aufbau und der Weiterentwicklung ihres Anforderungsmanagements in kritischen Softwareentwicklungsprojekten. Weitere Beratungsschwerpunkte sind das Produktmanagement und das Organisationsdesign. Er ist zertifizierter Scrum Professional PO und Requirements Engineer. Im IREB engagiert er sich in der Special Interest Group #AIREB und leitet dort die Untergruppe „Prompt Guide for Requirements Engineering“. Er hat Physik in Oldenburg und Dunedin (Neuseeland) studiert.
Von der Anfrage zur Innovation: Wie man mit GraphRAG Kundenanforderungen in Produktideen verwandelt
Bei Herstellern hochvariantenreicher Systeme ist die Angebotserstellung ein zentraler Engpass: Unscharfe Kundenanforderungen treffen auf ein komplexes Portfolio. Das führt zu hohen internen Suchaufwänden, langen „Time-to-Quote“-Zeiten und einem meist reaktiven Requirements Engineering.
In diesem Vortrag zeigen wir, wie wir mittels RE-Intelligence Framework diesen Prozess neu denken und gleichzeitig die Basis für systematische Produktinnovation legen. Der entwickelte Product- Finder kombiniert semantische Suche, RAG und GraphRAG, um Kundenanforderungen automatisch mit dem bestehenden Produktportfolio zu matchen.
Findet das System ein passendes Produkt, erzeugt es mithilfe von RAG verifizierbare technische Spezifikationen und Datenblätter: die „Beweisführung“ für den Vertrieb. Wird kein exakter Treffer gefunden, analysiert GraphRAG den entstehenden „Gap“: Es verknüpft fehlende Features mit bestehenden Varianten und ergänzt unstrukturierte Market-Intelligence-Daten aus z.B. CRM oder Vertriebsnotizen. Das Ergebnis ist ein Wandel von einem reaktiven zu einem proaktiven Requirements-Prozess: aus Wiederverwendung entsteht Effizienz, aus den Abweichungen gezielte Produktinnovation. Ob so aus einer Kundenanfrage wirklich kein Misserfolg, sondern eine validierte Innovationschance entsteht, wird der Vortrag sachlich beleuchten.

Jesko Rehberg ist Berater und Dozent mit fachlichem Schwerpunkt auf Generative AI, Data Science und modernen Requirements-Engineering-Prozessen. In seiner Arbeit unterstützt er Unternehmen beim Einsatz von RAG, Graphdatenbanken und KI-basierten Analyseverfahren, insbesondere in der produktnahen Systementwicklung und in wissensintensiven Engineering-Umgebungen. Mit seiner Erfahrung aus Python- und KI-Trainings für Industrieunternehmen verbindet er technische Umsetzungskompetenz mit praxisnaher Methodik. Rehberg entwickelt KI-gestützte Frameworks für Anforderungsanalyse und Variantenmanagement und ist in mehreren F&E-Projekten mit Hochschulen und Industriepartnern aktiv. Seine Projekte fokussieren darauf, aus unstrukturierten Daten belastbare Anforderungen, Portfoliotransparenz und Innovationsimpulse abzuleiten.

Kata Schiller ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Leuphana Universität Lüneburg und forscht zu praxisnahen Ansätzen des Requirements Engineering, insbesondere zur Anwendung von KI-gestützten Methoden in frühen System- und Produktentstehungsphasen. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Frage, wie Unternehmen unstrukturierte Kunden- und Marktinformationen so nutzbar machen können, dass daraus robuste und verifizierbare Anforderungen entstehen. Im Rahmen industrienaher Forschungsprojekte arbeitet sie eng mit Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau zusammen und entwickelt Evaluationsverfahren, Qualitätskriterien und methodische Leitfäden für KI-gestützte RE-Prozesse. Neben ihrer Forschungstätigkeit ist sie in der Lehre aktiv und betreut Projekte an der Schnittstelle zwischen Informatik, Wirtschaft und angewandtem Requirements Engineering.
Agentic AI in Action: Next-Generation Requirements Engineering for the Future of Systems Engineering
Recent advances in Systems Engineering show how Artificial Intelligence (AI) is transforming design, development, and verification across industries. As AI becomes an active participant in the engineering lifecycle, requirements definition, management, and engineering as well as validation must evolve accordingly.
Agentic AI marks a major shift. Unlike traditional generative AI, it can reason, plan, and interact with engineers to achieve goals iteratively, learning on the go and building memory. By combining Large Language Models (LLMs) with intelligent agents, it understands intent and context, enhancing Requirements Engineering (RE) through autonomous, goal-driven collaboration.
This presentation explores how Agentic AI can act as a co-engineer, capable of assisting in core RE challenges such as architecture and decomposition, requirements reuse, and management of product versions/variants, parameters and variability. Drawing on real-world cases and customer experiences, it highlights how organizations are balancing automation with human oversight to boost quality and productivity.
Participants will learn how to responsibly integrate AI into Systems Engineering processes — from elicitation to verification — while addressing explainability, data integrity, and compliance. Through theory, practice, and interaction, the session demonstrates how Agentic AI strengthens both engineering rigor and creativity, inspiring the next generation of intelligent, adaptive, and human-centered Requirements Engineering.

Dr. Bernd Grahlmann has been at the fore-front of Systems Engineering (with focus on Requirements Engineering / Management, Verification&Validation, Risk Management, Safety Assurance, …) with an ambitious focus on powerful tool implementations (IBM Rational DOORS / DNG + Siemens Polarion + Visure Requirements ALM …) for 25+ years.

Fernando Valera, co-founder and CTO at Visure Solutions, leads the development of innovative solutions for safety-critical sectors since relocating to Silicon Valley in 2012. His 20-plus-year career focuses on requirements management, risk assessment, and test management, working with customers worldwide to solve the needs of complex product delivery.
MBSE allein reicht nicht – Der Dreiklang aus Strategic, Model-Based und Collaborative Engineering
Komplexe Systeme entstehen heute im Zusammenspiel vieler Disziplinen – von Mechanik und Elektronik bis hin zu Software, Daten und Services. Doch auch das beste methodische Vorgehen stößt an Grenzen, wenn Anforderungen zu statisch formuliert, Modelle isoliert genutzt oder Organisationen nicht ausreichend eingebunden sind.
Der Vortrag zeigt, dass Model-Based Systems Engineering (MBSE) seine volle Wirkung nur im Dreiklang mit Strategic und Collaborative Engineering entfalten kann.
Strategic Engineering sorgt dafür, dass Anforderungen und Systemziele frühzeitig lebenszyklusorientiert, flexibel und zukunftssicher gestaltet werden. MBSE strukturiert und operationalisiert diese Inhalte durch Konsistenz, Traceability und eine zentrale, autoritative Datenbasis. Collaborative Engineering wiederum öffnet MBSE für die gesamte Organisation: Es ermöglicht, dass technische und nicht-technische Stakeholder – etwa aus Produktmanagement, Service oder Betrieb – aktiv beitragen und Entscheidungen mitgestalten.
Gemeinsam bilden diese drei Disziplinen ein wechselseitig verstärkendes Wirkungsgefüge, das Strategie, Methode und Organisation vereint.
Der Beitrag zeigt, wie Unternehmen damit die Integration komplexer Systeme besser steuern, Entscheidungen früher absichern und Effizienz, Transparenz sowie Produktqualität deutlich steigern können – über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

Dr.-Ing. David Allaverdi leitet bei Zuken Europe den Bereich Strategy & Innovation für das europäische MBSE-Umfeld. Mit Stationen in Industrie, Beratung und Software vereint er unterschiedliche Perspektiven auf die Entwicklung komplexer technischer Systeme. Sein Ziel ist es, Unternehmen nicht nur methodisch zu begleiten, sondern sie zu befähigen, modellbasierte Ansätze wirksam anzuwenden.
Er beschäftigt sich mit der Frage, wie sich Komplexität beherrschbar machen lässt und wie aus Anforderungen tragfähige, resiliente Systemarchitekturen entstehen. Sein besonderes Interesse gilt dem Zusammenspiel von Strategie, Systems Engineering und Organisation – als Schlüssel für nachhaltige Effizienz, Qualität und Innovation.
RequAIrements - Automatisiert, aber verstanden? Die Schattenseiten von KI im Requirements Engineering
KI revolutioniert das Requirements Engineering, indem sie lästige Aufgaben wie die Verfeinerung von Formulierungen und das Auffinden von Duplikaten automatisiert. Doch eine zu starke Abhängigkeit birgt das Risiko, den essentiellen kollaborativen Prozess zu verlieren, der das gemeinsame Verständnis schafft. In diesem Vortrag geht es darum, wie man KI gezielt zur Effizienzsteigerung nutzt und zugleich die wichtigen menschlichen Diskussionen und Verhandlungen im RE bewahrt.

Christian Bock ist als Head of Requirements Engineering bei ZIEHL-ABEGG tätig und verantwortet unternehmensweit den Bereich Requirements Engineering sowohl in der Lufttechnik (Ventilatorenentwicklung) als auch in der Antriebstechnik (Entwicklung von Aufzugantrieben). Er ist seit 10 Jahren im Requirements Engineering tätig und war in seiner Laufbahn als Senior Consultant und Trainer in verschiedenen Rollen, unter anderem als Requirements Engineer, Business Analyst, Product Owner und Scrum Master beschäftigt. Darüber hinaus war er in unterschiedlichen Branchen von Automotive, Medizintechnik und Pharma bis hin zu Versicherung, Industrieautomatisierung und der öffentlichen Verwaltung tätig. Nach 8 Jahren in der Beratung hat er als Lead Requirements Engineer den Bereich Requirements Engineering eines auf Cyber Security spezialisierten App Herstellers verantwortet.


















